Cuba's Love and Suicide

OT:  Love and Suicide   -  90 Minuten -  Drama 
Cuba
Kinostart: 26.09.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Cuba's Love and Suicide

Von am

Der junge amerikanische Tourist Tomas (Kamar De Los Reyes) hat nichts anderes vor. Er betrinkt sich hemmungslos in Havanna, versucht erfolglos, seine Freundin anzurufen, und setzt sich bereits die Pistole an die Schläfe… Eines Morgens erwacht Tomas sternhagelvoll am Straßenrand und begegnet dem freundlichen Taxifahrer Alberto (Luis Moro), der ihn zurück in sein Hotel bringt. Vom großzügigen Trinkgeld überzeugt, freunden sich die beiden an und Tomas beginnt wieder neuen Lebensmut zu tanken. Vor allem, weil er es auf eine hübsche Frau, Nina (Daisy McCrackin) abgesehen hat. Gemeinsam verbringen sie ein paar schöne Stunden in den Armutsvierteln Havannas… bevor sie die Realität wieder einholt.

LOVE AND SUICIDE – wahlweise auch CUBA’S LOVE AND SUICIDE zeigt, wie man mit wenigen Mitteln viel erreichen kann - und trotzdem scheitert. Der erste Film einer amerikanischen Regisseurin in Kuba seit der Revolution versucht sich an bildgewaltiger Poesie, vermag selbst in den kargen Slums und schmutzigen Hinterhöfen von Havanna eine gewisse Romantik aufkommen zu lassen. Dennoch fällt die Symbolik zu oberflächlich aus: Tomas, von Meereswellen, die an eine Mauer peitschen, begossen wie ein Pudel – und schließlich die etwas hölzern aufgetischte Problematik der Identitätskrise unseres Protagonisten. Am Schluss wirft ein Twist den Film noch einmal komplett über Bord – man mag das als Geniestreich einstufen, oder als plumper Versuch, ihn auf einer weiteren Ebene weiterzuführen und interessanter zu machen.

Wie auch die Bildgestaltung – auf der einen Seite dokumentarisch anmutende Momentaufnahmen, auf der anderen zahlreiche optische Verfremdungseffekte – ist LOVE AND SUICIDE weder Fisch noch Fleisch. Die einen mögen sich an der zarten, melancholischen Romanze erfreuen, während der Rest wohl die unübersehbaren technischen Unzulänglichkeiten schwer verzeihen wird, um so in den Film einzutauchen, wie es möglicherweise von der Filmemacherin gewünscht ist.

Seine Premiere feiert CUBA’S LOVE AND SUICIDE am Freitag, 26.09. in den Breitenseer Lichtspielen in Wien im Rahmen einer Filmreihe, die von dem noch jungen Verleih Sneak Eye Pictures (Link siehe unten) organisiert wird. In den nächsten Wochen und Monaten werden dort noch einige Überraschungspremieren mehr stattfinden.

Fazit:
CUBA’S LOVE AND SUICIDE macht vieles richtig, und einiges falsch – insgesamt bleibt lediglich der Eindruck eines oberflächlichen, aber immerhin vom Setting interessanten, Liebesfilms übrig, der in seinen stillen Momenten weitaus besser funktioniert, als in seinen „künstlerischen“.

Wertung:
5/10 Punkte

Link: www.s-i-p.at Sneak Eye Pictures 

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