![]() ![]() Leg dich nicht mit Zohan an OT: You Don't Mess With The Zohan Regie: Dennis Dugan Filmstart: 15.08.2008 | Laufzeit: | Komödie |
Zugegeben, der Film beginnt vielversprechend, doch das war’s dann auch schon. Danach kommt nichts mehr. Am Anfang, als Zohan (Adam Sandler) noch in der Armee ist und scheinbar unüberwindbare Hindernisse mit spielerischer, nahezu unmenschlicher Leichtigkeit meistert und dabei auch noch einen kleinen Tanz aufs Parkett legt, da ist die Welt noch in Ordnung und der Zuschauer hegt den sehnsuchtsvollen Wunsch, endlich mal wieder eine Komödie im Austin Powers Format zu sehen. Doch kaum flüchtet Zohan nach Amerika, geht alles den Bach runter. Überraschenderweise gibt es aber, abgesehen von den ersten paar Minuten, noch einen kleinen, humoristischen Hoffnungsschimmer in Form des Taxifahrers Salim (Rob Schneider), der zumindest ab und zu für ein paar halbwegs gelungene Szenen zu haben ist.
Das Problem bei diesem Meisterwerk der etwas anderen Art, ist der Umstand, dass es einem schwer fällt, den Film anzusehen. Hin und wieder gibt es das. Der Zuschauer empfindet einen tatsächlichen physischen Schmerz beim Betrachten eines Filmes. Manchmal ist das vom Filmemacher beabsichtigt und dient einem guten Zweck. Manchmal nicht. In diesem Fall dient es leider keinem guten Zweck, aber der Schmerz ist dafür umso größer, je länger man sich der Qual aussetzt. In der Tat entfaltet sich während einer unmenschlichen Spieldauer von gefühlten vier Stunden, die sich aber in Wirklichkeit als gerade mal 113 Minuten entpuppen, eine tiefschürfende, bewusstseinsverändernde Folter, die manche Zuschauer sogar veranlasste den Kinosaal zu verlassen, damit sie sich zumindest noch den letzten Rest Hirnschmalz retten konnten, der mit jeder quälend langsamen Filmminute immer mehr dahinschmolz und letztlich vollends zu verschwinden drohte.
Doch der wichtigste Schutzhinweis von allen, derjenige, den wirklich ausnahmslos alle beherzigen sollten, bevor sie es wagen den Film anzusehen, könnte einfacher gar nicht sein. Seht euch den Film nicht an! Nein, wirklich. Seht euch den Film nicht an. Das mag sich vielleicht banal und simpel anhören, doch man kann es nicht direkter und eindeutiger formulieren. Genau wie man von Drogen die Finger lassen sollte, sollte man auch von diesem Film die Finger lassen. Der Vorteil, im Gegensatz zu Drogen, ist jedoch leicht gefunden. Bei Zohan besteht zumindest keine Suchtgefahr.
Fazit:
Der Film strotzt nur so vor derben Witzen, die nicht witzig sind. Dabei symbolisiert ein winkender Penis (ja, richtig gelesen, Penis!) die ganze psychologische und physiologische Grausamkeit, mit der der Film, in seiner abgrundtiefen Niedertracht, den Zuschauer konfrontiert. Wer bei solchen und ähnlich gearteten Szenen nicht spürt, wie einem das letzte bisschen Verstand langsam aber sicher aus den Ohren tropft und sich Hilfe suchend nach dem nächsten Notausgang umsieht, der ist nicht mehr zu retten. Und wer dafür Eintritt bezahlt ist selbst Schuld, es sei denn es gibt da draußen Leute, denen es nach einer billigen und gründlichen Lobotomie dürstet, die werden zwar dennoch zwei qualvolle Stunden erleben, aber danach sind sie von allen Gedanken jeglicher Art befreit, für immer. Um Ratschläge, wie man vollkommen ohne Hirnaktivität dennoch weiterleben kann, wendet man sich an andere Adressen, eventuell wird es nach dem Kinostart von Zohan dafür einige Anlaufstellen geben, andernfalls fragt man einfach beim nächsten Paris Hilton Look-a-Like Teenie nach, die sprießen ohnehin so stark wie Zohans Schambehaarung.
Bewertung:
1/10 Punkte
28.03.2008 - Leg dich nicht mit Zohan an - Deutscher Trailer
25.04.2008 - Leg dich nicht mit Zohan an - US-Trailer
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