Crank

OT: -  83 Minuten -  Action
Crank
Kinostart: 21.09.2006
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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450
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Filmkritik zu Crank

Von am

Jason Statham ist dem geneigten Filmfan bereits seit seinem Schauspieldebüt in Guy Ritchies Bube, Dame, König, Gras ein Begriff. Allerspätestens kennt man ihn durch seinen sehr coolen Auftritt in Snatch, aber dass der smarte Brite einemal die Actionhoffnung Hollywoods werden würde, hätte damals wohl keiner gedacht. Doch spätestens als er im Action-Feuerwerk The Transporter die Hauptrolle übernahm, schlugen die Herzen der Actionfans für ihn. Das Publikum wünscht sich wieder charismatische und raubeinige Antihelden, wie sie Bruce Willis oder Mel Gibson in den 80ern darstellten. Die modernen Actionhelden konnten sich in dieser Rolle nicht so gut profilieren und da kam Jason Statham gerade richtig.

 

Es tut so richtig gut mal wieder einen Film wie Crank zu sehen. Ohne lange Einführung der Charaktere wird man sofort ins Geschehen geworfen und heftet sich 83 energiegeladene Minuten an die Fersen des Hauptdarstellers Jason Statham. Chev (Jason Statham) wacht in seinem Bett auf und fühlt sich komisch. Er kämpft sich durch seine Wohnung und entdeckt eine DVD, welche mit den einladenden Worten "Fuck you" beschriftet ist. Die DVD zeigt wie der Gangster Ricky Verona (Jose Pablo Cantillo), Chev eine Spritze injiziert und er erklärt ihm auch gleich was diese Spritze bewirkt: Das Mittel lässt Chevs Herzschlag langsamer werden, bis er schließlich innerhalb einer Stunde sterben wird.

 

Doch Chev denkt gar nicht daran sich in eine Ecke zu setzen und in Ruhe zu sterben. Er springt in seinen Wagen und will Ricky um jeden Preis mit in den Tod nehmen. Doch unterwegs entdeckt er eine weitere Besonderheit die sein Zustand mit sich bringt: Er kann nicht stehen bleiben, sonst hört sein Herz auf zu schlagen. Sein Arzt rät ihm seinen Körper ständig zu fordern um die Adrenalinausschüttung aufrecht zu halten. Nun macht sich Chev auf den Weg um seine Rache zu vollenden...

 

Zugegeben: Die Story des Films ist wahrlich nicht realitätsnah und diese Eigenschaft zieht sich auch konsequent durch den Film. Chev wirkt wie ein Übermensch, der alles mit einer zynischen Floskel abtut und auch wirlich jede Hürde problemlos meistert. Doch dies ist eigentlich für den Filmgenuss vollkommen irrelevant. Crank macht einfach Spaß und obwohl es stellenweise sehr brutal zugeht, vergisst Crank nicht seinen Standpunkt als Unterhaltungsfilm und wird nie zu heftig. Crank ist einfach ein Actionfilm der alten Schule mit einem charismatischen Antihelden, der seinem Schicksal mit einem flotten Spruch auf den Lippen entgegen tritt.

 

Dabei wird das gesamte Register der modernen Präsentationstechnik genutzt. Split-Screens gehen mit rasanten Zeitrafferaufnahmen Hand in Hand und Crank behält sein atemberaubendes Tempo beinahe über die ganze Laufzeit bei. Lediglich am Ende geht dem Film etwas die Luft aus, aber durch den spektakulären Thrill-Ride den man zuvor erleben durfte, kann man es verzeihen das der Spannungsbogen zum Ende hin abflacht. Auch die eingebaute Geschichte mit Chevs Freundin will sich nicht so ganz in das Gefüge des Films einordnen, aber dies sind nur kleine Kratzer an der Oberfläche des Films.

 

Crank steht und fällt mit seinem Hauptdarsteller Jason Statham. Wer ihn nicht mag wird den Film auch nicht mögen. Man heftet sich über die ganze Laufzeit an ihn und sowas wie Nebenstränge gibt es nicht. Dies ist allerdings ein großer Pluspunkt für den Film. Er zieht seine Geschichte kompromisslos und geradlinig durch. Deshalb ist es auch so ein Vergnügen sich auf diese Achterbahnfahrt mitnehmen zu lassen: Crank macht von Anfang an Spaß und die Ähnlichkeiten zwischen Bruce Willis und Jason Statham sind verblüffend. Für Fans von Actionfilmen der alten Schule ist Crank auf jedenfall ein sehr heisser Tipp.

 

Fazit:

Crank ist ein rasanter Actionfilm, dessen Story zwar hauchdünn ist, der aber dafür sehr viel Spaß macht. Jason Statham etabliert sich als knallharter Actiondarsteller, der meiner Meinung nach momentan der einzige ist, der die Erbschaft der 80er Actionikonen antreten kann. Mit Crank hat er einen Schritt in die richtige Richtung gesetzt und ich empfehlen allen Actionfreunden dieses Adrenalin-Feuerwerk.

 

Wertung:

8/10 Punkte

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 6.9/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 77
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