The Number 23

OT: - 95 Minuten -  Thriller
The Number 23
Kinostart: 23.03.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu The Number 23

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23. Diese Zahl fasziniert die Menschheit schon seit langer Zeit. Mittlerweile gibt es bereits Bücher, dutzende Internetseiten und auch schon einen deutschen Film mit dem Titel 23. Diese Zahl hat eine sehr mysteriöse Anziehungskraft auf die Menschen und findet sich in den unmöglichsten Situationen wieder. So beträgt zum Beispiel die Abweichung der Erdachse 23,5°, das lateinische Alphabet besteht aus 23 Buchstaben und beim Menschen bestimmt das 23. Chromoson das Geschlecht. Dies sind allerdings nur ein Bruchteil der Aufzählungen die an dieser Stelle möglich wären. Die 23 hat bei vielen Menschen bereits Kultstatus und nun folgt mit The Number 23 der erste Hollywoodbeitrag zu diesem Phänomen. Regie führt Joel Schumacher. In seinem 23. Film.

 

Hundefängers Walter Sparrow (Jim Carrey), wird genau an seinem 32. Geburtstag mit einem besonders seltsamen Auftrag konfrontiert. Er soll einen Hund einfangen, der angeblich in der Nachbarschaft herumstreunt. Dieser führt Walter schließlich auf den Friedhof und beisst ihn. Als Walter sich auf den Weg nach Hause macht, trifft er seine Ehefrau Agatha (Virginia Madsen), die für ihn ein Buch mit dem Titel The Number 23 kauft. Als Walter dieses Buch zu lesen beginnt, wird er in die Welt von Privatdetektiv Fingerling (Jim Carrey) gezogen und erlebt mit ihm düstere Geschichten, an dessen Ende der Mord an seiner Freundin Fabrizia (Virginia Madsen) steht und die Verurteilung eines Fremden.

 

Fingerling begeht am Ende Selbstmord. Dies macht Walter zunehmend nervös, denn er sieht in der Geschichte des Detektivs sein eigenes Leben niedergeschrieben. Ähnlich wie der Romanheld fällt Walter in eine Paranoia und sieht die Nummer 23 in allen möglichen Lebenssituationen. Doch viel schlimmer ist, dass er andauernd davon träumt seine Frau zu töten. Walter muss den Autor des Buches finden und ihn fragen was das alles auf sich hat. Walter denkt langsam dass sich alle Ereignisse aus dem Buch wirklich zugetragen haben, und das die Geschichte des Fingerling ein Geständnis eines Mörders ist...

 

Seit Die Truman Show ist Allrounder Jim Carrey dafür bekannt auch ernste Rollen glaubhaft spielen zu können und er pendelt sich momentan immer zwischen ernsten und komödiantischen Rollen aus. The Number 23 ist ein Vertreter der ernsten Jim Carrey Filme und kann eigentlich bis 15 Minuten vor dem Ende sehr gut überzeugen. Dann jedoch schmeissen Regisseur und Drehbuchautor alle guten Absichten über Bord und beginnen den Film für die Masse zu empfehlen. Nach dem absolut schwachen finalen Storytwist, verbringt der Film seine letzte Viertelstunde damit den Zuseher haargenau zu erklären wie er das alles verstehen muss. Dass der Film dabei sein gesamtes Mysterium zerstört und alles, was er zuvor erzählt hat zunichte macht, scheint keiner berücksichtigt zu haben.

 

The Number 23 beginnt relativ gemächlich und kommt erst in Fahrt, als Walter das Buch bekommt. Dann wird der Geschichte eine zweite narrative Ebene geschenkt, die sich als das Beste am Film erweist: Die Handlung der Romangeschichte wird in einem vollkommen wahnsinnigen Look präsentiert, der sich sehr kräftig von der realen Handlung abhebet. Die Inszenierung erinnert hier fast an eine Comicverfilmung und man muss zugeben dass Jim Carreys rauer und cooler Stil doch sehr an Sin City erinnert. Auch die visuelle Umsetzung erinnert in seiner Ausgefallenheit an die Frank Miller Adaption. Doch die stilisierten Szenen wirken keinesfalls wie eine 1:1 Kopie von Sin City, sondern bringen eigene Stilelemente mit ein:

 

Joel Schumacher arbeitet viel mit der Farbgebung, mit Filtern, Überstrahlung und einfach mit zynischen Kommentaren, zu perfekt passender Musik. Doch trotz aller Brillanz dieser Sequenzen stellt sich die Frage was sie im Film zu suchen haben. Es wirkt nicht gerade logisch warum die Romanhandlung so eine ausgeflippte Inszenierung bekommt und der Hauptplot auf normale Weise erzählt wird. Es ergibt sich nämlich dadurch das Problem dass man die Romanhandlung viel interessanter als den Rest der Geschichte findet, da sie einfach besser vorgetragen wird.

 

Doch trotz aller Kinderkrankheiten funktioniert der Film ziemlich gut. Die Geschichte rund um Verzweiflung und Obsession ist sehr interessant und die Zufälle um die Zahl 23 wecken das Interesse des Zusehers. Was steckt hinter dem Ganzen? Der Zuseher ist gespannt darauf die Lösung zu erfahren. Doch dann kommt die Ernüchterung. Die Erklärung, die der Film bietet ist nicht besonders kreativ und am Ender erweist sich alles zuvor gezeigte als heisse Luft. Zusätzlich wird der Plottwist bis ins kleinste Detail erleutert, sodass jede Mitarbeit des Zusehers unterbunden wird und wirklich jeder versteht um was es geht. Schade.

 

Fazit:

The Number 23 ist ein Film, der bis zur letzten Viertelstunde sehr spannend ist. Doch dann folgt ein Plottwist, der den Zuseher den ganzen Film verdirbt und die aufgebaute Mystik sofort wieder zerstört. Deshalb ist The Number 23 zwar den Großteil der Zeit spannend, demontiert sich aber durch den schwachen Storytwist selbst. Am Ende verlässt man den Kinosaal nicht gerade begeistert und ein weiteres Ansehen ist wohl unnötig.

 

Wertung:

5,0/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 6.4/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 14
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