In die Welt

OT:  In die Welt   -  88 Minuten -  Dokumentation 
In die Welt
Kinostart: 21.11.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu In die Welt

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Das menschliche Leben wird nicht im Stillen geboren. Blut, Schweiß und eine große Anstrengung sind das Erste mit dem der Mensch konfrontiert ist, sobald es daran geht das Licht der Welt zu erblicken. Der österreichische Dokumentarfilmer Constantin Wulff macht sich mit seinem Film In die Welt auf um dem Wunder Geburt auf die Schliche zu kommen, und zu zeigen wie es wirklich abläuft, weg von verzerrendem Fernsehkitsch und falschen Vorstellungen.

Als Beobachtungsort dient die auf Geburten spezialisierte „Ignaz Semmelweis-Frauenklinik der Stadt Wien“. Dort begeben wir uns auf die Spuren dreier unterschiedlicher Geburten. Eine soll laut, schmerzhaft und lange werden, eine relativ kurz und eine wird ein Kaiserschnitt. Dabei arbeitet man vorwiegend mit den Techniken des Direct Cinema, verzichtet darauf das Geschehene zu beeinflussen und sogar es zu kommentieren. Der fertige Film ist ein reiner, unbeschönigter Blick auf die Geburt selbst, wie man ihn selten bekommt…

Mittendrin, statt nur dabei. Treffender kann man In die Welt kaum beschreiben. Denn wenn man näher an eine Geburt ran will, dann muss man entweder Geburtshelfer sein, oder selbst ein Kind bekommen. Im Zentrum steht deshalb selbstverständlich die Vorbereitung und Abwicklung der Geburt, aber auch wie sich der kleine Mikrokosmos Frauenklinik aufbaut, und wie unterschiedlich die Reaktionen der Ärzte und Patienten ausfallen.

Was für die einen etwas radikales, ungewöhnliches und bedeutsames ist, ist für die anderen Alltag. Wie bereits eingangs erwähnt, verzichtet Constantin Wulff dabei darauf seine Bilder in irgendeine Richtung zu lenken. Streng den Regeln des Direct Cinemas folgend zeigt er einfach was passiert, ohne das Geschehen zu beeinflussen und ohne es zu kommentieren.

Die Reflektion der Bilder übernimmt kein Kommentator, sondern es obliegt dem Zuseher wie er darüber denkt. Und hier werden sich wohl auch die Geister am Film scheiden. Denn während Interessierte (was wohl hauptsächlich die Menschen sind, denen in absehbarer Zeit ein ähnliches Ereignis bevorsteht), vielleicht einen informativen Film sehen, werden sich alle, die sich nicht brennend fürs Thema interessieren, wohl stellenweise langweilen. Denn etwas radikal Neues zeigt In die Welt natürlich nicht. Nur eben die Geburt wie sie wirklich ist. Wie man schlussendlich dazu steht obliegt jedem selbst.

Fazit:
In die Welt wirft einen ehrlichen, aber vor allem nahen Blick auf das „Wunder“ Geburt. Dabei wird auf eine Beeinflussung der Bilder verzichtet, sondern einfach gezeigt wie es passiert. Für interessierte Zuseher ergibt sich so sicher ein guter Film, aber das Problem ist, dass alle die sich nicht umfassend zum Thema informieren wollen, wohl großteils mit Langeweile zu kämpfen haben. Eine direkte Einschätzung kann man somit nicht wirklich abgeben, da die Rezeption wohl sehr stark vom Interesse des Zuseher abhängig ist.

Wertung:

6/10 Punkte

Filmering.at
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