Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter (2006)

OT: - 104 Minuten - Fantasy
Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter (2006)
Kinostart: 14.12.2006
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

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Literaturverfilmungen sind bei weitem nichts ungewöhnliches im Filmbusiness. Sie haben den Vorteil das man sich im Normalfall bereits auf eine relativ große Masse von Lesern verlassen kann, die sich wahrscheinlich auch ansehen werden wie denn das Buch denn auf der Leinwand wirkt. Auch Fantasyliteratur steht spätestens seit Peter Jacksons riesigem Erfolg mit Der Herr der Ringe auf den Wunschlisten der Produzenten und dieser Umstand hat wohl auch dazu beigetragen, dass die Drachenreitersaga, vom erst 15 jährigen Autor Christopher Paolini, seine Kinoumsetzung bekommt. Dass diese Umsetzung dabei aber nicht einmal einen Bruchteil des Buches auf die Leinwand bringt, und dass dies selbst einen Nichtkenner des Buches, wie mir, auffällt, ist wieder eine andere Geschichte.

 

Der 17 jährige Eragon (Ed Speleers) findet auf der Jagd einen seltsamen Stein. Er bringt ihn nach Hause und als kurze Zeit darauf ein Drachen daraus schlüpft, stellt sich heraus dass es sich keineswegs um einen Stein, sondern um ein Ei handelt. Der König des Landes Galbatorix (John Malkovich), will unbedingt den Drachen und seinen neuen Herrn Eragon töten, da er das Land nur im Griff hat weil er selbst der letzte Drachenreiter ist. Doch die beiden entkommen seinem Anschlag und fliehen mit dem mysteriösen Brom (Jeremy Irons) in Richtung des geheimen Hauptquartier der Varden, die den Krieg gegen den König planen. Auf dem Weg stellt sich heraus das Brom selbst Drachenjäger war und er führt Eragon in alles ein was er wissen muss...

 

Die Geschichte selbst, die der Jugendliche Autor Paolini in seinen Eragon Büchern erschaffen hat, ist natürlich weit weg vom Kaliber eines Herrn der Ringe, aber sie stellt soetwas wie eine Hommage an das Fantasygenre an und man kann dem Autor seine Liebe zu diesen Geschichte deutlich anmerken. Deshalb kann man auch einige Naivitäten, in Buch wie im Film, getrost vergessen, da die Geschichte einfach Charme hat. Nicht so gut ist dass die Geschichte des Autors nur in Bruchstücken ihren Weg auf die Leinwand findet.

 

Die Spieldauer von 104 Minuten ist bei weitem zu kurz um ein 736 Seiten langes Buch darin unterzubringen. Zwar ist es schon klar das man nicht jedes Detail des Buches in den Film bringt, und ich bin auch dagegen dass man an jeder noch so winzigen Kleinigkeit festhällt, aber was hier serviert wird, ist einfach zuviel des Guten. Man erinnere sich zurück ins Jahre 2001, als Peter Jacksons großartiges Fantasy-Epos Der Herr der Ringe Premiere feierte und zwar selbst von den extremsten Buchfans geliebt wurde, aber sich dennoch den Kritikpunkt anhören musste zuviel gekürzt zu haben. Dabei muss man betrachten das der Film in 3 Teilen zu je 3 Stunden in die Kinos kam und die Fans dennoch das Fehlen kleiner Handlungsstränge bekritelten. Es wäre kaum vorzustellen was geschehen wäre wenn man es so wie in Eragon gemacht hätte.

 

Obwohl ich das Buch nicht kenne sind mir sofort die vielen zerstückelten Teile aufgefallen, die zwar interessante Türen aufstoßen, aber dann achtlos an ihnen vorbei gehen. So kann das nicht funktionieren, denn wenn zum Beispiel der Drache Saphira als Baby in die Luft steigt und als Erwachsener Drache landet, wird jeder sofort merken dass da etwas nicht ganz stimmt. Ein stimmiges Gesamtbild ergibt der Film somit auf keinen Fall, obwohl er eigentlich das Potential hätte eine gute Geschichte zu erzählen.

 

Die Effekte sind im Vergleich zur Geschichte relativ gut geworden. Bei den Schauspielern tun sich aber leider einige Schwächen auf: Hauptdarsteller Ed Speleers erweist sich als nicht besonders talentierter Darsteller und seine Fähigkeiten scheinen in allen Punkten sehr begrenzt. Doch ob das wirklich an ihm liegt, oder an einer schlechte Regie lässt sich nur schwer sagen, denn der Regisseur schafft es sogar den ausgezeichneten John Malkovich schlecht aussehen zu lassen. Lediglich Jeremy Irons lässt sich nicht bremsen und spielt auf dem hohen Niveau, das man von ihm kennt. Leider wird auch er durch den hektischen Stil des Films beschränkt.

 

Fazit:

Eragon ist ein Film der in seiner Hektik untergeht. Die Geschichte lässt zu viel aus und besteht nur aus losen Handlugnssträngen, die einfach nicht zusammenpassen. Zuviel aus dem Buch wurde weggelassen und deshalb ist Eragon leider nicht der Fantasyhit, der er hätte werden können. Schade.

 

Wertung:

4/10 Punkte

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Ø Wertung: 4.3/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 11
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