![]() ![]() Der Sohn von Rambow OT: Son of Rambow Regie: Garth Jennings Drehbuch: Garth Jennings Filmstart: 03.10.2008 | Laufzeit: | Komödie |
Es gelingt dem Film, scheinbar ohne sich großartig Verrenken zu müssen, Anspruch und Humor zu einer hervorragenden Symbiose zu vereinen. Dieser Umstand gibt Rambows Sohn die Möglichkeit originellen Witz mit hoher Unterhaltung zu paaren, was dem Zuschauer erlaubt, den Film zu genießen, ohne sein Hirn auf Leerlauf schalten zu müssen. Bestimmte anonyme Quellen erwähnten einst, dass ohnehin niemand eine Komödie sehen will, die auch nur irgendeine Art von Anspruch hegt. Laut besagten Individuen funktioniert eine Komödie scheinbar nur dann, wenn sie einem geistig nicht strapaziert und herausfordert und man zum genießen des Humors, seine grauen Zellen ausschalten muss.
Ebenso wie die zwei Hauptfiguren des Films, der streng religiös erzogene Will Proudfoot (liebenswert naiv: Bill Milner) und der anti-soziale Satansbraten Lee Carter (hassenswert liebevoll: Will Poulter), im Verlauf der Handlung zu den besten Freunden werden. Durch einen unglücklichen Zufall zusammengeführt, beschließen die beiden, bloß auf den ersten Blick unterschiedlichen, Protagonisten, einen gemeinsamen Film zu machen. In diesem Film im Film geht es um Rambos Sohn, der die Mission hat, seinen Vater, den berühmten Vietnamhelden John J. Rambo (Sylvester Stallone ist nur in original Filmausschnitten aus Rambo: First Blood zu sehen), aus der Gefangenschaft einer schrecklichen Vogelscheuche zu befreien. Will Proudfoot spielt Rambos Sohn, während Lee Carter die Rolle von Col. Samuel Trautman (damals gespielt von Richard Crenna) übernimmt...
Wie eingangs erwähnt, lässt sich eine wirklich gelungene Komödie, deren Humor sich hauptsächlich durch das filmische Medium ausdrückt, nur schwer in Worte fassen. Im übrigen liegt auch genau darin ein Teil der Brillanz von Der Sohn von Rambow begründet, handelt es sich doch um einen Film, auch wenn folgende Floskel heutzutage viel zu leichtfertig und schnell ausgesprochen wird, den man selbst gesehen haben muss.
Fazit:
Ohne große Worte zu verlieren: Der Sohn von Rambow ist absolut empfehlenswert. Eine Komödie mit derartig originellem und charmantem Humor, ist heutzutage leider eine Seltenheit im Kino, beweist aber einmal mehr, dass es tatsächlich mit zum Schwierigsten gehört, eine wirklich gelungene Komödie zu filmen. Dieses Genre gehört zu Recht zu einem der am Schwierigsten zu meisternden der Filmbranche. Und wenn es dann endlich jemanden gelingt, dieses Genre mit einem Film derartig gekonnt zu meistern, sollte man es sich keinesfalls entgehen lassen. Der Sohn von Rambow ist ohne Zweifel ein verstecktes Highlight des diesjährigen Kinosommers.
Bewertung:
9/10 Punkte
07.08.2008 - Der Sohn von Rambow - Deutscher Trailer

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