Mirrors

OT:  Mirrors   -  110 Minuten -  Horror 
Mirrors
Kinostart: 31.10.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Mirrors

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Mirrors sorgt noch vor dem tatsächlichen Ansehen für eine etwas zweigeteilte Erwartungshaltung. Auf der einen Seite reiht sich der Film in die Welle der Hollywoodremakes asiatischer Horrorfilme ein, diesmal Into the Mirror, aber auf der anderen Seite sitzt ein sehr fähiger Mann auf dem Regiestuhl. Alexandre Aja konnte sich mit seinem französischen Horrorfilm High Tension einen Namen machen, und sein beinhartes The Hills Have Eyes Remake belegte, dass er sich auch von der Traumfabrik nicht einschüchtern lässt. Doch leider muss man sagen, dass der talentierte Regisseur hier großteils gescheitert ist.

Benjamin Carson (Kiefer Sutherland) ist am Ende. Der Ex-Polizist, hat sich nach dem Tod seines Partners, den er unbeabsichtigt verschuldet hat, in die Alkohol- und Tablettensucht geflüchtet. Dies hat ihn von seiner Frau Amy (Paula Patton) und seinen Kindern Michael (Cameron Boyce) und Daisy (Erica Gluck) entfremdet, sodass er erstmal von zuhause ausgezogen ist und vorläufig bei seiner Schwester Angela (Amy Smart) lebt. Um sich finanziell über Wasser zu halten nimmt er einen Job als Nachtwächter im verlassenen Mayflower Building in Manhattan an. Doch bald schon muss er erkennen, dass es dort nicht mit rechten Dingen zu geht…

Zugegeben, so negativ die Vorahnung auch sein mag, wenn sich wieder einmal ein weiteres Asia-Remake anschleicht, man muss auch zugeben, dass der R-Rated Trailer zu Mirrors durchaus vielversprechend war. Ausserdem hat Alexandre Aja mit The Hills Have Eyes bewiesen, dass er ein gutes Remake drehen kann, das ganz nebenbei über eine der beeindruckendsten Terror-Atmosphären der letzten Zeit verfügt. Doch das fertige Produkt Mirrors bringt schnell Ernüchterung: Viel zu inkonsequent weiß der Film nicht wirklich worauf er hinaus will, verfügt zwar über einige gelungene Schockmomente, aber kann auf lange Sicht nicht wirklich für Angst sorgen.

Kiefer Sutherland, der durch seine, überall positiv aufgenommene Darstellung in der TV-Serie 24, wieder auf dem aufsteigenden Ast war, kann hier leider nicht wirklich überzeugen. Viel zu stoisch und unmotiviert wandert er durch die Szenen und kann den Zuseher kaum mitreissen. Doch auch der restliche Cast vollführt keine Meisterleistungen, sondern alles bewegt sich auf überschaubarem Niveau. Doch dies ist noch nicht einmal der Grund warum Mirrors nicht wie beabsichtigt funktioniert.

Es fehlt einfach an einer packenden Grundatmosphäre. Man versucht zu standardkonform für Flair zu sorgen, bringt dabei aber kaum neue Ideen mit ein. Ausserdem ist es schade, dass man sich selbst nicht wirklich an die interne Logik des filmischen Universums hält, was leider den Angstfaktor noch weiter nach unten drückt. Positiv anrechnen muss man Mirrors, dass er durchaus seine Schockmomente hat, aber ein einzelnes kurzes ansteigen der Herzfrequenz ist eben nichts im Vergleich zu einer konstant vorhandenen Gruselatmosphäre. Weiters hat der Film schlicht zu wenig zu erzählen um seine Laufzeit zu rechtfertigen, sodass das Erlebnis noch zusätzlich verwässert wird.

Auch ist das Gemisch aus Melodram, Familiendrama und Gruselfilm nicht immer befriedigend. Am Ende wird es sogar für einen kurzen Moment ziemlich peinlich, sodass der als Höhepunkt geplante Showdown zu einem Stimmungstief wird, aus dem sich der Film nicht wieder erholen kann. Gibt es einen Grund sich den Film dennoch anzusehen? Das kommt wohl darauf an. Ein weiter Wurf ist die Mischung aus abgestandenen Grusel und expliziter Gewalt sicher nicht, aber für einen durchschnittlich unterhaltsamen Abend wird wohl für Freunde des Genres dennoch gesorgt. Aber nichtsdestotrotz ist es für Alexandre Aja ein Schritt in die falsche Richtung.

Fazit:
Wer wegen Alexandre Aja in den Film geht, und sich einen ähnlich harten Film wie The Hills Have Eyes oder High Tension erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht werden. Denn Mirrors verfügt keinenfalls über die grausame Terror-Atmosphäre dieser Filme, sondern versucht lediglich durch kurze Schockmomente den Zuseher zu erschrecken. Wirklich bemerkenswert ist dies nicht, aber für durchschnittliche Gruselunterhaltung, mit einer Prise Brutalität ist gesorgt.

Wertung:

5/10 Punkte 

Filmering.at
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Ø Wertung: 6.4/10 | Kritiken: 2 | Wertungen: 10
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Liste von Al
Erstellt: 21.06.2014