Oceans Thirteen (Ocean's 13) (2007)

OT: - xx Minuten - Komödie
Oceans Thirteen (Ocean
Kinostart: 07.06.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Oceans Thirteen (Ocean's 13)

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2007 ist definitiv das Jahr der dritten Teile. Von allen Schlagzeilen sprang es den Lesern entgegen, dass sich ein großer Boxofficekrieg zwischen den Blockbustern Fluch der Karibik 3, Spider-Man 3 und Shrek 3 anbahnen würde. Die Qualität blieb dabei leider etwas auf der Strecke und den hohen Erwartungen konnte weder die Franchise um Jack Sparrow, noch der Spinnenmann gerecht werden. Auf ein Starvehikel wurde bei der Diskussion um den Blockbuster des Jahres allerdings etwas vergessen: In Ocean´s Thirteen steckten die wenigsten viel Hoffnungen, da Teil 2 der Serie viele enttäuschte. Umso stolzer kann ich hier präsentieren, dass der Film der mit Abstand beste Blockbusteranwärter des Sommers ist. Zumindest im Vergleich zu Spider-Man 3 und Fluch der Karibik 3, da ich Shrek 3 erst begutachten muss.

Diesesmal geht es der charmanten Gaunertruppe rund um Danny Ocean (George Clooney) nicht nur ums bloße Geld, sondern vor allem um Genugtuung. Der skrupellose Casinobesitzer Willy Bank (Al Pacino) hat den Freund der Truppe Reuben Tishkoff (Elliott Gould) übers Ohr gehauen und deswegen musste dieser schwer gezeichnet ins Krankenhaus. Die verschlagene Truppe versammelt sich und überlegt was sie weiterunternehmen wollen. Eigentlich wollten Reuben und Willy nämlich gemeinsam ein gigantisches neues Casino in Las Vegas eröffnen, aber Willy Bank war anderer Meinung und eröffnet das umbenannte Casino "Die Bank" kurzerhand ohne Partner.

Die Gauner machen Willy ein letztes Angebot um Reuben doch noch wieder ins Geschäft zu bringen, doch dieser lehnt übermutig wie er ist, ab. Nun entwickeln Danny, Rusty (Brad Pitt), Basher (Don Cheadle) und die anderen einen Plan bei dem es vor allem um Rache für Reuben geht. Primär wollen sie Willy Bank schädigen, und erst sekundär geht es darum auch selbst gut zu verdienen. Sie entwickeln einen Plan um Bank finanziell zu ruinieren. Als ihnen für die Operation allerdings das nötige Grundkapital fehlt, bekommen sie unerwartete Schützenhilfe von Terry Benedict (Andy Garcia), der allerdings auch eigene Bedingungen stellt...

Steven Soderbergh macht mit Ocean´s Thirteen den einzigen sinnvollen Schritt: Nachdem der zweite Teil der Franchise von vielen wegen seiner europäischen Art und seines vollkommen undurchsichtigen Plot kritisiert wurde, orientiert er sich mit dem dritten Teil wieder am stimmigen Erstling Ocean´s Eleven. Die Rückkehr nach Las Vegas ist dabei der auffälligste Schritt, aber auch durch die amerikanische Insznerieung kommt sofort wieder das Feeling von Teil 1 auf. Die längeren Einstellungen und ausgeblichenen Farben aus Ocean´s Twelve, die zugegeben einfach nicht zum Film gepasst haben, weichen hier rasanten Schnitten und knalligen Farben, die schon den ersten Teil auszeichneten.

Der dabei entstandene visuelle Eindruck ist, um es kurz zu sagen, herausragend. Da man nicht ein ganzes Las Vegas Casino für die Dreharbeiten besetzen konnte, wurde das imposante Glücksspielzentrum von Willy Bank im Studio nachgebaut und die detailverliebte Besessenheit dieser Arbeit tut dem Flair des Films nur gut. Man hat hier keine Kosten gescheut um den Zuseher in die Welt des Films zu befördern und dieser Einsatz trägt auch seine Früchte: Bis auf Casino fällt mir kein Film ein, der eine ähnlich geniale Las Vegas Atmosphäre erzeugen konnte.

Beim Plot wurde diesmal im Vergleich zum Voränger wieder mehr geboten. Der große Coup in Ocean´s Twelve war einfach enttäuschend und auch abseits des roten Fadens wurden Szenen geboten, bei denen man sich schon fast an den Kopf schlagen musste. Zu erwähnen sind hier der Tanz von Vincent Cassel durch die Laser und vor allem der Auftritt von Julia Roberts, als sie sich im Film als Julia Roberts ausgegeben hat. Solche Reinfälle sucht man in Ocean´s Thirteen vergebens. Zwar wird der Zuseher in manchen Fällen etwas im unklaren gelassen, was die jeweilig Szene für eine Bedeutung hat, aber dies wird im späteren Verlauf immer aufgklärt und gerade die Tatsache, dass durch das Unwissen des Zuseher vieles absurd wirkt, regt zum Lachen an.

Als Beispiel sei hier die Episode in Mexiko genannt, die man eigentlich zu Beginn gar nicht einordnen kann und die sich erst nach und nach aufklärt. Solche Szenen gibt es einige und so kommt es zwar vor dass man als Zuseher nicht immer genau weiß warum etwas geschieht, aber diese Frage wird stets im späteren Verlauf mit einem "Aha-Erlebnis" aufgeklärt. Weiters kommt dem Film sehr zur Gute dass er durchgehend unterhaltsam und kurzweilg ist. Als Zuseher versinkt man förmlich im Kinosessel und vergisst für einige Zeit alles rund um sich.

Besonders herausragend und eigentlich der große Grund schlechthin warum Ocean´s Thirteen gelingt sind wieder einmal die Darsteller. Selbst Ocean´s Twelve hat mich, obwohl er deutliche Schwächen hatte, noch solide unterhalten, da man den Darstellern den Spaß den sie bei den Dreharbeiten hatten förmlich im Gesicht ablesen konnte. Ocean´s Thirteen bessert nun alle Schwächen des zweiten Teils aus und hat immer noch ein großartiges Starensemble, welches dem Film seinen Stempel aufdrückt. Zwar hat man diesesmal auf Catherine Zeta Jones und Julia Roberts verzichtet, aber dafür kommen Ellen Barkin und vor allem der großartige Al Pacino ins Spiel.

Letzterem kann man zwar deutlich ansehen, dass er mit seiner eindimensionalen Rolle als Bösewicht etwas unterfordert ist, aber er erfüllt seine Aufgabe und lenkt die Sympathien klar in Richtung der Ocean´s Truppe. Nichtsdestotrotz ist es sehr schön, dass er mit an Bord gekommen ist. Die Höhepunkte des Films bleiben aber wie in den Vorgängern klar George Clooney und Brad Pitt, denen die Spielfreude aus allen Poren dringt und die mit ihrer lokeren, sympathischen Art alle Sympathien auf ihrer Seite haben. Matt Damon stellt sich schon etwas besser als in den Vorgängern an, bleibt aber deutlich im Schatten der beiden Hauptakteure.

Ein schwaches Glied in der Besetzungsliste gibt es nicht und die Stars treten nicht als Individuen auf, sondern als starkes Ganzes. Um den Zusammenhalt der Truppe noch zu verstärken haben sich die Macher etwas besonderes einfallen lassen: Am Set wollte man nicht, dass sich alle in ihren Pausen in ihre Wohnwagen zurückziehen und so erschuf man etwas einzigartiges. Im Studio wurde ein Ocean´s Room eingerichtet, in dem sich alle entspannen konnten. Dieser ist auch ausserordentlich gut angekommen und hat die Stimmung am Set noch verbessert. Auch Regisseur Steven Soderbergh ließ sich seinen Avid Schnittcomputer in diesen Raum verlegen, da er die Atmosphäre dort so genoss. Dieser Spaß, den alle beim Drehen des Films hatten, hat sich direkt auf den Film übertragen. Wenn es so weiter geht, kann ein vierter Teil gerne kommen!

Fazit:
Ocean´s Thirteen ist großartiges Starkino von seiner besten Seite. Der Film ist vom Anfang bis zum Ende ein kurzweiliges Showerlebnis, dass den Zuseher in seinen Bann schlägt und ihn durchgehend unterhält. Die größte Stärke des Films ist sein gut gelauntes Starensemble und diesen Joker weiß er auch einzusetzen. Ein Film an dem es wenig zu bemängeln gibt. Jeder der einen Abend lang abschalten will und einen sympathischen Unterhaltungsfilm sucht, der liegt mit Ocean´s Thirteen sicher nicht falsch.

Wertung:
8/10 Punkte










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Liste von mausmaus
Erstellt: 11.11.2013