Love and other Disasters (2006)

OT: - 90 Minuten - Romantik / Komödie
Love and other Disasters (2006)
Kinostart: 11.04.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 15.09.2011
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Filmkritik zu Love and other Disasters

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Am 06. Juni 1998 strahlte der amerikanische Pay-TV Sender HBO die erste Folge der mittlerweile legendären Serie Sex and the City aus, und wohl kaum einer ahnte was das für Folgen haben werde. Sowohl in den Printmedien, als auch in allen TV-Anstalten rund um den Globus wurde ein Phänomen kreiert, was bald schon bewirkte dass die Serie in aller Mund war. Doch auch auf die Kinowelt hatten die vier Freundinnen und ihre Beziehungsprobleme Auswirkungen, was sich dadurch zeigte, dass so einige Filme versuchten auf dem Erfolg mitzuschwimmen und eine ähnliche Stilistik an den Tag legten. Love and other Disasters ist einer davon, leidet aber leider an so mancher Schwäche, die einen runden Filmgenuss verhindert.

Emily „Jacks“ Jackson (Brittany Murphy) arbeitet als Assistentin bei der britischen Vogue, wohnt gemeinsam mit ihrem schwulen Freund Peter (Matthew Rys) zusammen und schafft es immer noch nicht sich von ihrem Ex-Freund zu lösen. Eines Tages tauch aber plötzlich der attraktive und talentierte Foto-Assistent Paolo (Santiago Cabrera) auf und Emily glaubt endlich den richtigen Partner für Peter gefunden zu haben. Das Problem ist nur, dass Paolo gar nicht schwul ist, und es in Wirklichkeit auf Emily abgesehen hat...

Love and other Disasters wird zugegeben mit Sicherheit keinen Preis für seine Kreativität gewinnen. Es ist ja ein generelles Problem des Genres, dass sich romantische Komödien alle irgendwie gleich anfühlen, und obwohl sich Love and other Disasters an vielen Stellen über diesen Umstand lustig macht, schafft er es dennoch nicht sich von diesen Fehlerquellen genügend zu distanzieren. Es mag zwar schön und gut sein, wenn man darauf hinweist, dass romantische Komödien die Realität verzerren, aber wenn man dann genau die selben Fehler macht, ist das schon irgendwie peinlich.

Im Wesentlichen beschränkt sich Love and other Disasters darauf einige wenige Stilelemente ständig zu wiederholen, und überraschenderweise schafft es der Film trotz dieser simplen Vorgehensweise großteils kurzweilig zu bleiben. Die wichtigste Zutat ist mit Sicherheit das Sex and the City Ambiente, das sich auf typische Großstadt-Charaktere stürtzt und sich auf ihren Lifestyle konzentriert. Natürlich gehört auch ein moderner Beruf (in Sex and the City war es die Zeitungskolumnistin und hier eine Assistentin in einem Modemagazin) und eine große Portion Beziehungallerlei dazu und fertig ist die Mischung.

Ein weiteres wichtiges Stilelement ist, dass man es versucht so flächendeckend wie möglich die Homosexuellen mit ins Spiel zu bringen. Positiv ist dabei mit Sicherheit, dass man es dank der Figur des Peters durchaus schafft den Zuseher zu unterhalten, weil Matthew Rys einfach sympathisch genug ist, damit man sich für seine Figur interessiert, aber leider fällt auch auf, dass man diese homosexuelle Ebene nur eingebaut hat um möglichst aufgeschlossen zu wirken, und sich die meisten Figuren wirklich nur sehr platt anfühlen. Es wirkt vieles einfach zu bemüht, was einen runden Filmgenuss leider verhindert.

Auch wirkt es sehr merkwürdig, dass man den Film mit einem Stilelement beginnt, welches man dann schließlich bis zum Ende völlig aus den Augen verliert. Denn am Anfang steht ein Drehbuchtext, der uns genau beschreibt wie die nächste Szene ablaufen wird, und uns schon einmal darauf hinweisen soll, dass Peter den großen Wunsch hat Drehbuchautor zu werden. Doch abgesehen von der ersten und der letzten Szene wird dieses Stilelement nie verwendet (wäre auch zugegeben etwas nervig gewesen), und so erschließt sich kein wirklicher Sinn hinter dieser Spielerei.

Schlussendlich bleiben noch die ständigen Anspielungen auf den Filmklassiker Frühstück bei Tiffany, die schließlich so weit gehen, dass man Brittany Murphy quasi als zweite Audrey Hepburn in Szene setzt. Wirklich überzeugen kann dieser Ansatz allerdings nicht, dafür werden den männlichen Zusehern einige ausgedehnte Szenen von einer sehr leicht bekleideten Brittany Murphy präsentiert. Insgesamt gesehen ist dies zwar zu wenig um den Film maßgeblich aufzuwerten, aber zumindest wahrt sich Love and other Disasters eine relativ kurzweilige Grundhaltung und kann auch mit einem netten Ambiente punkten. Empfehlenswert bleibt der Film allerdings nur für Freunde des Genres.

Fazit:
Love and other Disasters verwendet den klassischen Sex and the City Stil und verlegt diesen nach London. Das Ambiente stimmt großteils, im großen und ganzen bleibt der Film kurzweilig, aber der Funke will dennoch nicht so richtig rüberspringen. Zwar ist alles ganz solide gemacht, aber jeder der schon einige romantische Komödien gesehen hat, wird wohl kaum eine Überraschung erleben und obwohl es vielen anderen Filmen ähnlich geht, kann Love and other Disasters auch nicht die nötige Frische mitbringen um diesen Fehler auszugleichen.

Wertung:
5/10 Punkte







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