Last Samurai

OT: -  148 Minuten  -  Action / Drama
Last Samurai
Kinostart: 08.01.2004
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Last Samurai

Von am
 Bürgerkriegsveteran Nathan Algren (Tom Cruise) ist ein gebrochener Mann. Er hat in der legendären Schlacht um Gettysburg gekämpft und war auf einem blutigen Feldzug gegen die Cheyenne Indianer an vorderster Front. Bei diesem grausamen Kämpfen musste Nathan nicht selten im Auftrag seines Vorgesetzten Colonel Bagley (Tony Goldwyn) unschuldige Frauen und Kinder töten. Diese Bilder holen den angeschlagenen Veteranen nun ein und er leidet an schrecklichen Albträumen, die er nur mit Hilfe von Whiskey erträgt. Im Augenblick verdient er sein Geld damit in Werbeveranstaltungen der Firma Winchester ihre Waffen zu loben und von seinen ach so glorreichen Taten zu berichten.

 

Eines Tages unterbreitet ihn just sein eingeschworener Feind Colonel Bagley ein sehr lukratives Angebot. Nathan soll gemeinsam mit ihm nach Japan gehen um dort die Truppen des Kaisers auszubilden. Trotz seines Widerwillens kann er dem Geld nicht widerstehen und folgt seinem Rivalen. In Japan angekommen beginnt Nathan mit der Ausbildung seiner Truppen, doch die Offiziere des Kaisers verlangen viel zu früh dass sie in die Schlacht gegen die letzten Samurai ziehen. Die Truppen des Kaisers werden von den Samurai überrollt und Nathan wird gefangen genommen und mit in das Dorf der Samurai gebracht. Dort darf er sich frei bewegen, da eine Flucht in diesem strengen Winter ohnehin beinahe unmöglich ist. In zahlreichen Gesprächen mit dem Anführer der Samurai  Katsumoto (Ken Watanabe) lernt Nathan die fremde Kultur immer besser kennen. Er erkennt immer mehr dass die Samurai gar nicht die Barbaren sind, als die sie von den kaiserlichen Truppen bezeichnet werden. Sie sind die tapfersten und ehrenhaftesten Männer die Nathan jemals gesehen hat. Er will sich auf ihre Seite stellen um seine verlorene Ehre wieder zu gewinnen......

 

Der Hauptkritikpunkt den Last Samurai von vielen Seiten über sich ergehen lassen musste, war dass er nur ein billiger Abklatsch von Braveheart und Der mit dem Wolf tanzt sei. Nun ja, Last Samurai hat bei diesen Filmen sicher viel Inspiration gesucht, jedoch würde ich nie so weit gehen und ihn als Abklatsch bezeichnen. Gut, es wird die Idee das der Held bei einer fremden Kultur aufgenommen wird und sich dort einlebt von Der mit dem Wolf tanzt übernommen. Bei den Schlachten muss man teilweise an Braveheart denken. Auch das ist richtig. Aber Last Samurai zeigt uns eine total andere Kultur als sie in diesen beiden Filmen gezeigt wird, und er hat genug eigenständige Ideen um trotz diesen geklauten Einfällen noch als eigenständiger Film zu gelten.

 

Viele haben auch über die Besetzung von Tom Cruise gejammert. Ich muss zugeben dass Tom das wohl größte Fragezeichen Hollywoods ist. Zum Einen liefert er Meisterwerke wie Magnolia, Collateral oder Jerry Maguire, in denen er wirklich Spitze spielt, und zum anderen dreht er stumpfsinnigen Nonesense wie Mission: Impossible 2 oder Krieg der Welten. Ich würde sagen dass er in Last Samurai eine wirklich gute Leistung gebracht hat, die aber nicht an Top-Leistungen heranreicht. Der schauspielerische Höhepunkt bleibt Ken Watanabe. Er und Tom Cruise ergänzen sich perfekt, wobei Ken um eine Nasenspitze voraus ist.

 

Technisch lässt sich an Edward Zwicks Epos nun wirklich gar nichts bemängeln. Wundervolle Landschaften, passende Schnitte und tolle Kamerafahrten werden von einen schönen Soundtrack getragen. Handwerklich ein perfekter Film der wie die Herr der Ringe Trilogie in Neuseeland gedreht wurde. Diese durch Peter Jackson entdeckte Drehumgebung hat einige Vorteile: Zum Einen kann man sagen dass die Produktion rund um die Hälfte billiger ist, und zum Anderen ist die traumhaft schöne Landschaft perfekt für Monumentalepen geeignet.

 

Leider kann der Film keine wirklichen Tiefgang aufbauen. Zu vieles bleibt unbeleuchtet und wird nur an der Oberfläche angekratzt. Was bleibt ist ein leider etwas zu konventioneller Action Film, der zwar gute Einfälle besitzt aber auch leider öfters mal in Kitsch abdriftet.

 

Fazit:

Last Samurai ist zwar kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber das hat auch keiner erwartet. Die schöne Geschichte, die guten Darsteller und vor allem die traumhaften Bilder sorgen für einen guten Unterhaltungsfilm, bei dem man etwas über die japanische Kultur lernen kann.

 

Wertung:

7/10

Filmering.at
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Ø Wertung: 7.5/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 43
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