![]() ![]() Babylon A.D. OT: Babylon A.D. Regie: Mathieu Kassovitz Filmstart: 11.09.2008 | Laufzeit: | Science-Fiction |
Ein namenloses Land, irgendwo in Osteuropa, in naher Zukunft: Toorop (Vin Diesel) lebt hier umgeben von Armut, Chaos und Zerstörung. Er ist ein Söldner, der für Geld fast alles macht, aber im Gegensatz zu einigen Kollegen hat er sich zumindest ein wenig Berufethos bewahrt. Eines Tages macht ihm der Unterwelt-Boss Gorsky (Gérard Depardieu) ein Angebot das er nicht ablehnen kann: Er soll ein junges Mädchen nach New York schmuggeln. Im Gegenzug erhält er eine neue Identität und genügend Geld um sich in Amerika ein neues Leben aufzubauen. Doch bald schon muss er entdecken, dass der Transport von Aurora (Mélanie Thierry) und ihrer Leibwächterin (Michelle Yeoh) gefährlicher wird als er befürchtet hat. Denn hinter Aurora verbirgt sich ein tödliches Geheimnis…
Doch an dieser Stelle kann durchaus entwarnt werden. Denn so schlecht wie man nach diesen Aussagen befürchten könnte, ist Babylon A.D. sicher nicht. In der ersten Hälfte ist der Film sogar noch richtig gut. Zugegeben, man kann auch dort erkennen, dass man kein unbegrenztes Budget zur Verfügung hatte, aber dies ist für den Film noch nicht einmal schlecht. Denn so konzentriert man sich vor allem auf eine dichte Atmosphäre, ein interessantes Endzeit-Setting, und vor allem auf eine Welt, die so interessant beschrieben wird, dass sie im Kopf des Zusehers weiter wächst.
Von der Endzeit-Atmosphäre ist wenig übrig, die Handlung weicht der nur durchschnittlichen Action und die Geschichte fühlt sich merklich unrund an. Vermutlich hat Fox einfach kalte Füße bekommen, als sie sahen dass Kassovitz’ Film zu untypisch für einen Mainstream Actionfilm werden könnte. Wirklich schade ist dies aber vor allem für das Publikum, das, nachdem es noch zuvor in eine liebevoll gestaltete Welt eintauchen konnte, plötzlich herausgerissen wird, und sich in einem herzlosen Actionfeuerwerk wieder findet.
Fazit:
Babylon A.D. überrascht zunächst mit einer wirklich starken ersten Häfte, in der es der Film schaffte ein faszinierende Welt zu erschaffen in der man sich gerne verliert, mit einer knackigen Atmosphäre und einer kompakten Geschichte. Doch danach zerfällt der Film leider in seine Einzelteile. Unbefriedigende Action, ein abstruser Storyverlauf und der Verlust der kalten Atmosphäre drücken die Qualität leider nach unten. Vin Diesel macht dabei durchwegs eine gute Figur, hätte sich aber endlich einen Film verdient, mit dem er beweisen kann, dass er einer der besten modernen Actionhelden ist. Wie dem auch sei, Babylon A.D. ist ein zwiespältiges Erlebnis.
Wertung:
6/10 Punkte
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