![]() ![]() Akte X: Jenseits der Wahrheit OT: The X-Files: I Want to Believe Regie: Chris Carter Drehbuch: Frank Spotnitz, Chris Carter Filmstart: 25.07.2008 | Laufzeit: | Mystery |
In einer dunklen Nacht wird unerwartet eine FBI Agentin in ihrem Haus überfallen, und von zwei Männern entführt. Das Mysteriöse dabei ist jedoch der geheimnisvolle Pater Joseph Crissman (Billy Connolly), der plötzlich Visionen hat, die scheinbar mit dem Verbrechen in Zusammenhang stehen. Währenddessen setzt das FBI alles daran um die vermisste Agentin wieder ausfindig zu machen, und man sieht die einzige Möglichkeit darin den Experten für die übersinnlichen Dinge erneut zu engagieren, Fox Mulder (David Duchovny). Doch da dieser nicht auffindbar ist, versucht man den Kontakt über seine frühere Partnerin Dana Scully (Gillian Anderson) herzustellen, die mittlerweile als Ärztin tätig ist, und gerade mit dem schwierigen Fall eines schwer kranken Kindes beschäftigt ist. Obwohl beide eigentlich nichts mehr mit dem FBI zu tun haben wollen, geben sie schließlich doch nach, und wollen die verschwundene Agentin finden…
Es ist nicht wie die Dialoge vorgetragen werden, es ist der stupide Blödsinn, der großteils von sich gegeben wird und der eigentlich nie über abgedroschene Binsenweisheiten und nervige Sprüche hinausgeht. David Duchovny findet überhaupt nie in den Film, wirkt stets irgendwie abwesend und scheint bereits während den Dreharbeiten mitbekommen zu haben, dass dieser Film nichts werden wird. Beinahe wirkt es so als wäre der Schauspieler schon während dem Drehen vom inspirationslosen Plot gelangweilt gewesen. Gillian Anderson wirkt dagegen schon etwas besser, spielt grundsolide, und ist eigentlich der einzige Lichtblick im Film (wenngleich man Duchovny sein Charisma trotz schlechter Leistung nicht absprechen kann), jedoch leidet sie vor allem am völlig unnötigen Subplot der um sie geschustert wurde, und am peinlichen Drehbuch im Allgemeinen.
Man könnte Akte-X: Jenseits der Wahrheit sehr schön als endlos aufgeblasene, schwache TV-Episode bezeichnen, die halt auf einer großen Leinwand gezeigt wird. Weder Produktionswerte, noch Schauwerte und schon gar nicht die inhaltliche Qualität rechtfertigen hier einen Kinobesuch. Das aber wahrscheinlich größte Problem des Films ist, dass er ganz einfach uninteressant und langweilig ist. So langweilig, spannungsarm und schlecht gemacht, dass er zwar nicht zur Parodie seiner selbst wird, aber mit Sicherheit dafür sorgt, dass man sich unruhig im Kinosessel wälzt. Der Film soll für sich alleine stehen, ist aber ganz einfach viel zu mies, als dass sich das irgendjemand antun sollte. Dadurch dass man auch darauf verzichtet hat die Mythologie der Serie weiterzuspinnen, ist er noch nicht einmal für Fans interessant. Der ironische Gag in Richtung George W. Bush bleibt eigentlich als einziger gelungener Moment in diesem ansonsten verbockten Film in Erinnerung. Im Endeffekt ist Akte-X: Jenseits der Wahrheit ein riesiger, hohler Magnet, dessen einzige Aufgabe es ist dem Kinogänger sein Geld aus der Tasche zu ziehen.
Fazit:
Eigentlich sagt man ja, dass es für einen Kritiker viel amüsanter ist negative Kritiken zu schreiben, aber im Fall von Akte-X: Jenseits der Wahrheit ist dies nicht wirklich der Fall. Denn der Film ist so belanglos, zerstückelt, uninteressant und spannungsarm, dass man noch nicht einmal gerne die Zeit aufbringt um ihn zu verreißen. Im Endeffekt ist es eine aufgeblasene schwache TV-Episode, die versucht einige Handlungsstränge mit aller Gewalt zu verbinden, aber dabei kläglich scheitert. Das Ergebnis ist nicht nur völlig ohne Spannung, sondern auch ohne Mystik und ohne Finesse. Aus meiner Sicht ist Akte-X: Jenseits der Wahrheit ein Hüftschuss, der nur gemacht wurde um die Cascow noch einmal kräftig zu melken. Völlig uninspiriert.
Wertung:
3/10 Punkte
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13.05.2012 - Akte X - Der Film (1998)

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