Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia

OT: -  137 Minuten -  Fantasy 
Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia
Kinostart: 31.07.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 02.01.2014
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Filmkritik zu Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia

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Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia war im Jahr 2005 einer der erfolgreichsten Vertreter der Fantasyfilme, die versuchten, auf der bemerkenswerten Herr der Ringe-Welle mitzureiten. Unterm Strich standen am Ende Einspielergebnisse von weltweit 745 Millionen Dollar alleine im Kino. Somit ist der Film immer noch einer der erfolgreichsten Disney-Filme aller Zeiten, weswegen es auch keine großen Zweifel bezüglich eines zweiten Teils gab. Mit Prinz Kaspian von Narnia hat man diesen auch relativ zügig nachgeschoben.


Peter (William Moseley), Edmund (Skandar Keynes), Susan (Anna Popplewell) und Lucy (Georgie Henley) befinden sich nichts ahnend in der Londoner U-Bahn, als sie plötzlich, ausgelöst durch den Hilfruf Prinz Kaspians (Ben Barnes), zurück nach Narnia gezogen werden. Doch während in ihrer Welt nur ein Jahr vergangen ist, sind in Narnia 1300 Jahre vorbeigezogen. Die magischen Geschöpfe Narnias wurde fast völlig ausgerottet. Gemeinsam mit den wenigen Überlebenden und Prinz Kaspian versuchen die Geschwister nun, den bösen König Miraz (Sergio Castellitto) zurückzuschlagen...


Die Narnia-Geschichten von C.S. Lewis konnten schon in Buchform die christliche Gemeinschaft zum Verzücken bringen, was wahrscheinlich einer der Mitgründe ist, warum die Verfilmung besonders in Amerika zahlreiche Familien in die Kinos lockte. Die Kritiker bekamen allerdings die große Krise mit den moralischen Gepflogenheiten des Films (schließlich sorgte schon die Buchform für den literarischen Gegenentwurf Der Goldene Kompass). Was hat sich also im zweiten Teil geändert?


Eigentlich doch einiges. Die Bilder sind wirklich gut gelungen, und man schafft es tatsächlich stellenweise, zumindest optisch ein gelungenes Fantasywerk zu präsentieren. Auch zeigt sich Prinz Kaspian von Narnia viel düsterer und ernster als sein kindlicher Vorgänger. Doch ob das wirklich so vorteilhaft ist, ist wieder eine andere Geschichte. Denn durch die düsterere Einstellung des Films und den aber generell eher kindlichen Grundton ergibt sich eine höchst unbefriedigende Mischung.


Für die ganz Kleinen wird die Geschichte rund um Erbfolgenmord und Rebellion vielleicht etwas zu dunkel gehalten sein, außerdem ist fragwürdig, ob man die vielen unmotivierten Schlachten einem jungen Publikum anvertrauen sollte. Den älteren werden die blutleeren und im Vergleich zu anderen Filmen (die man im höheren Alter schon kennen dürfte) schwachen Kampfszenen sauer aufstoßen, und die kindliche Naivität des Films wird wohl einigen ebenfalls gehörig auf die Nerven gehen.


Schlussendlich schießt Prinz Kaspian von Narnia also an jeder möglichen Zielgruppe vorbei, und so richtig gefallen wird er wohl nur einer Minderheit. Die gesamte Geschichte wird stellenweise holprig vorgetragen, die Fantasywelt erreicht keine kohärente Struktur, und als Zuseher wird man so immer wieder durch den unrunden Verlauf und die unbefriedigenden Ideen aus dem Fluss geworfen. So erweist sich ein genüssliches Eintauchen in den Film als nahezu unmöglich.


Weiters fallen die schwachen Leistungen aller Darsteller auf, die sich hölzern und uninteressant von Szene zu Szene quälen, und durch die großteils ziemlich schwachen Dialoge auch noch weiter herunter gezogen werden. Es fällt sichtlich auf, dass sich Prinz Kaspian von Narnia nur von Actionszene zu Actionszene hangelt und zwischendurch den kleinen Zusehern durch die Tierfiguren einen Happen zu wirft, aber ansonsten nicht viel zu bieten hat.


Fazit:

Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia macht einiges besser als sein Vorgänger, macht aber gleichzeitig einen großen Fehler. Denn obwohl der Film mehr Action einbaut, das Setting verdunkelt und generell etwas erwachsener wirkt, was ja große Kritikpunkte am Vorgänger waren, wirkt der fertige Film nun so, als würde er an allen Zielgruppen vorbeischießen. Für die Kleinen vielleicht zu erwachsen, und für die Erwachsenen viel zu kindlich. Sicher nicht die erste Wahl für einen netten Familienabend.


Wertung:

5/10 Punkte

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