Disaster Movie

OT:  Disaster Movie   -  90 Minuten -  Komödie 
Disaster Movie
Kinostart: Unbekannt
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Filmkritik zu Disaster Movie

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Wenn man für alle amerikanischen Produktionen eine Art Intelligenzquotienten ermitteln würde, dann würde es wohl reichen die Filme von Jason Friedberg und Aaron Seltzer aus der Liste zu nehmen um einen signifikanten Anstieg zu erreichen. Durch ihre von Mal zu Mal dümmer werdenden (setz eine beliebigen Titel ein)-Movie Filme haben sie einen maßgeblichen Anteil daran, dass das amerikanische Komödienlevel von Jahr zu Jahr sinkt. Doch nun scheint endlich Besserung in Sicht: Nicht etwa weil ihr neustes Werk gut ist (es ist vielleicht sogar das schlechteste von all ihren Filmen), sondern weil das Publikum scheinbar endlich erkannt hat, dass solche Filme nur durch konsequentes Fernbleiben auf lange Sicht aus der Kinokultur getilgt werden können.

Nachdem Will (Matt Lanter) mit seiner Freundin Amy (Vanessa Minnillo) Schluss gemacht hat, schmeißt er erstmal eine „Sweet Sixteen“ Pary, obwohl er mittlerweile 28 Jahre alt ist. Bei der Party treffen sich die schwanger Juney (Crista Flanagan), Calvin (G. Thang) samt Freundin Lisa (Kim Kardashian) und noch viele andere. Doch plötzlich wird die Stadt von Asteroiden getroffen und Chaos macht sich breit. Schließlich muss Will erkennen, dass seine Ex, Amy, in die er immer noch verliebt ist, im Museum gefangen ist, und muss sich mit seinen Freunden quer durch die Stadt schlagen um sie zu retten…

Gut, wer Fantastic Movie und Meine Frau, die Spartaner und Ich gesehen hat, der sollte bereits vorgewarnt sein, aber trotz allen unterirdischen Erwartungen stellt Disaster Movie doch ein Novum dar. Zweifellos waren die beiden Vorgänger schon nicht mehr zu ertragen, aber jetzt ist definitiv eine Schmerzgrenze überschritten. Und dies ist keinesfalls als tabubrechende Grenze gemeint, denn Disaster Movie ist schlicht so dilletantisch, so schlecht und einfach so leer und verblödend, dass man sich nicht wundern braucht, wenn es nach dem Screening im Kino einen Publikumsaufstand gibt. Denn jeder der für diesen Film sein Geld hinlegt, der wird sich wohl kräftig verarscht fühlen.

Positiv ist dabei nur, dass dies das amerikanische Publikum scheinbar auch endlich bemerkt hat. Denn der Film floppte am Box-Office und erhielt bei den beiden großen amerikanischen Kinoportalen Rottentomatoes.com (0% von den Kritikern) und Imdb.com (1,3/10 vom Publikum) verheerende Bewertungen. Man kann sich jetzt nur mehr hinknien und zu Gott beten, dass Hollywood seine Ressourcen sinnvoller investieren wird. Denn egal durch welchen Film man die Jason Friedberg und Aaron Seltzer Filme ersetzt, es kann nur bergauf gehen.

Eigentlich ist es überhaupt ein Rätsel, dass man als Filmemacher so wenig Anstand hat so einen angesammelten Haufen Müll zu produzieren. Es gibt kein Konzept, keine wiedererkennbare Handlung (wie bei deutlich besseren Spoof-Movies) und die Gags befinden sich durch die Bank auf unterirdischem Niveau. Man kann sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass die Filmemacher wirklich denken ein Publikum so unterhalten zu können. Viel mehr riecht alles nach gezielter Abzocke, doch Gott sei dank wird dies beim nächsten Film wohl noch weniger funktionieren als hier.

Ich muss mich auch beim Publikum entschuldigen, denn als Kritiker bin ich an diesem Film zweifellos gescheitert. Denn ich habe nicht wirklich etwas über diesen Erguss zu berichten, und es bleibt zu hoffen, dass das heimische Publikum erst gar nicht entscheiden muss ob es dieses peinliche Machwerk sehen muss. Denn ich wünsche es mir wirklich von Herzen, dass sich die Filmverleiher bessere Alternativen finden, und Disaster Movie in den Untiefen der vergessenen Filme verschwinden wird. Jeder Gedanke, jedes Wort und jeder Cent den man an diesen Film verschwendet ist schlichtweg verschenkt. Und deshalb möge mir der geneigte Leser auch bitte verzeihen, dass ich mir nicht die Mühe mache näher auf diesen Schund einzugehen. Denn das Ende der Fahnenstange ist längst erreicht, und mir steht es bis zum Rand mit den Jason Friedberg und Aaron Seltzer Filmen.

Fazit:
Die Schmerzgrenze war ja schon mit den vorigen Friedberg/Seltzer Filmen erreicht, aber schön langsam langt es wirklich. Ohne Konzept, ohne Wiedererkennungswert, ohne Charakter und ohne Witz quält man das Publikum bis dann endlich der erlösende Abspann erscheint. Wenigstens ist der Film kurz: Wie die offizielle Laufzeit von 90 Minuten zustande kommt ist mir nicht ganz klar. Tragisch, dass man den kurzen Film noch mit einigen Songeinlagen weiter strecken muss, damit er überhaupt auf eine kinotaugliche Laufzeit kommt. Doch man soll sich erst gar nicht mit solchen Dingen aufhalten. Disaster Movie bewegt sich selbst unter den niedrigsten Qualitätsstandards und sehenswert bleibt dieser Erguss wohl nur für diejenigen, die Fantastic Movie und Meine Frau, die Spartaner und Ich zu ihren Lieblingsfilmen zählen.

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