Willkommen bei den Sch'tis

OT:  Bienvenue Chez Les Ch'tis   -  106 Minuten -  Komödie
Willkommen bei den Sch
Kinostart: 14.11.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Willkommen bei den Sch'tis

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Niemand mag die Franzosen – ein Klischee, das selbstverständlich nichts anderes ist als eine glatte Lüge, und dennoch immer gerne herangezogen wird, wenn es darum geht, an der Grand Nation kein gutes Haar zu lassen. Dany Boons WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS zeigt nun, dass sich die Franzosen nicht mal untereinander besonders mögen: Die sonnige Provence gegen das regnerische Nord-Pas-de-Calais. 20,7 Millionen Franzosen (!!!) lachten sich im Kino zu Tode – ab 7. November wird auch Österreich vom Sch’tis Fieber heimgesucht.

Philippe Abrams (Kad Merad) ist mit seinem Job als leitender Postbeamter eigentlich recht zufrieden, doch seiner schönen aber leicht depressiven Frau Julie (Zoé Félix) zu Liebe, versucht er, einen Posten an der heiß begehrten Riviera zu bekommen. Weil sein kleines Täuschungsmanöver nicht fruchtet, wird Philippe in den kühlen Norden strafversetzt. Frau und Kind lässt Philippe, von allen ob seines schweren Schicksals bemitleidet, zurück und nimmt neben einer dicken Daunenjacke vor allem tausende Vorurteile mit auf den Weg nach Bergues – zu den Sch’tis. Doch schon bald merkt er, dass die Bewohner des idyllischen Städtchens zwar etwas sonderbar sprechen, aber alles in allem recht herzlich sind. Vor allem mit dem Postboten Antoine (Dany Boon) freundet er sich schnell an. Freilich, an den Wochenenden bei Julie lässt sich Philippe verwöhnen und hält das Bild vom barbarischen Norden aufrecht. Kompliziert wird’s erst, als Julie beschließt, Philippe zu besuchen…

Französische Komödien gibt es wie Sand am Meer und die meisten sind zumindest reizend, auch wenn immer ein bisschen Melancholie mitschwingt. WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS ist da eigentlich nicht viel anders, nur ungewöhnlicher und schlicht und ergreifend komischer als seine Kollegen. Als Philippe bei seiner Ankunft im hohen Norden das Ortsschild passiert, beginnt es, von der einen auf die andere Sekunde zu regnen (somit erfüllt sich Klischee Nummer eins) – auch die Sprache der Sch’tis („s“- Laute werden zum „sch“, und es ist generell in Mode, Sätze mit einem schrillen „häh“ zu beenden, von diversen eher unschicklichen Formen der Anrede mal ganz abgesehen). Da sind Untertitel wohl sogar für die „gestandendsten“ Franzosen unerlässlich. Für die deutsche Synchronfassung wurde eine Art Kunstsprache entwickelt, die den Charme dieses Dialekts entsprechend wiedergibt. Mit „Stromberg“- Christoph Maria Herbst wird wohl auch das zum Vergnügen!

Fazit:

Auf der humorvollen Ebene stimmt hier wirklich alles und man kann sich sogar als Nicht-Franzose über die eigentlich recht provinzielle Thematik kaputt lachen. Wenn man übers Kinojahr zurückblickt, so bleibt am Schluss tatsächlich die Feststellung, dass WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS die gelungenste französische Komödie seit langer Zeit ist. Wenn das kein Ansporn ist!

Wertung:
8/10 Punkte

Filmering.at
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Erstellt: 11.11.2013