The Grandmother

OT: -  35 Minuten -  Surreal
The Grandmother
Kinostart: Unbekannt
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Filmkritik zu The Grandmother

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Nachdem David Lynch seine beiden Kurzfilme Six Men Getting Sick und The Alphabet gedreht hat, war er vom Filmvirus infisziert und wollte um jeden Preis einen weiteren Film drehen. Doch die hohen Kosten machten es ihm sehr schwer ein neues Projekt realisieren zu können. Durch Zufall erfuhr er von einer Unterstützung durch das American Film Institut für Independent Filmer. Um sich zu bewerben brauchte man ein Drehbuch und Referenzarbeiten. Also musste David das erste Mal ein Drehbuch verfassen, welches aber mit den gängigen Begriff wohl sehr wenig zu tun hatte. Überraschenderweise wurde David Lynchs Projekt The Grandmother dennoch für die Förderung ausgewählt und nun war er hochoffiziell ein Filmemacher.

 

The Grandmother ist ein Film der wohl als Bindeglied zwischen den beiden ersten Werken von Lynch und dessen folgenden Werken zu betrachten ist. Mit 34 Minuten Laufzeit ist es sein damals längster Film und er beinhaltet das erste Mal mehr Real, als Animationsszenen. Dies ist im wesentlichen der Auftakt zu Davids Filmkarriere und die Begründung seines Stils, der mit Eraserhead prunkvoll weitergeführt werden soll. Das besondere an diesem Film ist dass er vollkommen ohne Dialog auskommt.

 

Ein Junge (Richard White), wird von seinen animalischen Eltern unterdrückt und weiß nicht was eine liebevolle Erziehung ist. Mit Hilfe von Samen züchtet er sich eine Großmutter (Dorothy McGinnis), die ihn unterstützen und lieben soll...

 

Mehr vom Inhalt soll hier nicht preisgegeben werden, da der Film ja auch, wie sich jeder Lynch-Fan denken kann, nur eine rudimentäre Rahmenhandlung besitzt und sich stattdessen viel mehr auf seine knisternde Atmosphäre verlässt. Dies wird hauptsächlich durch die verstörende Inszenierung und die wirklich herausragenden Soundeffekte erreicht, die David Lynch geschickt nutzt um eine unbehagliche und vor allem surreale Atmosphäre zu erschaffen. Auch der kreative Schnitt trägt viel dazu bei um den Film zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen.

 

Der Film ist in der Tradition von Lynchs späteren Werken Lost Highway und Mulholland Drive ausserordentlich offen für individuelle Interpretationen und kann eigentlich im herkömmlichen Sinne nicht verstanden, sondern nur gedeutet werden. Doch gerade dieser Teilaspekt ist ja etwas was man von Lynch erwartet. Lynch Fans müssen sich dieses Werk unbedingt ansehen, da es der letztendliche Einstieg des Regisseurs in die Filmwelt ist. Alle anderen offenen Cineasten sind ebenfalls herzlich zum Filmgenuss eingeladen, jedoch sollten sie sich schon auf einíges an Skurilität einstellen.

 

Fazit:

Ein höchst interessanter Film, der vor allem durch seine unbeschreibliche Atmosphäre herausragend ist.

 

Wertung:

8/10 Punkte

Filmering.at
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