Star Wars: The Clone Wars (2008)

OT: Star Wars: The Clone Wars - 90 Minuten - Animation
Star Wars: The Clone Wars (2008)
Kinostart: 14.08.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Die Helden des Star Wars Universums kehren diesmal als computeranimierte Figuren auf die Kinoleinwand zurück. Die Geschichte knüpft an die Ereignisse aus Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger an und konzentriert sich auf den Kampf zwischen der Republik und den Separatisten. Die Jedis Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker stehen dabei an vorderster Front und führen die Klonkrieger der Republik an. Doch der Orden der Jedis hat für sie einen anderen Auftrag parat. Sie werden von der Front abgezogen, um den entführten Sohn von Jabba the Hutt zu befreien. Anakin bekommt für diesen Auftrag die junge Ahsoka Tano, eine Padawan Schülerin, zugeteilt, die er zum Jedi ausbilden soll. Sie sollen herausfinden, wer Jabba the Hutts Sohn entführt hat und das Kind retten. Währenddessen macht sich Obi-Wan auf den Weg zu Jabba persönlich, um mit ihm zu verhandeln, denn es wäre von größtem Vorteil für die Republik, den intergalaktischen Gangsterboss auf ihrer Seite zu haben.

Schon beginnt die Reise durch das Star Wars Universum. Die Handlung des Films ist, wie bei allen Teilen, denkbar einfach. Doch genau das war der große Vorteil der frühen Star Wars Filme und mitverantwortlich für die immense Popularität der Reihe. Auch im Falle von The Clone Wars, ist die Einfachheit der Handlung definitiv ein Vorteil und trägt viel zum Charme des Films bei. Dieser wurde ja in den Episoden eins bis drei schmerzhaft vermisst, und auch wenn dieser Film, den Charme der früheren Filme, der Episoden vier bis sechs, nicht erreichen oder wiedererwecken kann, so versprühen diese computeranimierten Figuren, dennoch mehr davon, als es die Darsteller in George Lucas letzten Digital- und Special Effects Orgien auch nur ansatzweise konnten.

The Clone Wars bringt zumindest einen Hauch dessen zurück auf die Leinwand, was die ursprünglichen Filme so einzigartig macht, auch wenn der Charme, im Falle des aktuellen Streifens, an vielen Stellen leider auf Kosten von zu viel Action untergeht. Selbstredend kann ein intergalaktischer Kriegsfilm nicht ohne Action und Adrenalin auskommen, aber auch zu viel des Guten kann den Genuss verderben, oder zumindest trüben. Leider trifft das in diesem Fall zu. Von der ersten bis zur letzten Minute wird der Zuschauer mit bombastischer, teils fantastischer Action in die Sitze gepresst. Das Problem dabei ist nur, dass man sich schnell an die ständige Action gewöhnt und dadurch die Spannung verloren geht, weil es einem versagt bleibt, zwischen den unzähligen Kriegs- und Kampfszenen zu verschnaufen.

Genau darin liegt die Schwierigkeit begraben, einen guten Actionfilm zu machen. Denn trotz allem, muss dem Zuschauer dazwischen eine Pause gegönnt werden, um sich zu sammeln, um die nächsten Szenen vorzubereiten und aufzubauen. Man kann dem Zuschauer nicht über 90 Minuten lang, pausenlos mit Action bombardieren, denn dadurch gewöhnt man sich zu schnell daran und fängt an sich zu langweilen. Ganz besonders, weil deshalb verhindert wird, dass sich die Handlung weiter entwickelt und wir die Figuren besser kennen lernen. Es fällt schwer mit ihnen, in den actiongeladenen Momenten, mitzufiebern, wenn sie uns im Grunde egal sind. Natürlich kennen Star Wars Fans die Figuren des Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker bereits, dennoch kann man sich nicht darauf ausreden, denn selbst hier muss es eine gewisse Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit geben, ganz besonders bei der Figur des Anakin Skywalker wäre das durchaus möglich und notwendig gewesen.

Dies hätte dem Film eine zusätzliche Dimension verliehen. Vor allem hätte es Gelegenheit geboten, zwischen den zahlreichen Kampfszenen, dem Zuschauer eine kurze Pause zu gönnen. Man hätte diese Pausen nutzen können, um dem Publikum die Figuren näher zu bringen, damit man sich besser mit ihnen identifizieren kann, um dann, wenn die Action wieder richtig losgeht, stärker mit ihnen mitzufiebert. Zum Teil mag diese Distanz zwischen Figuren und Publikum, auch an den Computeranimationen liegen. Sie gehören sicher nicht zu den Besten, besitzen aber einen ganz eigenen Look, der irgendwie nett wirkt, aber zu sehr an Computerspiele erinnert. Überhaupt wirkt der gesamte Film eher wie ein Star Wars Computerspiel.

Ob einem die Animationen nun gefallen oder nicht, sei dahingestellt und jedem selbst überlassen. The Clone Wars ist jedenfalls kein vollständig misslungenes Machwerk und hat durchaus seinen Reiz und weiß stellenweise zu gefallen. Leider ist es manchmal einfach zu viel des Guten und alles wird derart übertrieben, dass es einem schwer fällt, seine Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Der Film bietet viele Actionszenen, die zum Teil sehr gelungen sind und es Spaß macht, sie anzusehen. Die Animationen sehen zwar manchmal aus wie Holzfiguren, entwickeln aber trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, eine gewisse, eigene Sympathie. Andererseits hat der Film eindeutige, nicht zu leugnende dramaturgische Schwächen, was Handlung- und Figurenentwicklung betrifft, ganz zu schweigen, was den Aufbau eines Spannungsbogens anbelangt.

Fazit:
Star Wars: The Clone Wars ist weder vollkommen missglückt, noch vollends gelungen. Es reiht sich im guten Mittelmaß der Filmreihe ein und ist ohne Zweifel besser als Episode eins und zwei, kommt aber an die ursprüngliche Trilogie nicht im entferntesten ran, obwohl es diesem Film ansatzweise gelingt, einen gewissen eigenen Charme zu erzeugen, der dem Zuschauer (und Fan der originalen Star Wars Reihe) in Erinnerungen schwelgen und an bessere Star Wars Zeiten denken lässt. Der Film bietet durchaus ein ganz nettes Kinoerlebnis, gleitet aber schnell in die Vergessenheit ab und bleibt am Schluss belanglos. Wer sich zu viel erwartet wird zweifellos enttäuscht werden. Wer sich nichts, oder zumindest nicht zu viel, erwartet, der bekommt einen netten Film geboten.

Bewertung:

5/10 Punkte

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