Die Geheimnisse der Spiderwicks

OT: -  107 Minuten -  Fantasy / Abenteuer 
Die Geheimnisse der Spiderwicks
Kinostart: 20.03.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Die Geheimnisse der Spiderwicks

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Lange Zeit standen Fanatsyfilme nicht besonders hoch im Kurs bei den Studiobossen, doch seit Der Herr der Ringe sowohl Box Office-, als auch Oscargrenzen durchbrach hat sich dies freilich geändert. Viel mehr kann man seit geraumer Zeit ein ziemlich ausgeprägtes Fantasyrevival erleben, und das Genre durchlebt seinen zweiten Frühling. Doch so richtig durchstarten konnte kaum ein Film, und Der Herr der Ringe wirft seinen Schatten weit über alle Projekte. Die Geheimnisse der Spiderwicks macht es grundsätzlich richtig, und vermeidet einen Vergleich mit dem starken Konkurrenten dadurch, dass er einen gänzlich anderen Weg geht, macht aber dafür einige gröbere Fehler, die den Filmgenuss trüben.

Helen Grace (Mary-Louise Parker) hat sich von ihrem Mann getrennt und zieht gemeinsam mit ihrer Tochter (Sarah Bolger) und den Zwillingen Jared (Freddie Highmore) und Simon (auch Freddie Highmore) aufs Land in das Haus ihrer Großtante Lucinda (Joan Plowright), die in einem Sanatorium lebt. Bereits zu beginn gibt es einige merkwürdige Ereignisse im Haus, doch es wird noch viel schlimmer als Jared im Arbeitszimmer seines Ur-Grossonkel Arthur Spiderwick (David Strathairn) ein mysteriöses Buch findet, das jedoch versiegelt und mit einer Warnung versehen ist, die besagt, dass man es keinenfalls öffnen sollte. Natürlich öffnet es Jared dennoch und eregt dadurch die Aufmerksamkeit einiger unliebsamen Kreaturen...

Die Geheimnisse der Spiderwicks orientiert sich an der gleichnamige Kinderbuchreihe von Tony DiTerlizzi und Holly Black. Doch wer bei dem Wort "Reihe" bereits zu stöhnen beginnt kann sich beruhigen, denn man hat nicht vor die Bücher einzeln durchzuarbeiten, und somit eine neue Franchise aus dem Boden zu stampfen, sondern fasst gleich fünf Bände der Reihe in einem Film zusammen und erzählt damit eine abgeschlossene Geschichte ohne nervigen Cliffhanger am Ende. Durch diese, ansich löbliche Vorgehensweise, ergeben sich jedoch andere Probleme.

Da man nämlich gleich mehrere Bände in einen Film presst, und dieser auch noch unter der zwei Stundenmarke bleibt erreicht man leider kaum Tiefe, ganz zu Schweigen von einer epischen Geschichte, wie man es vom Genre eigentlich erwarten würde. Vieles wirkt abgehetzt und schnell heruntergespult, sodass sich der Film großteils leider auf eine, zugegeben gut gemachte, Special-Effect Show beschränkt. Naheliegend ist hierbei, dass man diesen Weg gewählt hat um den Film familientauglich zu gestalten, und somit auf eine längere Laufzeit verzichtet hat.

Überhaupt werden speziell Kinder ihre Freude an den fantasievoll gestalteten Feen, Trollen und sonstigen Figuren haben. Gerade deshalb ist es umso seltsamer, dass Die Geheimnisse der Spiderwicks zwar oberflächlich voll und ganz auf ein junges Publikum setzt, aber gleichzeitig die Gestaltung der Gegenspieler und des Bedrohungsszenarios eigentlich zu düster ist um es den ganz Kleinen zuzumuten, weswegen sich die Frage stellt an welche Zielgruppe man sich eigentlich richtet. Und genau hier liegt wohl die größte Schwäche des Films, denn so richtig recht wird man es kaum jemanden machen.

Was übrig bleibt ist eine zugegeben kurzweilige und temporeich inszenierte Hetzjagd, die so manchem jüngeren Zuseher, der sich nicht zu leicht erschrecken lässt, einen vergnüglichen Abend bescheren wird. Leider breitet sich die Geschichte jedoch nicht zu einem Epos aus, und auch die Charaktere bleiben stets nur oberflächlich umrissen. Als Gegenzug serviert Die Geheimnisse der Spiderwicks allerdings eine interessante Ausgangslage, gut gemachte Effekte und vor allem auch eine treffende Prise Humor, also können Freunde des Genres durchaus einen Blick wagen.

Fazit:
Die Geheimnisse der Spiderwicks ist solide Fantasykost, die es aber nie schafft zu einem denkwürdigen Film zu werden. Die Geschichte wird relativ gehetzt vorgetragen und man nimmt sich keine Zeit um näher auf die Figuren oder gar die Mythologie der Wesen, einzugehen. Auch ist es theoretisch ein klassischer Familienfilm, aber die düsteren Szenen, werden wohl einigen ganz kleinen Zusehern nicht gefallen. Dennoch liefert Die Geheimnisse der Spiderwicks durchwegs kurzweilige Unterhaltung und kann vor allem durch seine Special Effects und einigen netten Ideen punkten.

Wertung:
6/10 Punkte

Filmering.at
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Liste von celinaah
Erstellt: 24.12.2015