Death Race

OT: Death Race - 89 Minuten - Action
Death Race
Kinostart: Unbekannt
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Filmkritik zu Death Race

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Death Race, wer den Titel liest, oder gar den Trailer gesehen hat, der weiß was ihn erwartet. Hier sollte man das Gehirn an der Kasse abgeben, die weibliche Begleitung am besten zuhause lassen, und wenn möglich in gut gelaunter Männerrunde einlaufen. Denn die Machoschlacht, umgesetzt als B-Movie No-Brainer Unterhaltung kann man wohl nur auf diese Weise genießen. Fair gesagt gibt es wohl nur zwei Arten auf diesen Film zu reagieren: Entweder man steigt ein, oder man wählt den Notausstieg. Denn obwohl Death Race ganz offensichtlich ein dumpfer Hüftschuss ist, den man wirklich nicht braucht, könnte die Konsequenz mit der dies umgesetzt wurde doch schon wieder so manchem imponieren.

Im Jahr 2012 ist die Wirtschaft zusammengebrochen, was schließlich zu einem Anstieg der Kriminalität geführt hat. Um den Menschen Hoffnung zu geben, wurde ein neues Entertainment Programm eingeführt: Death Race. Verbrecher treten bei einem Autrennen, auf Leben und Tod gegen einander an, und wenn ein Fahrer fünf Mal gewinnen sollte, dann wird er freigelassen. Jensen Ames (Jason Statham) hat mit dem eigentlich wenig zu tun: Er ist ein hart arbeitender Familienvater, doch sein Leben wird auf den Kopf gestellt, als ein Einbrecher seine Frau tötet, und er ehe er sich versieht unschuldig wegen Mordes hinter Gitter sitzt. Hennessey (Joan Allen), die Organisatorin von Death Race schlägt ihm einen Deal vor: Wenn Jensen mit der Maske des verstorbenen Publikumsliebling Frankenstein ein Rennen gewinnt, dann ist er wieder auf freiem Fuß…

Death Race ist, wie die Inhaltsangabe schon verrät, klassische B-Movie Unterhaltung. Nicht umsonst wurde das Original Death Race 2000 von B-Movie König Roger Corman produziert. Die Handlung ist so simpel, abgehoben und durchgeknallt, dass man nur darüber schmunzeln kann und mit Regisseur Paul W.S. Anderson hat man genau den richtigen Mann gefunden um diesen Stoff zu verfilmen. Eigentlich macht er das was er mit Filmen wie Mortal Kombat und Resident Evil auch gemacht hat: Er serviert leicht billige Unterhaltung in schönem Gewand und versucht damit für ein simples Vergnügen zu sorgen.

Sicher gibt es noch immer Leute die genau das sehen wollen, aber man muss auch sagen, dass sich das ganze Konzept schon reichlich abgestanden anfühlt. Die markigen Sprüche eines Jason Statham, der mit seinem Charisma einer der wenigen Pluspunkte des Films ist, fühlen sich leider nicht rau und hart an, sondern dadurch, dass man genau weiß, dass im Endeffekt nur eine Hollywood Großproduktion auf B-Movie getrimmt wurde, verlieren sie jede Authentizität. Viel schlimmer noch, sie fühlen sich nämlich nur wie streng durchkalkulierte Gags an, um das Gesicht als dreckiger Actionfilm nicht zu verlieren.

Weiters ist es sehr abgestanden, dass man sich quasi an jedem Gefängnisfilmklischee das existiert bedient und diesen Ansatz auch voll durchzieht. Unterbrochen werden die Klischeesammlungen nur durch die mäßig interessanten Actionszenen, die verdächtig an ein Computerspiel erinnern, bei dem man gerne selbst Hand anlegen würde, aber zum Zusehen verdammt ist. So mögen vielleicht manche Jugendliche zu Jubeln beginnen, aber wer schon besseres gesehen hat, dem wird bewusst sein, wie uninspiriert die Actionszenen in Death Race wirklich sind. Stellenweise wirkt der Film wie die glatte Kopie von The Running Man.

Doch man soll Death Race auch nicht einfach nur verteufeln. Denn schließlich verbirgt der Film auch gar nicht was er ist, und er macht auch keinen Hehl daraus, dass er nie mehr sein will. Simple, unkomplizierte Unterhaltung, die sich an so manchem Klischee bedient, durch gezielte Testosteronschübe vorwiegend auf ein pubertierendes männliches Publikum konzentriert und gar kein Interesse hat wirklich hochwertig zu unterhalten. Denn schließlich durchzieht der billige Flair das gesamte Konzept des Films, und Regisseur Paul W.S. Anderson scheint zu mehr auch gar nicht fähig zu sein.

Fazit:

Death Race ist wirklich kein Pflichttermin, es ist ja noch nicht einmal gute Unterhaltung. Mit aller Gewalt wollte man scheinbar das Billigfilm-Flair aufrechterhalten, und von der Story angefangen, bis hin zur Umsetzung der faden Actionszenen hat man sich auch an dieses Konzept gehalten. Die übertriebenen Machoallüren des Films machen schließlich auch klar, dass die Zielgruppe vorwiegend pubertierende Jungendliche sind, die noch nie etwas Besseres gesehen haben und sich so auch mit dem hier gezeigten zufrieden geben. Wer ein ähnliches Konzept unterhaltsamer sehen will, sollte sich The Running Man ansehen. Aber positiv vermerkt werden muss auch, dass sich Death Race zumindest konsequent an seinen Stil hält. Wer diesen mag, könnte also zufrieden aus dem Kino gehen.


Wertung:

4/10 Punkte

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Ø Wertung: 5.8/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 13
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Liste von Missdavies
Erstellt: 18.10.2015