Ich habe Euch nicht vergessen (2007)

OT: Ich habe Euch nicht vergessen - 105 Minuten - Dokumentation
Ich habe Euch nicht vergessen (2007)
Kinostart: 28.03.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Ich habe Euch nicht vergessen wirft einen umfassenden Blick auf das Leben und Vermächtnis Simon Wiesenthals, des berühmten Nazijägers und Humanisten, der 2005 gestorben ist. Der Film wird im Original von Oscar®-Gewinnerin Nicole Kidman erzählt, die deutsche Synchronisation hat Iris Berben übernommen; er enthält Interviews mit langjährigen Mitstreitern Wiesenthals, mit Regierungschefs aus aller Welt, mit Freunden und Familienmitgliedern. Wiesenthals einziges Kind, seine Tochter Pauline, tritt in dem Film auf und gibt ihr erstes Interview über ihre Eltern und deren fast 70 Jahre währende Beziehung. Gedreht an Schauplätzen in Österreich, England, Deutschland, Italien, Polen, der Schweiz, der Ukraine und in den USA, enthält der Film bisher unveröffentlichte Archivfilme und –bilder. Regisseur des Films ist Richard Trank, der gemeinsam mit Rabbi Marvin Hier den Film auch geschrieben und produziert hat. Beide haben auch den mit einem Oscar ausgezeichneten Dokumentarfilm “The Long Way Home” (1997) produziert. Die Originalmusik für den Film hat Emmy- und Grammy-Gewinner Lee Holdridge geschrieben und dirigiert.

Der gebürtige Ukrainer Wiesenthal, ein säkularer Jude, der den Holocaust überlebt, aber 89 Mitglieder seiner und der Familie seiner Frau verloren hat, hat mehr als sechs Jahrzehnte seines Lebens der Verfolgung von Nazi-Kriegsverbrechern gewidmet. Er war Architekt, hat aber diesen Beruf nach dem Krieg nicht mehr ausgeübt. Was war die Triebkraft seiner Arbeit? Woher nahm er die Kraft, als seine Bemühungen über Jahre zur Erfolglosigkeit verdammt schienen? Welche persönlichen Opfer hat er gebracht, und welche Auswirkungen hatte seine Entscheidung, Nazi-Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen, auf seine Frau und seine Tochter? Wiesenthal hat nicht nur zur Strafverfolgung von 1.100 Nazi-Kriegsverbrechern beigetragen, er hat auch als einer der ersten auf die Lage der Sinti und Roma, Homosexuellen und anderen Verfolgten hingewiesen, die unter der Naziherrschaft gelitten haben. Während ihn viele als “Gewissen des Holocaust” feierten, war vieles in seiner Karriere umstritten, insbesondere in der Affäre Waldheim in den achtziger Jahren. “Ich habe Euch nicht vergessen” betrachtet Wiesenthals gesamtes Leben – von der Kindheit in der Ukraine, seinen Erfahrungen im Holocaust, seinem Kampf darum, sein kleines Büro weiter zu betreiben, mit dem er fast ohne Mitarbeiter und Geld nach Kriegsverbrechern fahndete, bis hin zum Lob und der Kritik an seiner Arbeit. Zum Schluss fragt der Film, was heute, mehr als 60 Jahre nach Kriegsende, sein Vermächtnis ist.

Quelle: Welan
Filmering.at
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