The Sweeper - Land Mines

OT: -  96 Minuten -  Action 
The Sweeper - Land Mines
Kinostart: 23.03.1999
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu The Sweeper - Land Mines

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Christian Ericson (Dolph Lundgren) ist ein Topspezialist bei der Beseitigung von Landminen. Als er bei einer seiner Einsätze in Angola von Rebellen überrascht wird, tritt sein Sohn auf eine Mine und stirbt. Als in den USA das Haus eines Senators mit speziellen Minen versehen wird, schickt dieser Michelle Flynn in das Krisengebiet um diese neuartige Mine dort ausfindig zu machen. Nachdem ihre Mannschaft ums Leben kommt, bittet sie den dort lebenden Christian um Hilfe. Doch der entpuppt sich als Säufer und seelisches Frack.

„Sweeper“ ist ein weiterer Lundgren Schnellschuß der ganz schnell in der Videothek verschwand. Das fängt schon bei der Story an, welche voller Ungereimtheiten steckt, denn was hat zum Beispiel ein 11jähriges Kind in einem Krisengebiet zu suchen? Der Film hat zwar einen überraschenden Schluss zu bieten, doch beschränkt man sich zu lange auf die Minensuche. Das Drehbuch schien leider nicht lang gewesen zu sein.

Ganz untypische und unpassende Klänge werden hier benutzt, die eher an einen Dokumentarfilm erinnern. Oft greift man Eingeborenen- bzw der dortigen Volkmusik zurück, welche aber keine Wirkung auf die Bilder entfachen kann. Allein zum Ende hin kann man mit etwas actionorientierte Musik ein ganz klein wenig Spannung erzeugen.

Schon zu Anfang möchte man schreien vor Wut, denn schon bei dem Tod von Christians Sohn schleichen sich einige Fehler ein. Dabei muss man erst mal akzeptieren, dass sein Sohn sich in dem Krisengebiet rumtreibt (wunderschöne Kindheit) und niemand ihn sieht, wenn er alle paar Minuten unter der Plane hervorlugt. Anstatt die Soldaten zu warnen läuft man verständlicher Weise voll ins Minenfeld. *bumm*. Während dessen schießt Ericson mit seiner Minipistole durch die Gegend, trifft aber niemanden weil er den Kopf die ganze Zeit zum Panzer hinter seinem Rücken dreht. Für Freunde unlogischer Filme ist dieser Start schon ein Genuss.

Umschnitt nach Amerika: Terroristen haben einen Senator gekidnappt und das Haus mit speziellen Minen vermint, welche dass anrückende SWAT Team schnell zu spüren bekommt. Der verständlicherweise erzürnte Senator interessiert sich komischerweise brennend für diese Minen und schickt dafür extra ein Team nach Angola, damit man von dort ein Exemplar besorgen kann. Hier darf nun die Erfinderin dieser Mine mit ein paar Jungs nach der entsprechenden Mine suchen, welche sie auch findet. Ihre Männer dürfen die Explosionskraft ihrer Erfindung dann auch sogleich am eigenen Körper erfahren. Gut das Michelle ihre Jacke vergessen hatte...

Sie sucht nun Ericson, der sich nur noch in Bars vollaufen lässt oder sich die Hände zusammen binden um gegen Halbaffen zu kämpfen. Das Lundgren den gebrochenen und heruntergekommenen Mann nicht sonderlich gut wiedergeben kann dürfte klar sein. Nun entwickelt sich eine Suche nach jener speziellen Mine, die man auch irgendwann findet. Leider ist aber der lokale Erbauer dies Spielzeugs (das Ding sieht aus wie vom anderen Stern) nicht sonderlich begeistert von den Schnüffeleien der beiden.

So fackelt er das nächste Dorf ab, tötet ein paar Zivilisten und jagt die beiden, um später die Frau zu kidnappen. Ericson lässt von nun an den Rambo raushängen und knallt sich durch die gesamte Mine um hinterher einen noch einen Zug zu verfolgen. Die Szene, in der er mit dem Motorrad auf den Zug springt, dürfte dabei bei jedem Zuschauer die Lachmuskeln aktivieren. Gleiches gilt für die Frau im Jeep die höchstens mit 30 km/h hinter dem Zug herdackelt.

Auf dem Zug macht Ericson mit Minipistole Dutzende von bösen Terroristen platt, um am Ende dem Obermacker dann mit einer Mine die Fresse zu stopfen. Warum der Zug genau dann explodiert, obwohl es schon zig Explosionen vorher gab, weiß wohl nur der Regisseur. Doch man kann „Sweeper“ auch positive Seiten abgewinnen. Denn für einen B-Film ist er überraschend gut inszeniert worden. Keine Einstellung und keine Explosion sieht übertrieben billig aus. Sogar auf übertrieben blutige Einschüsse hat man verzichtet. Der Optik kann man durchaus etwas abgewinnen. Da es scheinbar an Geld mangelte wurde aber teilweise etwas zu hektisch und schnell geschnitten, damit man auch mal sparen konnte. Besonders die Hubschrauber/Jeep Jagd hat darunter zu leiden. Dieser Film ist mal wieder kein Glanzstück in Lundgrens B-Film Karriere, doch hat er schon in wesentlich schlechteren Filmen mitgespielt. Als Film für zwischendurch, ist „Sweeper“ alle mal akzeptabel.

Dass Dolph Lundgren keine Edelmime ist dürfte hinlänglich bekannt sein. So macht er hier auch nur eine mittelmäßige Figur. Den besoffenen Entschärfer mag man ihm ja noch abnehmen (entschärft er überhaupt eine Mine?), aber als trauriger Familienvater ist der Mann ein Witz. Sein Können, was Kämpfe angeht, kann er hier leider nur sehr selten zeigen. Bruce Payne ist leider fehlbesetzt, denn wer das Image dieses Manns kennt, weiß schon nach 5 Minuten wer der Bösewicht im Film ist. Seine Arztrolle passt gar nicht zu ihm und mit längeren Haaren und Brille sieht er eher wie ein verhinderter Professor aus. Da gefiel er mir in „Highlander: Endgame“ schon viel besser. Aber B- Film- Schauspieler sollten wohl froh über jede Rolle sein.

Fazit:
Typisch, billiger Lundgren-Videothekenfilm mit einigen Ungereimtheiten, teilweise unfreiwilliger Komik und leider nur mittelmäßigen Darstellern. Optisch macht der Film aber mehr her, also so manche Videothekengrütze. Fans können einen Blick riskieren, allen anderen rate ich aber ab, denn nach Spannung sucht man vergebens und richtige Action bekommt man nur am Ende geboten.

Wertung:
3/10 Punkte

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