Der Onkel vom Mars

OT: -  94 Minuten -  Komödie
Der Onkel vom Mars
Kinostart: 20.05.1999
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Der Onkel vom Mars

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Tim O’Hara ist ein mittelmäßiger Journalist, der kurz davor steht seinen Job zu verlieren. Da landet ein Außerirdischer(Christopher Lloyd), genannt Onkel Martin, auf der Erde und zieht notgedrungen bei Tim ein. Der ist alles andere als begeistert, denn der Alien bringt sein ganzes Leben durcheinander. Als das Militär von dem Alien Wind bekommt und man am Raumschiff einen Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert drängt die Zeit...

Von einem Walt Disney Film erwartet man nicht besonders tiefsinnige Familienunterhaltung und genau das ist „Der Onkel vom Mars“ auch. Nachdem Martin gelandet ist reiht sich Gag an Gag. Dazu wird eine kleine Lovestory geflochten, die ganz praktisch im Happy End endet. Das böse, aber dumme, Militär sorgt für den kleinen Spannungskniff, damit die kleinen auch bezüglich Spannung zufrieden gestellt werden. Hinzu backe man ein paar lustige Effekte und fertig ist der Alienfilm für das Kinderzimmer. Hat man leider alles schon mal gesehen...

Die Musik bewegt sich ebenfalls auf typischen Disney Terrain und kann fast als Symbol auf die gute, quietschbunte Welt des Films durchgehen. Um am Ende Spannung erzeugen zu können wird auch mal auf temporeiche Musik zurückgegriffen, die aber halt auch nur die Kleinsten ansprechen kann. Nicht mehr als ein Mittel zum Zweck. Eins vor weg, gelacht habe ich bei diesem Film nie. Für ein paar Grinser hat es aber noch gereicht. Der Film ist komplett für die Kleinsten inszeniert, so dass man sich als Erwachsener nicht wirklich angesprochen fühlt.

Tims Einstieg als Produzent erinnert an das alte „Dumm & Dümmer“, doch muss er schnell den Platz für Liz Hurley räumen, die in diesem Film etwas klein und zerbrechlich rüberkommt. Als Kratzbürste ist sie aber spitze. Nach der Landung des Aliens wird sich nicht lange mit irgendeiner Erklärung aufgehalten, denn das Alien geht bei Tim angekommen sofort in die Vollen und macht allerlei Blödsinn. Noch durchgeknallter ist aber sein sprechender Anzug, der sich am liebsten Reizwäsche in der Waschmaschine ansieht. Da Tim die große Story wittert, filmt er alles eifrig mit.

In zwischen haben die bösen Militärs Wind von der Sache bekommen und machen sich auf die Suche nach dem Alien. Wirrkopf Lloyd ist eigentlich nur eine Kopie seiner alten Zeitreisenzeiten. Zumindest kommt er genauso zerstreut und durchgeknallt rüber. Jeff Daniels komisches Talent wird leider komplett in den Hintergrund verfrachtet.
Was nun folgt ist eine Aufreihung verschiedener Gags, bei denen oft mit PC Effekten nachgeholfen wurde. Alle Scherze bleiben dabei hübsch auf Kindergartenniveau und werden nie obszön oder schwarzhumorig. Auf Beispiele lohnt es sich nicht einzugehen, ist wirklich nichts Brauchbares dabei.

Derweil fängt Martin an Tim zu verkuppeln, der anfangs davon gar nicht begeistert ist. Bevor die Komödie endlich baden geht, darf dass dummdreiste Militär Martin und Tim erst jagen und später verhaften. Hier findet man auch die Szene des Films, als man kleingeschrumpft mit dem Auto auf der Suche nach dem entschwundenen Raumschiff durch die Kanalisation in ein Klo gelangt, auf dem sich grad ein recht vollschlanker Mensch entleeren möchte.

Zu guter Letzt werden aber alle gefangen, Martin stirbt fast, überlebt aber und fliegt zum Mars. Der böse Militärprofessor bekommt seine gerechte Strafe und Tim findet seine große Liebe. Ein Schuss Enddramatik und Trauer tut niemanden weh, das sollte seit „E.T.“ bekannt sein. Eigentlich ist „Der Onkel vom Mars“ nur eine Fledderei von Klassikern wie „E.T“, „Starman“ und meinetwegen noch „Alf“. Letzterer war aber viel witziger. Der Film läuft nach dem klassischen Schema ab, so dass man ganz sicher keine Überraschungen zu fürchten braucht.

Ich hätte mir allerdings den einen oder anderen Gag für das ältere Publikum gewünscht, denn die harmlosen Witze sind auf die Dauer doch recht träge. Großes Lob aber an die Effektfirma, denn obwohl man alle Effekte recht deutlich sieht, wirken sie nicht billig, sondern mit viel Liebe gemacht. So bleibt eine mittelmäßige kindergerechte Komödie, die keiner vermissen würde. Vielleicht für Kindergeburtstage zu gebrauchen, aber sicher nichts was in der Primetime zu suchen hat.

Jeff Daniels bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück, da er sein komisches Talent nur ungenügend unter Beweis stellen kann. Ständig versucht er den Schade, der von Martin verursacht wird in Grenzen zu halten. So wie er diese Rolle wiedergibt hätte man auch jeden anderen Schauspieler für diese Rolle nutzen können. Christopher Lloyd läuft hingegen zu lange nicht mehr gesehener Spitzenform auf und wird dabei durch viele Special Effects unterstützt. Es macht richtig Spaß dem alten hektischen Wirrkopf bei seiner Entdeckungsreise zuzusehen. Nach langer Zeit mal wieder eine Paraderolle für den gealterten Star. Lloyd in Hochform.

Fazit:
Kindgerechte Unterhaltung für Kindergeburtstage, der ich aber herzlich wenig abgewinnen konnte. Die Gags sind dafür zu harmlos und für die Story wurde zu viel aus anderen Filmen geklaut. So bleibt ein überflüssiger Film, der allerdings keinem weh tut. Nur Lloyd Fans können zusätzlich noch einen Blick riskieren.

Wertung:
4/10 Punkte

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