Sharkwater

OT: -  89 Minuten -  Dokumentation
Sharkwater
Kinostart: 30.05.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
Will ich sehen
Liste
3135
Bewerten:

Filmkritik zu Sharkwater

Von am

Der Hai hat es in der Welt wahrlich nicht leicht. Obwohl die Haie zu den brillantesten Jägern der Welt zählen und ihre Gattung seit über 450 Millionen Jahren auf dem Planeten Erde existiert, sie also damit sogar die Dinosaurier überlebt hat, werden Haie von den Menschen immer noch als Feinde angesehen. Einen Großteil zu diesem Ruf hat sicherlich Steven Spielbergs Der Weiße Hai beigetragen, der den Hai als angriffslustigen Mörder zeigt. Dass es jedoch in Wirklichkeit ganz anders aussieht, versucht uns Sharkwater zu zeigen, eine Doku, die nicht versucht, mit dem Image der Haie Geld zu verdienen, sondern stattdessen die wahren Fakten ans Licht bringt.

Rob Stewart hatte Zeit seines Lebens eine Vorliebe für Haie und war immer schon verwundert ,welch schlechten Ruf diese Tiere doch in der Welt genießen. Also plante der studierte Biologe eine Doku, die mit den Vorurteilen, dass Haie alle kaltblütige Menschenfresser sind, aufräumt. Stattdessen wollte er die natürliche Schönheit der Tiere einfangen und aufzeigen, wie diese Tiere wirklich leben. Doch als er gemeinsam mit dem Naturschützer Paul Watson losgefahren ist und das Team schließlich eine Gruppe illegaler Haifischer gestoppt hatte, wollten die Behörden von Costa Rica nicht die Haifänger, sondern das Team einsperren, und so bekam seine Doku eine ganz andere Richtung...

Sharkwater beginnt damit aufzuzeigen, wie aus dem mächtigen Jäger Hai plötzlich ein Gejagter des Menschen wurde, und gleichzeitig versucht der Film in wirklich wunderschönen Bildern zu zeigen, wie diese missverstandenen Tiere wirklich leben. Dabei agiert das Team hinter Sharkwater allerdings nie verantwortungslos, wie man es aus vielen Fernsehberichten kennt, wo sich todesmutige Taucher ins Wasser begeben, während die Haie mit blutigen Ködern angelockt werden. Dass man nach solch leichtsinnigen Aktionen bei Angriffen wirklich noch von den aggressiven Haien spricht, ist eigentlich blanker Hohn.

Wie Rob Stewart schön sagt würde niemand auf die Idee kommen, neben einem Rudel hungriger Löwen laufen zu gehen, aber bei Haien ist es selbstverständlich, dass Taucher leichtsinnig im Wasser agieren. Eigentlich ist es ein Wunder, dass bei einem derartigen Leichtsinn nicht mehr Unfälle mit Haien passieren. Sharkwater macht uns allen klar, dass die Haie keinenfalls die kaltblütigen Mörder sind, die jeden Menschen bei Gelegenheit sofort attackieren, sondern viel mehr wichtige Regulatoren für das gigantischen Ökosystem Meer.

Im Laufe des Films ändert Sharkwater dabei allerdings deutlich seinen Stil. Während man anfangs noch voll und ganz auf der Ebene einer klassischen Tierdokumentation operiert und vor allem mit wunderschönen Bildern und interessanten Fakten zum Thema Haie überzeugt, wendet sich ab der Hälfte das Blatt, und Sharkwater geht eher in die Richtung einer aufwühlenden Öko-Doku und folgt der persönlichen Geschichte von Rob Stewart, was schließlich Licht in die Geschäfte des illegalen Haifischflossenhandels bringt.

Leider ist der zweite Abschnitt dabei allerdings nicht ganz so faszinierend wie der erste Teil, da vor allem die wunderschönen Bilder der Haie fehlen und sich Sharkwater stellenweise nicht mehr wie ein Kinofilm, sondern wie eine sehr gut gemachte Fernsehdoku anfühlt. Man sollte sich davon allerdings nicht abschrecken lassen, denn Sharkwater bleibt trotzdem ein Film, den man gesehen haben sollte. Und wenn man die Bilder der Haie sieht, denen die Haifänger alle Flossen abgeschnitten haben und sie blutend zurück ins Meer werfen, wo sie elendiglich zu Grunde gehen, dann ist klar, dass nicht der Hai das Monster ist, sondern der Mensch.

Fazit:
Sharkwater versucht das Image, das Haie dank ihres Aussehens und Filmen wie Der Weiße Hai haben, etwas aufzubessern, indem der Film zeigt, wie die Tiere wirklich leben und somit den Mythos vom brutalen Menschenfresser relativiert. Speziell in der zweiten Hälfte wendet sich der Film dann allerdings etwas vom klassischen Tierfilm ab und versucht sich als aufwühlende Öko-Doku. Das Ergebnis verfehlt seine Wirkung zwar nicht, aber irgendwie vermisst man die wunderschönen Bilder aus der ersten Hälfte, weswegen Sharkwater zwar ein Film bleibt den man gesehen haben sollte, aber es reicht auch wenn man ihn auf DVD nachholt.

Wertung:
7/10 Punkte

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 7/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 4
10 /10
0%
9 /10
0%
8 /10
0%
7 /10
100%
6 /10
0%
5 /10
0%
4 /10
0%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Mein liebster Feind
Back to Africa
Stealing Klimt
The 11th Hour - 5 vor 12
Knut und seine Freunde
Man on Wire
Jesus Christus Erlöser
Shine a Light
Alle Empfehlungen anzeigen
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!