![]() ![]() Eagle Eye OT: Eagle Eye Regie: D.J. Caruso Drehbuch: Dan McDermott, Hillary Seitz Filmstart: 10.10.2008 | Laufzeit: xx Minuten | Thriller |
Der Verteidigungsminister der USA Geoff Callister (Michael Chiklis) sieht sich mit den neusten Aufnahmen, seiner streng geheimen Überwachungszentrale konfrontiert: Die Bilder aus Afghanistan zeigen entweder das Treffen von Terroristen oder eine ganz normale Beerdigung. Was soll also geschehen? Während der Minister noch überlegt, meldet sich auch schon der Präsident persönlich. Doch obwohl sein Verteidigungsminister ihm von einem Angriff abrät, beschließt dieser Raketen abzufeuern. Wie sich später noch zeigen soll wird dies für alle ungeahnte Konsequenzen haben.
Die Idee zu Eagle Eye stammt von niemand geringeres als von Hollywood Regielegende Steven Spielberg, und man muss auch anerkennen, dass die Grundidee durchaus interessant ist. Nur leider fängt das Konzept schon bald zu bröckeln an, entwickelt sich in eine abstruse und abwegige Richtung und bricht schließlich völlig auseinander. Dies ist allerdings lediglich den Drehbuchautoren zuzuschreiben, die leider völlig abwegige Vorstellungen in den Film integriert haben, und somit freiwillig auf jede Glaubwürdigkeit verzichten. Regisseur D.J. Caruso und sein Team geben sich in Folge reichlich Mühe und schaffen es den Film zumindest seinen Unterhaltungswert zu erhalten.
Wer steckt hinter allem und woher kommt diese Allmacht um alles zu kontrollieren? Zugegeben, das Setting ist bereits hier sehr unglaubwürdig, aber man hegt noch die Hoffnung auf eine zufriedenstellende Auflösung, und vor allem schafft es das immens hohe Tempo und die gut gemachte Action die Schwächen des Films zu kaschieren. Zu diesem Zeitpunkt wirkt Eagle Eye wie die Web 2.0 Version von Der Staatsfeind Nummer 1 auf Speed. Doch leider wird sich später entpuppen, dass dieser Beginn, der noch über den Bonus des Ungewissen verfügt, die mit Abstand stärkste Phase von Eagle Eye ist.
Denn über die zahlreichen Plotholes, die abstruse Wendungen und den deplatzierten Storyverlauf können weder die guten Darsteller, noch die fein inszenierte Action von D.J. Caruso hinwegtrösten. Als einzige Lösung bleibt somit eigentlich das Gehirn auszuschalten und zu versuchen Eagle Eye trotz seinen Schwächen zu genießen. Möglich ist dies durchaus, hat der Film doch einen recht hohen Unterhaltungswert, aber wie gesagt sollte man es vermeiden zu sehr über das Gezeigte nachzudenken. Denn dann zerfällt der Film völlig in seine Einzelteile und lässt doch einen sehr dämlichen Eindruck zurück.
Fazit:
Eagle Eye beginnt äußerst vielversprechend. Das Tempo ist, genau wie der Unterhaltungswert, sehr hoch und die Story ist zunächst noch faszinierend. Doch sobald das große Geheimnis des Films gelüftet ist, ist die Faszination dahin. Denn der Film nimmt eine haarsträubend dämliche und realitätsfremde Wendung, sodass man am besten das Gehirn abschaltet und versucht den Unterhaltungswert zu genießen. Manchen wird das gelingen, manchen nicht. Wie dem auch sei, Eagle Eye verschenkt einige Möglichkeiten, bleibt aber zumindest unterhaltsam.
Wertung:
6/10 Punkte
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