Die Rückkehr der Zombies

OT: -  85 Minuten -  Horror
Die Rückkehr der Zombies
Kinostart: 23.01.1981
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Die Rückkehr der Zombies

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Gibt’s nicht. Ach doch... Ein paar Menschen treffen sich für ein Wochenende auf einem großen Anwesen auf dem Lande. Dort hat ein Professor scheinbar die Toten zum Leben erweckt. Schnell steigen die Zombies aus ihren Gräbern auf und machen das Anwesen unsicher. Ihre Gier nach Menschenfleisch ist unersättlich. So sitzen die Menschen in der Falle und versuchen sich zu verbarrikadieren. Tja, im Vorfeld wird kurz erläutert warum die Zombies los sind und los geht es. Schmuddelige Sexszenen wechseln sich mit der Flucht vor den Zombies ab. Die Menschen versuchen sich im Haus zu verbarrikadieren, doch die Zombies dringen auch hier ein und Fressen einen nach dem anderen, bis dem Regisseur wohl das Zelluloid ausging.

Ich konnte leider nicht einwandfrei identifizieren ob das nun Musik oder Tonstörungen darstellen sollte. Jedenfalls hat sich das früher, als mein Opa am Radio Sender gesucht hat genauso angehört. Dudeldudel... Irgendwie nicht wirklich gelungen. Aber man darf nicht zu viel verlangen, denke ich mir immer...

Zum Brüllen: Eine Komödie par excellence. Ach ne, das sollte ja ein Horrorfilm sein. Da hat man wohl am Genre vorbeigefilmt. Ein verhinderter Einstein mit angeklebten Bart hämmert sich wie wild durch irgendeine Gruft und weckt dabei die schlafenden Zombies. Die Jungs sind aber keine Frühaufsteher, verputzen Onkel Einstein aber trotzdem zum Frühstück. Ich frage mich dabei, seit wann Menschen im Inneren aus „Rote Beete“ bestehen. Somit haben wir den fies genialen Aufhänger, der kein Appetit auf mehr macht. Aber man opfert sich ja auf.

Nachdem die menschlichen Appetithappen nach tiefsinnigen und geistreichen Dialogen auf dem riesigen Anwesen (so eine Art Abenteuerspielplatz für Reiche) angekommen sind geht es los. Man wird von Visionen geplagt (Für das Gekreische hätte man die Alte früher verspeisen sollen) und vögelt munter überall auf dem Anwesen, wo grad Platz ist. Die notgeilen Zombies (Brummeln wie viagragesteuerte Rentner) wollen natürlich auch ihren Spaß, wovon die Menschen nicht sonderlich begeistert sind.

An dieser Stelle möchte ich dem Designer der Zombies mal ein großes Lob aussprechen. Denn aus zwei Kartoffelsäcken ein Nachthemd zu schneidern und die Menschen so lange durch ein Spuckrohr mit Brotkrumen zu beschießen bis eine Maske bei rauskommt, gehört viel Können. Da steckt auf jeden Fall stundenlange Arbeit hinter. Die Knabberfüchse steigen also aus allen Ecken und Gruften oder mal direkt aus dem gemähten Rasen auf. Kommt wohl vom inneren Druck der Erde, der diesen Schund wieder ausgespuckt hat.

Hauptkomödiant ist ein kleiner Bengel, der locker als Luzifers behinderter Sohn durchgeht und am liebsten seine Mutter beim Vögeln zuguckt oder auch ganz gern mal selbst bei ihr Hand anlegt (Ich sag nur: Hallo? .. und kugele mich auf dem Boden). Die Alte macht es dem Jungen aber auch schwer. Als er sie in Flagranti erwischte, zieht sie sich erst die Decke über die Titten, um dann aus dem Bett zu hüpfen und sich wieder die nächste Decke über die Titten zu stopfen. Da kommt bricht schon mal die Geilheit beim Junior durch.

Nun aber zu den spannenden Jagden. Die halbverwesten Knuddelkartoffeln (mit Erde) latschen langsam durch die Gegend, um den Film auch ja auf Spielfilmlänge zu bekommen, werden aber recht lebhaft wenn es zum Duell kommt. Was soll man sich aber auch beeilen? Das Fresschen steht doch eh nur in der Gegend rum oder latscht in Fallen um ständig nervtötend rumzukreischen. Da darf man als Zombie dankbar sein, wenn die Öhrchen schon abgefault sind.

Die in der Falle steckende Alte schreit wie am Spies, was natürlich die braunen Jungs in den hübschen Kutten anlockt. Ihr Begleiter lässt die Jungs ganz nah an sich ran, denn mit der Mistgabel kann er nichts anfangen. Gut, dass dann Hilfe kommt. So gibt es ein lustiges Zertrümmern von Terrakottatöpfen, die glaube ich Zombieköpfe darstellen sollten.

Die letzte Chance vor den Zombies zu flüchten sind die Autos äh, ne das wäre ja logisch. Also geht es ab ins Haus um Hausbesetzer zu spielen. Die unten wartende 68/69er Zombiegeneration ist reichlich angepisst und gründet die erste Zombiebürgerwehr der Filmgeschichte. Man holt eifrig Axt, Beil etc und beginnt die Türen zu verzieren. Ein weiterer Zombie darf mit Eisennägeln spielen und nagelt erst mal eine langfingrige Haushälterin fest um folgerichtig auch noch Sensenmann in Person spielen zu dürfen. Die oben zurückbleibenden Reste werden zur Raubtierfütterung vom Besetzer hinterhergeworfen. Irgendwann reißt den Kartoffelköpfen aber der Geduldfaden und man bastelt sich einen Rammbock (Nein, kein Scherz) um die Türe endlich aufzubekommen. Was folgt dürfte nicht mehr überraschen. Die Zombies knabbern einen nach dem anderen an, wobei der Rest dann noch irgendwie aus dem Haus flüchten können. Auch der schwanzgesteuerte Sohnemann wird dabei verspeist. Zu guter Letzt nimmt ihn sich Mama aber doch noch mal zur Brust. Ende is’..

Dieser Film ist absoluter Müll und eine Zumutung für die Zuschauer. Man weiß gar nicht wo man anfangen soll, denn hier ist wirklich alles misslungen. Das fängt bei dem hauchdünnen Drehbuch an und hört bei den schlechten Massaker der Zombies auf. Schund den man sich nicht antun muss. Ständig wird in die falsche Richtung geguckt, wild herumgeschrieen oder Blödsinn gelabert. Sorry, ein bisschen Talent und Können sollte schon vorhanden sein. Oder sollte das hier alles nur ein abschreckendes Beispiel sein? Das diese Leute sich Schauspieler nennen dürfen ist eine Frechheit.

Fazit:
Ein in allen belangen hirnloser Horrorfilm, der als Komödie durchgehen könnte. Vielleicht als Partyfilm bei 4 Promille geeignet. So einen Schund kann man jedenfalls nicht als Kult bezeichnen. Selten so etwas misslungenes gesehen.

Wertung:
1/10 Punkte

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