![]() ![]() 96 Hours OT: Taken Regie: Pierre Morel Drehbuch: Luc Besson, Robert Mark Kamen Filmstart: 20.02.2009 | Laufzeit: | Thriller |
Bryan Mills (Liam Neeson) hat seine Arbeit bei der Regierung gekündigt, um als Personenschützer in der Nähe seiner Tochter Kim (Maggie Grace) arbeiten zu können. Diese lebt längst bei ihrer Mutter und deren reichen neuen Mann. Bryan hat nur mehr wenig Kontakt zu ihr, liebt aber seine Tochter über alles. Doch als Kim gemeinsam mit einer Freundin nach Paris reisen will stellt er sich quer, da er die Welt für zu gefährlich für seine kleine Tochter hält. Nur durch die Argumente seiner Ex-Frau lässt er sich doch noch breitschlagen. Doch bald schon soll er seinen Beschluss bereuen: Denn als ihn seine Tochter von Paris aus anruft, muss er mit anhören wie Entführer bei ihr einbrechen und sie verschleppen. Erfahrungsgemäß bleiben ihm 96 Stunden bevor er keine Chance mehr hat sie zu finden. Also begibt er sich nach Paris und startet eine unerbitterliche Jagd auf die Verbrecher, und kennt dabei keine Gnade…
Zu Beginn erinnert 96 Hours noch gar nicht an die rasende Actionbombe die er später werden soll, sondern eher an ein Charakterdrama. Liam Neeson wird als liebevoller Vater eingeführt, der seiner Tochter nichts bieten kann, das sie von ihrem reichen Stiefvater nicht bekommen könnte. Doch diese Einführung ist schnell vom Tisch, und der Film besinnt sich auf sein Grundthema. Stilistisch hat man sich dabei etwas von den Bourne Filmen abgeschaut, was man besonders am rasanten Tempo erkennen kann.
Natürlich wird es manche geben, die mit den Logikprobleme nicht klar kommen, und sicherlich wäre es möglich gewesen, dass 96 Hours noch besser wird, aber das Konzept funktioniert auch so prächtig. Liam Neeson überzeugt in der Rolle als unbarmherziger Racheengel, nur Maggie Grace, die als 25 Jährige eine Minderjährige spielen muss, wirkt etwas unbeholfen. Doch da man es so vortrefflich schafft den Zuseher auf den Schleudersitz zu befördern und ihn in rasend schnellen 93 Minuten durchrüttelt, kann man über die Schwächen gerne hinwegsehen. Denn als Adrenalinbombe zündet 96 Hours wahrlich hervorragend.
Fazit:
96 Hours ist politisch unkorrekt, nicht immer logisch, aber dafür emotional außerordentlich stark. Als Zuseher wird man direkt in die Achterbahn gesetzt und auf eine rasende Fahrt geschickt. Dabei ist 96 Hours trotz seinen Schwächen ein äußerst befriedigendes Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Denn der Film lässt einem genau das erleben was man in Wirklichkeit nicht machen darf, und obwohl sich manche sicher darüber brüskieren werden, ist das Kino doch genau der richtige Ort um solche Gefühle zu durchleben. Wenngleich man also nichts intellektuelles erwarten darf, ist 96 Hours doch zumindest emotional außergewöhnlich stimmig.
Wertung:
8/10 Punkte
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