Massnahmen gegen Fanatiker

OT:  Massnahmen gegen Fanatiker   -  12 Minuten -  Kurzfilm
Massnahmen gegen Fanatiker
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Filmkritik zu Massnahmen gegen Fanatiker

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Der deutsche Autorenfilmer Werner Herzog steht für ein besonderes und einprägsames Kino, und selbst wenn man sich mit seinem Schaffen beschäftigt, schafft er es immer noch mit so manchem Werk zu überraschen. Er schafft es etwas abzuliefern, mit dem man so nicht unbedingt rechnen würde. Doch während die meisten seiner Werke hier positiv überraschen, ist sein Kurzfilm Massnahmen gegen Fanatiker leider ein Ausriss nach unten.

Es ist ehrlich gesagt ein ziemliches Kuriosum, dass uns Werner Herzog hier mit seinem Film vorsetzt. Meiner Meinung nach ist es nicht nur ein Film, der völlig aus dem Werk Herzogs hervorsticht, weil er einfach gar nicht in den Kontext der anderen Werke passt, es ist vor allem ein aus meiner Sicht sinnfreies Werk, dass sich nur durch einem eher mauen Running Gag am Leben halten kann. Einige befreundete Filmemacher treten auf der Pferderennbahn auf, um die Tiere angeblich vor den Fanatikern zu schützen, die regelmäßig in Gestalt eines alten Mannes in Erscheinung treten.

Doch Herzog ist nicht unbedingt ein humoristischer Filmemacher. Der Humor taucht wenn überhaupt nur gepaart mit dem Wahnsinn auf, und wenn gleich die Absurdität des Kurzfilms Massnahmen gegen Fanatiker ebenfalls das Prädikat wahnsinnig verdient, so ist es dennoch nicht das was man von Herzog kennt. Ich wage einmal sogar die kühne Behauptung, dass 90% der Menschen die den Film mögen und loben dies nicht tun würden, wenn ein anderer Regisseur genau das gleiche gemacht hätte, und nicht den Ruf von Herzog hätte.

Positiv erwähnen muss man allerdings, dass Werner Herzog selbst in seiner dunkelsten Stunde, in seinem schwächsten Werk, noch immer etwas Besonderes und eigenwilliges hervorbringen kann. Doch dies soll allerdings keinenfalls eine Verteidgung dieses Films sein, der ausschließlich interessant ist, wenn man von sich behaupten will, alles von Herzog gesehen zu haben. Jeder, der sich nicht zu den blinden Anhängern des Regisseur zählt, kann dieses Werk ohne schlechtes Gewissen auslassen.

Wertung:
4/10 Punkte

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