Der gute Hirte (2006)

OT: The Good Shepherd - 167 Minuten - Spionage / Thriller
Der gute Hirte (2006)
Kinostart: 16.02.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Der gute Hirte

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Nachdem Robert de Niro im Jahr 1993, mit A Bronx Tale, ein sehr respektables Regiedebüt schaffte, soll es über 13 Jahre dauern bis sein nächstes Projekt in die Kinos kommt. Er suchte einen Stoff der ihn wirklich begeistern konnte und hat diesen allen Anschein nach mit The Good Shepherd gefunden. In 167 Minuten erzählt er uns die Gründungsgeschichte der CIA, aus der Sicht des führenden Mitglieds Edward Wilson. Doch obwohl sich der Regisseur in den Stoff verliebt hat, verliert er zu sehr den Kontakt zu den Zusehern, die sich in der Geschichte sehr alleine fühlen und wohl mehr gelangweilt als begeistert das Kino verlassen werden.

 

Edward Wilson (Matt Damon) wird während seines Studiums in Yale Mitglied der berüchtigten Skull and Bones Verbindung, deren Ziel es ist künftige Top-Politiker und Indsutriekapitäne unter einem Banner zu vereinigen und somit eine der wirksamsten Geheimverbindungen weltweit zu werden. Durch seinen makellosen Lebenslauf und seinen tiefverwurzelten Glauben an die amerikanischen Werte, wird er zum idealen Kandidaten um für den neuen Auslandsgeheimdienst der USA zu arbeiten und um später einer der Mitgründer der CIA zu werden. Doch durch seine Arbeit wird er zunehmend paranoid und seine Frau Margaret (Angelina Jolie) und sein Sohn Edward Wilson Jr. (Eddie Redmayne) verlieren immer mehr den Bezug zu ihm...

 

Leider verliert sich The Good Shepherd, obwohl er eigentlich gute Ansätze und so manche starke Szene besitzt, zunehmend in Nebensträngen, denen man als Zuseher nur sehr schwer folgen kann. Der rote Faden des Films leuchtet nicht sehr stark und als Zuseher fragt man sich sehr oft wie die aktuelle Szene denn in den größeren Kontext passt. Besonders stark wirkt sich das auf den Filmgenuss aus, da zur ohnehin schon schwer nachvollziehbaren Handlung auch noch sehr deplazierte Zeitsprünge hinzukommen, die das Verständnis erneut erschweren. Das Problem des Film ist nicht seine komplexe Handlung, sondern das diese viel zu kompliziert vorgetragen wird.

 

Hinzu kommt ein Hauptdarsteller, zu dem man von Anfang an keine Sympathien aufbauen kann, und den man nicht einmal wirklich leiden kann. Matt Damon spaziert mit stoischem Gesichtsausdruck herum und er wirkt wie ein gefühlskalter Roboter, der absolut nicht im Stande ist den Film zu tragen. Ein bischen Menschlichkeit kommt nur durch Angelina Jolie in den Film, doch auch sie kommt viel zu selten vor um den Film zu kippen. Auch fällt es auf das zwar einige Stars auf der Besetzungsliste stehen, die man allerdings kaum zu Gesicht bekommt und die sich, wenn man sie doch einmal zu sehen bekommt, auch nicht von ihrer besten Seite zeigen. Robert de Niro, Alec Baldwin und Joe Pesci hat man schon viel besser gesehen. Lediglich John Turturro ist ein kleiner Lichtblick in diesem Werk.

 

The Good Shepherd ist ein schleppend inszenierter, langatmiger Film, der zwar über eine gewisse Stilsicherheit verfügt und technisch überzeugen kann, der aber dennoch den Zuseher über 167 Minuten nur langweilt. Alles wirkt träge und gefühlslos und man wartet die ganze Zeit bis der Film endlich richtig durchstartet. Doch spätestens wenn man den Abspann sieht, wird man sich damit abfinden müssen dass dieser Augebbilck wohl nicht mehr kommen wird. Trotz einigen guten Szenen ist der Film somit keinenfalls empfehlenswert und die Zeit im Kino vergeht sehr langsam. Für mich war es fast eine Qual.

 

Fazit:

Träge inszenierter, gefühlskalter Polit-Thriller, der vor allem durch seine quälende Langeweile auf sich aufmerksam macht. Zwar gibt es einige durchaus gelungene Szenen, diese stehen jedoch in keiner Realtion zu der verwirrend vorgetragenen Story, die weder mitreissen, noch Interesse wecken kann. Insgesamt ein sehr enttäuschendes Werk.

 

Wertung:

4,0/10 Punkte

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