Angel of the Night

OT: -  98 Minuten -  Horror
Angel of the Night
Kinostart: 22.03.2000
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Angel of the Night

Von am

Rebecca (Maria Karlsen) erbt von ihrer Großmutter ein großes altes Haus. Mit ihrem Freund und einer weiteren Freundin findet sie im Haus ein altes Buch, dass die Geschichte vom Vampir Rico erzählt. Langsam wird ihr klar, dass dieser Vampir einer ihrer Vorfahren ist und früher Kopenhagen unsicher gemacht hat. In Rückblicken werden die Untaten des grausamen Vampirs erzählt, der letztendlich durch ein Ritual zum Leben erweckt wird.

Och nö, frech wird bei den Vorbildern geklaut ohne mal selber etwas Kreativität zu zeigen. Dabei gibt es nicht mal eine wirkliche Geschichte, denn der Film beschränkt sich auf Reisen in verschiedene Zeitepochen, um dort dem Vampir bei seinen Mahlzeiten zu beobachten. Hin und wieder wird in die Gegenwart geblendet um die drei Teenager bei ihren Streitereien zuzusehen. Am Ende darf Rico höchstpersönlich aus der Kiste steigen, um dann gen Himmel zu fahren. Was soll dieser Mist?

Na super! Techno- und Rockgewummer am laufenden Band sollen dieses Werk zu einem Partyfilm hochstilisieren, was ähnlich wie bei „Convent“ tüchtig in die Hose geht. Mit jener Pseudocoolheit wird man nämlich an Vorbilder wie „Blade“ oder „From Dusk Till Dawn“ erinnert, an die man sich wehmütig zurückerinnert. Atmosphäre kann bei so einer Musik ja gar nicht aufkommen. Dank Laser Paradise geht die schon mal Flöten, die Vollprofis meines liebsten DVD Labels (Vorsicht, Ironie beißt!) haben es tatsächlich geschafft den Film Pornoatmosphäre zu geben. Superbeispiel, wie man es nicht machen sollte. Ich habe selten so eine emotionslose und monotone Synchro gehört. Die drei Hauptpersonen scheinen zwar die dicksten Freunde zu sein, können sich aber dennoch auf den Tod nicht ausstehen. Rebecca hat ständig Angst, dass ihre Freundin ihren Freund verführt (Frauenfreundschaften wie man sie nicht alle Tage sieht), während der seiner Freundin erst andächtig zuhört um dann im nächsten Moment nichts mehr mit ihr zu tun zu haben wollen und sich lieber der anderen weiblichen Begleitung widmet.

Ach, ich vergaß, das war ja doch kein Porno (Sorry, die Synchro..). Demnach findet man im Keller ein altes Buch (gelle, das kennen wir doch?) und einen schicken Holzpflock (sieht einem gewissen Utensil aus „Evil Dead II“ ähnlich). Von nun an wird in Rückblicken von Rico, dem bösen Vampir erzählt und wie er zum Vampir wurde. Das alles beginnt vor mehreren hundert Jahren, als ein anderer Vampir sein Unwesen trieb, welchen Rico (damals ein junger Mann) tötete. Leider wurde er dabei selber infiziert. Interessant ist daran eigentlich nur, dass der Kopf des gepfählten Vampirs wie ein genmanipulierter Wildschweinkopf aussieht.

Unterbrochen werden die Episoden, die bis in die Gegenwart reichen, mit kurzen Umschnitten auf die drei Teenies, die sich inzwischen im Keller umgucken. Rebecca scheint sich aus Versehen am Megazahnstocher geschnitten zu haben und blutet dann noch ganz zufällig in Ricos Sarg, dem man vorher unter ein paar alten Putzlumpen fand.. Die anderen beiden haben von der kalten Grotte bald die Schnauze voll und lesen oben weiter. War wohl zu dunkel zum Lesen.... Knallige Dialoge wie „Warum bist du nicht mit dem Auto hier?“ (Frau) „Ach Scheiß auf Auto“ (Mann) „Früher warst du auch mal cooler“ (Frau) aktivieren dabei ganz dezent die Lachmuskeln des Zuschauers.

Munter wird wieder in die Vergangenheit geschaltet, in der Rico ganz gern mal Frauen vernascht und alle tötet, die ihn nageln (Nein, nicht was du jetzt denkst) wollen. Nachdem man endlich in einer Epoche angekommen ist, in der man Schrotflinten und andere nette Spielzeuge benutzen kann wird frei nach Woo inszeniert. Coole Jugendliche, in coolen schwarzen Outfits stellen sich mit cooler Musik cool Rico und seinen Vampiren zum Kampf. Das wird so hübsch dämlich überzogen, das einem Tränen in die Augen steigen. Klar, man sieht nette Shoot outs und Blut fließt auch literweise, aber spektakulär und spannend wird das dadurch trotzdem nicht. Naja, jedenfalls kämpft man alle paar Minuten mit irgendwelchen Vampiren, die mit Kreuzen aber nichts am Hut haben, dafür von Weihwasser eine höllische Akne bekommen und überraschend negativ auf stinknormale Kugeln reagieren.

Nun ist man fast in der Gegenwart angekommen, so dass eine kurze Erklärung folgt, warum Rico unten im Keller als Fledermausskelett in der Kiste ruht. Irgendwie zieht der dabei Rebecca in seinen Bann, die darauf kurz die entsprechenden Zaubersprüche (Hä? Bin ich jetzt bei „Herr der Ringe“? Wieso packt man eine Anleitung für den Hobbyexorzisten mit in den Sarg?) runterbetet, so dass Rico nach einer spektakulären Verwandlung (made by HomePC) ans Werk gehen kann. Als erstes macht er sich auf die beiden vögelnden Vögel auf der Couch im Wohnzimmer zu besuchen, wobei die eifersüchtige Freundin vom Sensenmann geholt wird.

Aber unsere schnuckelige Rebecca bekehrt Rico gleich, damit der nicht noch mehr Unheil anrichtet, worauf dieser dann von Händen in den Boden (Na, bei Jason Fans müsste was klingeln) gezogen wird. Zum losprusten brachte mich dann die Schlussszene, in der ein leuchtender Engel vom Himmel hinabsteigt (Ja, ehrlich... Keine Verarsche..) und den geläuterten Rico mit sich nimmt. „Engel der Finsternis“ ist so ein Film, den alle Beteiligten bestimmt ganz toll und cool finden. In Wirklichkeit wird aber nur ein wenig im Horrorgenre gewildert und lose zusammengetackert. Die unfreiwillige Komik und die schlimme Synchro machen daraus aber schon eher eine Komödie...

Huhu Talent? Wo bist du? Mmm, nichts gefunden. Die Schauspieler dieses Werks dürften nicht mal Kratzbürsten bei „GZSZ“ oder Moderatoren bei Viva bzw Bravo TV werden. Es war keiner, aber auch kein Schauspieler in dieser Katastrophe zu finden der nicht unter einschläfernden Drogen stand. Na ja, dafür durften sie etwas nacktes Fleisch zeigen. Das war wenigstens etwas..

Fazit:
Ganz übler Versuch eines Vampirhorrorfilms aus Dänemark. Den Synchronsprechern gehört die Zunge rausgerissen und dem Drehbuchautoren die Finger abgehackt. Da der Film so schlecht ist, sorgt er aber für viele unfreiwillig komische Momente, die mir 2 Punkte entlocken. Das ist aber schon das Höchste der Gefühle.

Wertung:
2/10 Punkte

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Ø Wertung: 2/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 1
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