![]() ![]() You Kill Me OT: You Kill Me Regie: John Dahl Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely Filmstart: 08.08.2008 | Laufzeit: | Gangsterkomödie |
Für Frank ist das ein Tiefschlag sondergleichen, muss er doch genau die zwei Dinge (vorerst) aufgeben, die er am besten kann und am liebsten macht, töten und trinken. Aber ihm bleibt keine Wahl, also macht er, was sein „Pate“ ihm befiehlt. Sobald er wieder nüchtern ist und endgültig vom Alkohol weg ist, darf er für sie wieder Menschen töten. Leichter gesagt als getan. In San Francisco findet er bald heraus, dass er nicht alleine ist und Menschen hat, die ihm dabei helfen. Vor allem als er Laurel (Tea Leoni) kennen lernt, scheint er endlich einen Grund zu haben, mit dem trinken endgültig aufzuhören...
You Kill Me erscheint viel mehr bloß als Fragment eines Films, der nach zu vielen durchzechten Nächten entstanden ist und sich deshalb keiner mehr so recht an das erinnern kann, was sie zuletzt getan haben, ganz zu schweigen davon, was sie noch tun sollen. Stellenweise fühlt sich alles an wie ein böser Kater. Man fühlt sich wie ausgekotzt, schaut auch so aus und fragt sich eigentlich ständig, wie lange es wohl noch dauern wird, bis einem der Schädel explodiert. Aber man wacht zumindest mit der Gewissheit auf, dass es letzte Nacht spaßig war und heiß hergegangen ist. So ähnlich verhält es sich mit diesem Film. Er macht Spaß so lange er dauert, bietet kurzweilige, belanglose Unterhaltung, aber am nächsten Tag verblasst alles immer mehr und man hat nur mehr entfernte Erinnerungen an das was man da eigentlich gesehen hat. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass der Film keinen bleibenden Eindruck hinterlässt, was zu einem großen Teil daran liegt, dass man alles schon mal in einer viel besseren Ausführung gesehen hat. Als ob man von einem edlen Tropfen zu Tetrapack Wein umsteigt, das Resultat ist das Gleiche, doch die Qualität ist anders.
Dennoch muss man dieser vermeintlich schwarzen Komödie, trotz des mangelnden Tiefgangs, eingestehen, dass sie durchaus ihren Unterhaltungswert hat und damit dem Zuschauer, zumindest dem Großteil seiner Dauer, eine nette Zeit bietet, nicht mehr und nicht weniger. Wer aber nach einem großartigen Film sucht, der einem nicht nur unterhält, sondern auch noch Inhalt und Substanz bietet, der muss enttäuscht weiter suchen, denn das wäre von diesem Film zu viel verlangt. Daher gleitet der Film in die Mittelmäßigkeit ab, bei dem weder die positiven noch die negativen Elemente überwiegen, und schenkt einem damit zwar ein freudiges Filmerlebnis, bei dem aber die gestellte Frage, ob sich dafür wirklich der Eintritt ins Kino lohnt, sehr wohl eine berechtigte ist.
Fazit:
You Kill Me ist auf der einen Seite unterhaltsam und hat ohne Zweifel einige gelungene Momente, auf der anderen Seite jedoch, ist der Film inhaltslos, da er beim Versuch eine bestimmte Substanz zu entwickeln, hoffnungslos scheitert und für das Publikum alles andere als eine geistige oder emotionale Herausforderung darstellt. Wer aber nach so etwas gar nicht sucht, sondern einfach reines, wenn auch zeitweise etwas abgestandenes und misslungenes, Entertainment sucht, der wird hier bestens bedient. Dadurch wird der Film zu einem zweischneidigen Schwert. Obwohl er einem stellen- und ansatzweise durchaus gefällt, stellt sich letzten Endes aber unweigerlich die zermürbende Frage, ob es das wirklich Wert war und inwiefern der Film den Zuschauer denn nun bereichert hat.
Bewertung:
5/10 Punkte
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