Jellyfish

OT:  Meduzot   -  78 Minuten -  Drama 
Jellyfish
Kinostart: 25.07.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Jellyfish

Von am

Keren bricht sich auf ihrer Hochzeitsfeier ein Bein – die Flitterwochen in der Karibik kann sie vergessen und so zieht sie mit ihrem Ehemann in ein Hotelzimmer in Tel Aviv, wo beide eine geheimnisvolle Dichterin treffen. Batya findet am Strand ein kleines Mädchen mit einem Schwimmreifen. Sie kümmert sich um das Kind und arbeitet dabei ihre eigenen Erinnerungen auf. Die Philippinin Joy arbeitet als Pflegerin um sich die Rückkehr in ihre Heimat zu finanzieren. Sie gerät dabei an eine ältere Dame, die ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Tochter, einer Schauspielerin hat...

Basierend auf drei Kurzgeschichten des erfolgreichen Autors Etgar Keret konstruiert Regisseurin Shira Geffen 78 Minuten Depression und Einsamkeit: Sämtliche Hauptfiguren im Film scheinen komplett isoliert zu ihrer Umwelt zu stehen, keiner hat Freunde oder soziales Umfeld außerhalb und alle suchen sie die „Liebe“. Was hilft da aller stilistischer Überschwang, wie in zahlreichen Bildern geradezu märchenhaft zelebriert, und für den der Film auch in Cannes mit einer Caméra d’Or ausgezeichnet wurde, wenn auf inhaltlicher Ebene eine Psychologiestunde für Anfänger geboten wird – mit allen nur erdenklichen Motiven: Das „Mädchen aus dem Wasser“ als Symbol für Batyas verlorene Kindheit, ein Modellzug im Schaufenster als Symbol für Joys Sehnsucht, wegzugehen und bedeutungsschwangere Gedichte in schäbigen Hotelzimmern für Kerens Unsicherheit und Einsamkeit.

In dieser ergehen sich die – dankenswerterweise nur – 78 Filmminuten. Es fällt schwer, auch nur ansatzweise Sympathien für diese „verlorenen“ Seelen aufzubringen. Dazu wirkt JELLYFISH dann einfach zu gekünstelt und spröde. Selbstverständlich begeht auch JELLYFISH den Fehler und lässt die Protagonistinnen irgendwann miteinander zusammenstoßen – mit mehr oder weniger Konsequenzen. Beinahe jedes Bild ist mit einer psychologischen Komponente aufgeladen, die sind aber so offensichtlich und platt, dass es nicht mal besonderes Vergnügen macht, diese zu entschlüsseln.

Fazit:

LA VIE EN ROSE – mit einer Interpretation des Piaf-Schlagers beginnt und beschließt der Film. Einige Protagonisten überleben, andere sterben – im Endeffekt ist es aber egal. JELLYFISH ist ein Film für Freunde der Konstruiertheit, für Hobbypsychologen und vor allem für Menschen, die sich gerne mal der Depression hingeben. Für meinen Teil bevorzuge ich da aber Leonard Cohen Songs…

Wertung:
3/10 Punkte

Filmering.at
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