Norbit

OT: - 102 Minuten - Komödie
Norbit
Kinostart: 09.03.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Norbit

Von am

Eddie Murphy ist nach einem Karrierehoch mit Filmen wie Beverly Hills Cop stark abgefallen. Er fiel weil es die Zuseher einfach nicht mehr ertrugen dass man ihn in jedem seiner Filme in 10 verschiedenen Rollen, mal mehr, mal weniger, geschminkt sehen musste. Diese überhebliche Selbstdarstellung ließ den Star von seinem Thron stürtzen. In diesem Jahr konnte er allerdings mit seiner unkonventionellen Darstellung in Dreamgirls überzeugen und holte sich damit einen Golden Globe und eine Oscarnominierung als Bester Nebendarsteller. Eigentlich hätte man meinen können das Mr. Murphy diese Chance nutzen würde um seine Karriere wiederzubeleben. Warum er aber stattdessen mit Norbit einen der schlechtesten Filme seines Lebens macht, ist mir ein Rätsel.

 

Norbit (Eddie Murphy) wird von seinen Eltern, als Baby, unsanft im Waisenhaus von Mr. Wong abgesetzt. Im Waisenhaus lernt Norbit die junge Kate kennen. Die beiden werden beste Freunde, doch ihr Glück endet schließlich als Kate adoptiert wird. Auch später in der Schule hat Norbit kein glückliches Leben. Er wird von allen gehänselt und als die etwas korpulente Rasputia (Eddie Murphy) ihn unter seine Fittiche nimmt, bessert sich die Lage etwas. Doch Rasputia unterdrückt Norbit und lässt ihm keinen Freiraum für seine eigene Meinung. Dennoch heiraten die beiden und Norbit traut sich seine Frau auch nicht verlassen nachdem sie ihn regelmäßig mit ihrem Tanztrainer betrügt. Doch alles ändert sich als seine Jugendliebe Kate (Thandie Newton) wieder auftaucht.

 

Norbit versucht sich wieder näher mit ihr anzufreunden, doch bei ihrem ersten Treffen bringt Kate gleich ihren Freund Deion (Cuba Gooding Jr.) mit und erklärt Norbit warum sie wieder in der Stadt ist: Sie will Mr. Wongs Waisenhaus übernehmen, da dieser langsam zu alt dafür wird. Ihr Freund Deion hingegen hat etwas andere Pläne. Die kräftigen Brüder von Rasputia, die ein Bauunternehmen leiten, wollen ebenfalls das Waisenhaus übernehmen, um einen Stripclub daraus zu machen und verbünden sich mit Deion. Norbit muss nun versuchen deren Plan zu verhinderm, sich aus den Fängen seiner Frau zu befreien und gleichzeitig Kates Herz zu erobern...

 

Ich mache es kurz: Einer Komödie kann man im Normalfall eine schlechte Story verzeihen und auch noch platte Charaktere und sonstige Schwächen, die man einem Film aus einem anderen Genre übel nehmen würde. Dies gilt allerdings nur wenn sie das wichtigste Kriterium für einen Film dieser Art erfüllt: Wenn sie unterhaltsam und witzig ist. Doch Norbit kann auf keiner dieser Ebene überzeugen. Die Witze des Films sind entweder platt oder einfach nicht lustig. Gute Gags sucht man vergebens und deshalb zehrt der Film doch deutlich an den Nerven der Zuseher.

 

Nicht nur dass die Ausgangslage des Films vollkommen lächerlich ist, was man einer Komödie durchaus verzeihen könnte. Auch die Gags drehen sich ausnahmslos um das Verhalten von Schwarzen, reitet auf jedem nur möglichen Klischee herum und zelebriert Zuhälter- und andere Schwarzenwitze bis zum Umfallen. Norbit ist dabei allerdings in keiner Sekunde witzig. Für die Story wird sich sowieso keiner interessieren, da jeder, der schon mehr als 3 Filme gesehen hat weiß wie ein Film dieser Gattung ausgehen wird.

 

Besonders tragisch ist die nervende Ehefrau von Norbit, die ihren Mann unterdrückt und die witzig wirken soll. Das Problem ist allerdings das man sich als Zuseher gleichzeitig mit Norbit identifizieren soll und deshalb seine Frau keinesfalls amüsant, sondern nur nervig findet. Die 102 Minuten im Kino werden fast zur reinen Qual, da dem Zuseher kein einziger Strohhalm entgegengestreckt wird an dem er sich festhalten könnte. Weder die Witze, noch die Charaktere und schon gar nicht die Story können das Interesse des Zusehers auf sich ziehen.

 

Die Darsteller agieren dabei so uninspiriert wie man es schon lange nicht gesehen hat. Eddie Murphy legt seine Performance als Norbit irgendwo zwischen Forest Gump und Steve Urkel an und kann damit höchstens das Mitleid des Zusehers für sich gewinnen. In seiner Darbietung als Norbits Ehefrau ist er ganz einfach nur nervig. Als Beiwerk werden dem Film noch Cuba Gooding Jr. und Thandie Newton hinzugefügt, die wohl nur dafür da sind, damit man nicht wieder von Eddie Murphy schreiben kann, dass er jede Rolle selbst spielt.

 

Fazit:

Norbit ist langweilig, uninteressant und vor allem nicht witzig. Das Todesurteil für jede Komödie. Der Film beschränkt sich nur auf Witze über Schwarze und trifft dabei niemals den richtigen Ton. Wer sich den Film ansieht ist definitiv selbst Schuld. Norbit ist zu diesem Zeitpunkt der schlechteste Film des Jahres.

 

Wertung:

2/10 Punkte

Filmering.at
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