Nanny Diaries

OT:  The Nanny Diaries   -  105 Minuten -  Tragikomödie 
Nanny Diaries
Kinostart: 17.10.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 06.04.2012
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Filmkritik zu Nanny Diaries

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Nach ihrer Collegeausbildung, weiß Annie Braddock (Scarlett Johansson) nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Ihr ursprünglicher Plan scheitert, und nun ist sie auf der Suche nach einem Job und nach sich selbst. Zufälligerweise rettet sie, während sie gerade im Park sitzt und über sich selbst grübelt, dem kleinen Grayer (Nicholas Art) das Leben. Dessen Mutter, im Film dezent Mrs. X (Laura Linney) genannt, zeigt sich nicht nur dankbar, sondern auch erkenntlich, und bietet Annie einen Job als Nanny an. Wobei dieses Jobangebot mehr auf einer Verwechslung des Namens basiert, da Mrs. X meist nur das hört, was sie hören will. Aber Mrs. X ist nicht die einzige New York Upper Class Mutter, die Annie plötzlich als Tagesmutter anheuern will.

Annie hat nun die Qual der Wahl. Aber, nach zahlreichen Gesprächen mit vielen Müttern, entschließt sie sich letztlich doch für Mrs. X und ihren Sohn Grayer. Wie könnte es auch anders sein. Doch es ist ein selbstverständliches filmisches (oder allgemeiner: dramaturgisches) Prinzip, dass Annies Dasein als Nanny überhaupt nicht so abläuft, wie sie es sich vorgestellt hat. Folglich kämpft sie gegen die verschiedensten Widrigkeiten ihres neuen Alltags, dessen Meisterung ihr zur Beginn gar nicht so einfach fällt.

Leider fällt es auch dem Film nicht einfach, den sympathischen und teils witzigen Anfangsschwung, bis zum Ende durchzuhalten. Zu schnell verliert sich die Handlung in vorhersehbare Wendungen und abgenutzte Situationen. Bald kommt einem alles schon bekannt vor und man hat das Gefühl, in einem Film zu sitzen, den man schon mal gesehen hat. Es fällt dem Zuschauer nicht schwer, die kommenden Ereignisse vorher zu sagen. Das Gute daran, der Zuschauer ist dann vielleicht nicht so enttäuscht, wenn er mit seiner Vorhersage richtig liegt.

Abgesehen von seinem Anfangsmoment, verschenkt der Film leider auch seine ganzen bissigen, satirischen Seitenhiebe, die durchaus in ihm stecken. Die Seitenhiebe sind zwar vorhanden und tauchen in Ansätzen immer wieder auf, aber leider treffen sie ihr Ziel nicht vollends. Sie hätten härter und stärker ausfallen müssen. Aber auch wenn der Film nicht dadurch punkten kann, so gibt es dennoch einige positive Momente, die sich sehen lassen können.

Allen voran kann sich, wie immer, Scarlett Johansson sehen lassen, die selbst in einer recht einfachen Rolle, eine solide Darstellung bietet, und sogar als „Durchschnittsfrau“ fabelhaft aussieht. Denn selbst wenn sie nur Jogginghose und T-Shirt trägt, kann man sich in sie verlieben. Zudem sorgt ihr natürliches Charisma dafür, dass man Annie auf anhieb mag und mit ihr mitfiebert, selbst wenn man das Ende schon von Anfang an kommen sieht. Neben ihr agieren auch noch die stets fabelhafte Laura Linney und der gewohnt großartige Paul Giamatti, in kleinen, aber feinen Nebenrollen, die den Genuss des Filmes nochmals anheben.

Auch wenn The Nanny Diaries mit Sicherheit kein Meisterwerk ist, so bleibt einem trotzdem eine halbwegs vergnügliche Zeit, die man mit den Schauspielern und ihren Figuren verbringen darf, während man ihre (allzu bekannte) Geschichte erlebt. Zwar bietet einem der Film nichts neues, aber er versteht es gut, altbekanntes, auf sympathische, augenzwinkernde Art und Weise zu erzählen. Was einem bleibt ist ein netter Film, der stellenweise für Unterhaltung sorgt, trotz seiner Kurzweiligkeit und einem fehlenden, bleibenden Eindruck.

Fazit:

Fließbandkino, wie man es kennt und eventuell auch mag. The Nanny Diaries fordert den Zuschauer nicht sonderlich, sondern ist viel eher eine wohlgemeinte Berieselung von hübsch gefilmten Aufnahmen und einer manchmal schnulzigen Handlung, die man aber im Grunde vergessen kann, da sie ohnehin belanglos ist. Die Hauptdarsteller geben eine solide Performance, laufen aber nicht zur Höchstform auf, was zum Teil sicher auch am Drehbuch und den Figuren liegen mag. The Nanny Diaries ist zwar unterhaltsam, aber nichts von Dauer. Kaum hat man das Kino verlassen, ist der Film auch schon vergessen. Aber auch wenn sich der Film nicht von der Masse des alltäglichen, filmischen Einheitsbreis abhebt, werden einem dennoch knapp zwei Stunden netter Unterhaltung geboten, ohne jeglichen bleibenden Eindruck.

Wertung:
5/10 Punkte

Filmering.at
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Erstellt: 11.11.2013