Bangkok Dangerous (2008)

OT: Bangkok Dangerous - 108 Minuten - Action / Drama
Bangkok Dangerous (2008)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Bangkok Dangerous

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Quo Vadis Nicolas Cage? Was ist nur aus dem einstigen Publikumsmagneten, sympathischen Actionhelden und ausdrucksstarken Charakterdarsteller geworden? Seit Jahren schlägt er sich durch mittelmäßige bis schwache Produktionen, lediglich unterbrochen durch kurzzeitige Hochs wie Lord of War, und schön langsam muss man sich fragen ob der A-Listen Star bald schon als Direct-to-DVD Rabauke sein Umwesen treiben wird. Denn wie er sich in Bangkok Dangerous durch einen von vorne bis hinten unausgegorenen Film quält hat schon etwas sehr bemitleidenswertes. Und leider ist so etwas keine Ausnahme mehr, sondern schon fast zur Regel im filmischen Schaffen von Cage geworden.

Joe (Nicolas Cage), ein eiskalter Auftragskiller, ist in Bangkok um dort vier Feinde von Gangsterboss Surat zu töten. Er stellt den Kleinganoven Kong (Shahkrit Yamnarm) ein um ihn zu unterstützen. Der ursprüngliche Plan war es den Komplizen am Ende zu töten, doch stattdessen beschließt Joe ihn auszubilden. Außerdem ist Joe müde geworden, er hinterfragt sein Geschäft und beginnt an seiner Arbeit zu zweifeln. Alles wird noch schlimmer als er sich in eine Verkäuferin verliebt, aber gleichzeitig seine Aufträge zu Ende bringen muss…

Nicolas Cage sollte sich nicht nur einen neuen Frisör suchen (wer hat eigentlich die Frisuren in seinen letzten Filmen verbrochen?), er sollte schön langsam auch darauf verzichten jede Rolle nur wegen des Geldes anzunehmen. Denn dass er hier nicht völlig hinter dem Projekt steht ist offensichtlich. Angeblich war er es ja der von sich aus die Rolle gerne spielen wollte, aber wenn man sieht wie er stoisch, ohne jede Freude am Spiel, und scheinbar völlig ohne Talent durch die Szenen schleicht, seine Kommentare herunterrasselt und dabei so unglaublich peinlich wirkt, dann muss man diese offiziellen Statements einfach hinterfragen.

Das Thema ist dabei nicht unbedingt hilfreich, weil schon öfter verwendet, sodass man es schon sehr gekonnte anpacken muss um etwas Großes zu bewirken. Doch dieses Unterfangen ist in Bangkok Dangerous von Grund auf missglückt. Der Film findet in keiner Sekunde seine Stärke, kann nie Atmosphäre aufbauen und scheitert im Endeffekt auf ganzer Linie. Am schwersten wiegt wohl das Unvermögen einen stringenten Film zu erschaffen. Stattdessen gibt es nur lauwarme Einzelhäppchen, die sich nie zu einem großen Ganzen zusammenfügen.

Warum der langjährige Auftragskiller plötzlich Gewissensbisse bekommt, muss und kann man auch akzeptieren, aber aus welchem Grund der einsame Wolf einen dahergelaufenen Straßenganoven zu seinem Assistenten ausbildet und ihm die Geheimnisse des Berufs erläutert bleibt ein Rätsel. Denn egal aus welcher Sicht man es auch betrachtet, dieser Umstand schwächt Joe auf jeder Ebene, und es ist einfach völlig unglaubwürdig, dass er sich diese Bürde selbst auflädt.

Bangkok Dangerous zeigt seine miese Qualität überhaupt immer dann, wenn der Film  versucht zwischenmenschliche Gefühle einzubauen. Und da die Actionszenen höchstens mäßig gestaltet sind, und der Film auch den Schwerpunkt generell eher auf eine emotionale Ebene legt, kommen diese Schwächen auch eklatant zu tragen. Durch das lieblose Spiel kann man in keinem Augenblick Sympathien zu Joe aufbauen, und durch das brüchige Drehbuch und die schwache Regie, kann die Geschichte nie ihre Kraft entfalten. Somit gibt es auch eigentlich keinen Grund sich dieses Werk anzutun. Es sei denn man will unbedingt sehen wie es mit Nicolas Cage weiter bergab geht.

Fazit:
Bangkok Dangerous ist erschreckend schwach gespielt, basiert auf einem Drehbuch voller Lücken und wurde mit einer brüchigen Regie weiter zerstückelt. Das fertige Ergebnis fühlt sich so dermaßen unrund und holprig an, dass es fast weht tut. Da auch die Action höchstens mäßig ausgefallen ist, sollte es nicht allzu schwer sein eine bessere Alternative im Kino zu finden.

Wertung:

3/10 Punkte 

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Ø Wertung: 4.3/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 6
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