Ananas Express (2008)

OT: Pineapple Express - 111 Minuten - Komödie
Ananas Express (2008)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Ananas Express

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Die Filme von Judd Apatow und seiner Gang sind wahrlich eine wohltuende Abwechslung am Komödienmarkt. Mit Jungfrau (40), männlich, sucht… hat der Aufstieg von Apatow begonnen, und mit Beim ersten Mal hat er seinen vorläufigen Höhepunkt gefunden. Schließlich folgten Filme wie Superbad und Nie wieder Sex mit der Ex, bei denen Apatow nicht selbst Regie führte, sondern seine Freunde ans Werk ließ. Allesamt durchzeichnet die Filme der Apatow-Crew ein Hang zum Nerd als Protagonisten und vor allem ein derber Humor, der aber so sympathisch rübergebracht wird, dass man die Filme einfach lieben muss. Ananas Express ist dabei keine Ausnahme, und sorgt erneut für prächtige Unterhaltung bei Apatow-Fans.

Dale (Seth Rogen) und Saul (James Franco) sind eigentlich gar keine richtigen Freunde. Denn wenn man es genau betrachtet ist Saul ein gemütlicher Marihuana Dealer und Dale sein begeisterter Kunde. Doch da man so ein gemeinsames Hobby hat, nämlich ständig bekifft zu sein, haben sie doch einen recht guten Draht zueinander. Eines Tages versorgt Saul seinen Kunden und eben doch Freund Dale mit einem besonders exklusiven Drogenprodukt, dass es momentan nur bei ihm gibt, und das sich Ananas Express nennt. Dumm nur, dass Dale am selben Abend einen Mord im Haus des größten städtischen Drogenbarons mit ansieht, und bei seiner Flucht eine Tüte eben dieses exklusiven Stoffes fallen lässt. Somit haben Dale und Saul bald schon eine Mördertruppe am Hals…

Es ist ein klassischer Apatow Stoff: Die Aussenseiter geraten in irgendetwas rein, haben keine Ahnung was wirklich vor sich geht, und durch Zufall und Glück kommen sie doch immer irgendwie über die Runden. Nicht umsonst stammt das Drehbuch vom Superbad Autorengespann Seth Rogen und Evan Goldberg. Doch obwohl Ananas Express im Kern köstliche Apatow Unterhaltung garantiert, hat sich doch ein belastender Negativpunkt an Bord geschlichen, der den Spaßfaktor leider etwas bremst: Denn zum ersten Mal versucht man in der Crew auch Action mit einzubauen, und obwohl die Szenen durchaus so wirken, als würde man konventionelles Actionkino gewaltig aufs Korn nehmen, bremsen sie den Fluss des Films doch merklich.

Auch muss erwähnt werden, dass Ananas Express eigentlich nur eine Ansammlung von sehr unterhaltsamen Einzelszenen ist, die durch die köstlich aufgelegten Hauptdarsteller herrlich absurd komisch sind. Denn die Story die erzählt wird, ist höchstens ein leeres Behältnis, welches mit Gags befüllt wird. Ist zwar nicht weiter schlimm, da das Duo Seth Rogen und James Franco für köstliche Unterhaltung sorgen, aber die koheränte Struktur eines Beim ersten Mal, der abseits der Gags auch durch eine interessantere Handlung punkten konnte, wird so nicht erreicht. Vor allem fällt aber auf, dass Ananas Express leider zu wenig zu sagen hat um seine Laufzeit zu rechtfertigen, sodass sich doch so manche Längen bemerkbar machen.

Doch das wars auch schon mit dem Meckern. Man sollte nämlich nicht vergessen, dass Ananas Express eine reine Komödie für Zwischendurch ist, bei der man gemütlich abschalten kann, und sicher auf seine Kosten kommt. Der Blödelhumor ist einfach zu erfrischend, die durchgeknallten Kifferdialoge zu köstlich und vor allem der Humor viel zu abgedreht und verrückt, als das man dem Film lange böse sein könnte. Besonders James Franco sorgt mit seiner genial bekifften Performance für Lacher, aber auch ansonsten stimmen die Zutaten und für einen unterhaltsamen und wirklich witzigen Abend ist gesorgt.

Fazit:
Ananas Express hat wirklich seine ausserordentlich komischen Momente, bei denen man sich vor lachen kaum halten kann und erinnert in seinen besten Szenen sogar an den großartigen The Big Lebowski. Herrlich durchgeknallter Kifferhumor, verrückte Dialoge und schräge Situationen sorgen für herrliche Unterhaltung. Doch leider ist der Film etwas zu lange geworden, die Story ist nur ein Gefäß für die Gags und die Actionszenen sind leider auch nicht gerade prickelnd geworden, sodass sich doch Längen in den Film geschlichen haben. Für einen wirklich komischen Abend wird gesorgt, aber an Beim ersten Mal oder Superbad kommt der Film dann doch nicht ran.

Wertung:

7/10 Punkte 

Filmering.at
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Ø Wertung: 7.3/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 13
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Liste von Steffi89
Erstellt: 05.01.2013