Don't Look Back

OT:  Don't Look Back   -  96 Minuten -  Dokumentation
Don
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Filmkritik zu Don't Look Back

Von am
Come gather 'round people
Wherever you roam
And admit that the waters
Around you have grown
And accept it that soon
You'll be drenched to the bone.
If your time to you
Is worth savin'
Then you better start swimmin'
Or you'll sink like a stone
For the times they are a-changin'.

Dies ist die erste Strophe eines bekannten Bob Dylan Songs, der nicht nur die Doku von D.A. Pennebaker, Don’t Look Back, wie eine Mauer umkreist, sondern, der auch die im Film gezeigte Zeitspanne äußerst prägnant auf den Punkt bringt. The Times They Are A-Changing, singt Bob Dylan, und beschreibt dabei selbst am Besten, nicht nur den Umbruch der Gesellschaft, sondern auch seinen eigenen Umbruch, weg vom Folk, hin zum elektronisch verstärkten Rock.

Come writers and critics
Who prophesize with your pen
And keep your eyes wide
The chance won't come again
And don't speak too soon
For the wheel's still in spin
And there's no tellin' who
That it's namin'.
For the loser now
Will be later to win
For the times they are a-changin'.

Der Dokumentarfilmer D.A. Pennebaker hatte die Gelegenheit ein historisches Ereignis live mitzuerleben. 1965 brachte Bob Dylan seine neuste Platte Bringing It All Back Home heraus. Eine Platte die kennzeichnend für den Stilwechsel in seiner Karriere werden sollte. Denn als er die Platte im Laufe einer England Tour unters Volk bringen wollte, zeigten sich viele langjährige Anhänger entsetzt vom Richtungswechsel in Dylans Karriere. Spielte er die erste Hälfte eines Konzerts noch traditionell mit Mundharmonika und Gitarre, wechselte er dann plötzlich auf elektronisch verstärkte Rocktöne, unterstützt durch The Band im Rücken. Dies sorgte beim Publikum teils für heftige Reaktionen…

Come senators, congressmen
Please heed the call
Don't stand in the doorway
Don't block up the hall
For he that gets hurt
Will be he who has stalled
There's a battle outside
And it is ragin'.
It'll soon shake your windows
And rattle your walls
For the times they are a-changin'.


Don’t Look Back wirft dabei einen äußerst nahen Blick auf Bob Dylan, der zeigt wie sehr die Kunstfigur Bob Dylan oft im Widerspruch mit dem Menschen Robert Zimmermann zu stehen scheint. Bob Dylan ist sicher auch noch heute einer der größten Poeten und Songwriter die es gibt,  aber hier, in den Zeiten des Umbruchs, kann man deutlich sehen, wie schwer es sein kann die Bürde als Star und Leitfigur zu tragen, wenn man ja eigentlich nur ein begabter Musiker ist.

Come mothers and fathers
Throughout the land
And don't criticize
What you can't understand
Your sons and your daughters
Are beyond your command
Your old road is
Rapidly agin'.
Please get out of the new one
If you can't lend your hand
For the times they are a-changin'.


Don’t Look Back ist dabei ein wichtiges Zeitdokument, aber auch ein Klassiker des Cinéma vérité, in dem Pennebacker bewusst auf jegliche Stilisierung verzichtet, sondern einfach die tatsächlichen Ereignisse dokumentiert. Er geht dabei sogar soweit, dass er auf den traditionellen Off-Kommentar verzichtet, und es ganz dem Zuseher überlässt auf das gezeigte zu reagieren. Man fühlt sich fest ins Geschehen integriert und kann selbst einen hautnahen Blick auf Bob Dylan werfen.

The line it is drawn
The curse it is cast
The slow one now
Will later be fast
As the present now
Will later be past
The order is
Rapidly fadin'.
And the first one now
Will later be last
For the times they are a-changin'.

Don’t Look Back zeigt dabei nicht den Poeten Bob Dylan, sondern vor allem den unsicheren Star, der sich seines Talents bewusst ist, aber nicht weiß wie er damit umgehen soll. So sehen wir einen unsicheren Bob Dylan, der seine Unsicherheit durch Übermut und Arroganz im Gespräch mit Journalisten zu kompensieren versucht. Dylan selbst hat dabei scheinbar vergessen, dass die Kamera immer auf ihn gerichtet ist, und so bekommt man einen wirklich ehrlichen Einblick in das Backstage Verhalten dieses so aussergewöhnlichen Musikers am Wendepunkt seiner Karriere. Wenngleich ein umfassender Einblick, wie in No Direction Home, alleine schon durch die relativ kurze Laufzeit nicht möglich ist.


Wertung:

8/10 Punkte

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