Ein Schatz zum Verlieben

OT: -  113 Minuten -  Action / Komödie
Ein Schatz zum Verlieben
Kinostart: 25.04.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Ein Schatz zum Verlieben

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Ein Schatz zum Verlieben ist schon ein gewisses Phänomen. Denn eigentlich wäre der Film ein Musterbeispiel für ein misslungenes Großprojekt, nach dessen Betrachtung man Regisseur Andy Tennant am liebsten sofort wieder zurück auf die Filmschule schicken möchte. Denn angefangen vom platten Drehbuch, über die ideenlose Regie, bist zum misslungenen Timing der Gags und die klischeehaftesten Figuren seit langer Zeit stimmt hier wirklich so gut wie nichts. Und trotz alledem schaffte es der Film auf den ersten Platz der US-Kinocharts, und tatsächlich kann er auch stellenweise unterhalten.

Finn (Matthew McConaughey) ist Schatzsucher aus Überzeugung, leidet aber momentan etwas an einem Formtief. Zunächt will seine Ehefrau Tess (Kate Hudson) die Scheidung und dann macht auch noch ein Gangster Jagd auf ihn. Zu allem Überfluss versinkt auch noch sein Boot, als er kurz davor ist einen legendären Schatz zu bergen. Doch da erblickt er Licht am Horizont: Der Milliardär Nigel Honeycutt (Donald Sutherland), für den Tess arbeitet, finanziert ihm die nächste Schatzsuche, doch er ist nicht der einzige der danach sucht. Nun muss Finn als erstes den Schatz finden und natürlich das Herz von Tess zurückgewinnen...

Man muss nicht besonders lange nachdenken um zu entdecken, dass es der einzige Sinn von Ein Schatz zum Verlieben ist, den Produzenten Geld in die Kasse zu bringen. Diese haben sich für diesen Zweck einige namhafte Darsteller an Bord geholt, mit der Karibik eine wunderschöne Location gefunden und natürlich das Ganze noch mit einem längst verschollenen Schatz garniert, welcher der Geschichte als Antrieb dient. Dabei ist man natürlich kein Risiko eingegangen sondern drehte einen lockeren Sommerfilm nach Schema F.

Es ist auch nicht lange möglich dem aufmerksamen Zuseher zu verbergen, dass bei der Produktion reichlich hektisch vorgegangen wurde, um die Kosten möglichst niedrig zu halten, und dadurch den Gewinn natürlich weiter zu erhöhen. Als erstes wurde bereits beim Drehbuch gespart, dem eine gründliche Überarbeitung sichtlich gut getan hätte. Die Story beschränkt sich im Wesentlichen auf ein lockeres Feel Good Geplänkel, das durch teilweise merkwürdige Rätseleinlagen vorangetrieben wird.

Auch die Figuren gewinnen sicherlich keinen Preis für Innovation. Da ist zunächst natürlich Finn, der coole und lockere Schatzjäger, der natürlich den klassischen Abenteurer verkörpert. Dabei hat man die Rolle scheinbar leicht an Jack Sparrow aus Fluch der Karibik angelegt (natürlich ohne dessen Klasse zu erreichen), was besonders durch den spitzbübischen Charme und sein Auftreten hervorgeht. Weiters dürfen Kate Hudson als klassisches Love-Interest, Donald Sutherland als Milliardär der Abwechslung sucht, und Ray Winstone als abgebrühter Schatzjäger auftreten. Schlussendlich bleibt noch Alexis Dziena als Tochter von Donald Sutherland zu erwähnen, die mit ihrem dümmlich-naiven Auftreten wohl selbst dem abgebrühtesten Mainstreamfan auf die Nerven gehen wird.

Doch trotz all diesen Fehlern bleibt es auch nicht aus zu sagen, dass Ein Schatz zum Verlieben zumindest halbwegs kurzweilig bleibt. Dies liegt vor allem an den Schauwerten, die landschaftlich durch die Karibik und menschlich durch die beiden Hauptdarsteller gewährt wird. Somit kann man sich, auch wenn gerade wieder einer der vielen misslungenen Gags verfeuert wird, zumindest optisch etwas ablenken. Empfehlenswert macht dies den Film zwar noch nicht, aber er wird damit zumindest zu einer Alternative für die sturen Anhänger des amerikanischen Mainstreamkinos.

Fazit:
Ein Schatz zum Verlieben bringt eigentlich alles mit um als vollkommen gescheitert betrachtet zu werden: Das Drehbuch ist mies und unplausibel, die Figuren sind allesamt vom Reißbrett, die Inszenierung ist ideenlos und die Gags werden großteils ins Leere verschossen. Dennoch bleibt Ein Schatz zum Verlieben teilweise unterhaltsam, was vor allem daran liegt, dass sich der Film selbst nicht ernst nimmt, und die Schauwerte stimmen. Wer also von glatter Hollywoodunterhaltung ohne Überraschungen nicht genug bekommen kann, der kann auch diesem Film eine Chance geben.

Wertung:
5/10 Punkte

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