Die Stiefbrüder (2008)

OT: Step Brothers - 98 Minuten - Komödie
Die Stiefbrüder (2008)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Die Stiefbrüder

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Will Ferrell, der Name am Poster ist ein direktes Versprechen für den Film. Hier wird es seicht, unkompliziert und derb komisch (von Ausnahmen wie Schräger als Fiktion abgesehen). Mit Co-Star John C. Reilly hat er dabei scheinbar einen Bruder im Geiste gefunden, wenngleich dieser ja lange Zeit vor allem als ernsthafter Schauspieler bekannt war, und mit Regie-Kumpel Adam McKay hat man auch jemanden gefunden, der den Darstellern genügend Freiraum lässt, damit sie ihre Blödelorgien starten können. Als Produzent fungiert Comedy-Großmeister Judd Apatow und fertig ist das durchaus fähige Team, das  für einen derben, unterhaltsamen Abend mit Charme sorgt.

Dale Doback (John C. Reilly) lebt alleine mit seinem Vater Robert (Richard Jenkins) und Brennan Huff (Will Ferrell) lebt alleine mit seiner Mutter Nancy (Mary Steenburgen). Die Leben der beiden Familien sollen sich gründlich verändern, als sich Robert und Nancy kennen und lieben lernen und schließlich heiraten. Nun müssen die beiden jung gebliebenen Erwachsenen lernen miteinander auszukommen, und gleichzeitig müssen sie versuchen ihren kindlichen Lebensstil zu verteidigen, denn Robert will dass sie ausziehen und sich einen Job suchen. Doch trotz zahlreichen Streitereien haben die Stiefbrüder einiges gemeinsam. Zum einen ist dies die Liebe für ihren Lebensstil und zum anderen ist es der Hass auf den gemeinsamen Feind: Auf Brennans Bruder Derek (Adam Scott)…

Will Ferrell Filme muss man mögen, und da ist Die Stiefbrüder keine Ausnahme. Judd Apatow Fans müssen den Film allerdings nicht unbedingt sehen, denn bis auf wenige Ausnahmen ist nur wenig von seiner Handschrift zu spüren. Denn es handelt sich klar um einen Ferrell Film, bei dem sich die anderen seinen Stil anpassen müssen. Als glücklich erweist sich die Besetzung von John C. Reilly, denn die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern ist, in guten wie in schlechten Zeiten, ein ganz großer Pluspunkt des Films.

Ansonsten schafft es Will Ferrell immer wieder vortrefflich, dass er seichten und vor allem derben Humor so liebevoll rüberbringt, dass man einfach lachen muss. Gut, er wird mit diesem Vorgehen nie in den Olymp der Komödien-Stars aufsteigen, dazu fehlt ihm das nötige Feingefühl und die Fähigkeit für intelligente Komik, aber zumindest für einen unterhaltsamen Abend zum Entspannen und Abschalten ist gesorgt. Und mehr wird man von Die Stiefbrüder auch gar nicht erwarten.

Dabei hat der Film aber leider zu oft Probleme mit dem Tempo. Denn so witzig die Grundidee auch ist (zwei Erwachsene, die sich ganz einfach weigern ihrem Alter gerecht zu werden, und sich so wie zwei trotzige Kleinkinder benehmen), so schnell hat man sich auch ans Konzept gewöhnt und erwartet mehr. Hier greifen die beiden Hauptdarsteller zwar oftmals rettend ein und sorgen mit köstlich dämlicher Blödelei für gute Stimmung, aber das schiebt die Probleme nur hinaus, weswegen es immer wieder kleinere Hänger gibt, die den Genuss trüben.

Doch davon sollte sich ein geneigtes Publikum nicht abschrecken lassen: Wer Will Ferrell mag, der wird auch Die Stiefbrüder mögen, wer nicht, der braucht sich mit dem Film nicht lange aufhalten. Im Wesentlichen ist der Film eine großteils unterhaltsame Ansammlung von Einzelsituationen, der es schafft das Publikum bei der Stange zu halten. Reicht sicher nicht um lange in Erinnerung zu bleiben, aber als Häppchen für Zwischendurch ist der Film sicher geeignet.

Fazit:
Die Stiefbrüder ist klassische Will Ferrell Unterhaltung wie man sie aus Filmen wie Semi-Pro, usw. kennt. Doch im Gegensatz zu vielen Kollegen schafft es Ferrell seinen derben und meistens seichten Humor sympathisch rüberzubringen und sorgt somit für köstliche Unterhaltung. Auch die Chemie mit Kollegen John C. Reilly stimmt sichtlich, doch über die generellen Schwächen und Längen des Drehbuchs kann auch dies leider nicht hinwegtrösten. Somit bleibt Die Stiefbrüder ein großteils unterhaltsamer Film für Zwischendurch, der zwar für gute Stimmung sorgt, aber auch schnell vergessen sein wird.

Wertung:

6/10 Punkte 

Filmering.at
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Liste von hans-dieter
Erstellt: 09.06.2015