Match Point

OT: - 124 Minuten - Drama
Match Point
Kinostart: 29.12.2005
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 06.12.2012
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Filmkritik zu Match Point

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Christ Wilton (Jonathan Rhys-Meyers) ist ein enorm Talentierter aber leider mit wenig Ehrgeiz ausgestateter Ex-Tennisprofi. Nun versucht er sich als Tennislehrer in einem hochgestochenden Londoner Tennisclub. Dieses Arangement nutzt er vor allem um seine Beziehungen zur Upper Class zu verbessern. Schon bald kann der aus armen Verhältnissen stammende Chris Freundschaft mit dem arroganten aber netten Tom Hewett (Matthew Goode) schließen und lernt auch seine Schwester Chloe (Emily Mortimer) kennen. Sie verliebt sich in ihn und auch mit ihrer reichen Familie versteht sich Chris bestens. Doch dann verliebt er sich in die erfolglose Schauspielerin Nola (Scarlett Johansson). Sein Problem ist nur dass Nola die Verlobte von Tom ist...

 

Woody Allen ist zweifellos ein sehr bedeutender Filmemacher. Doch in den letzten Jahren konnte er immer weniger Anklang bei den Kritikern finden. Zwar will ihm niemand abstreiten dass seine Filme überdurchschnittlich sind, aber folgten sie doch immer einem ähnlichen Muster und konnten einfach nicht mehr überraschen. Mit Match Point liefert Woody Allen einen Film ab, der durch überraschende Ernsthaftigkeit überzeugt und ihn wieder zurück in den Olymp der Filmgötter hebt.

 

Vielleicht hat Woody Allen durch seinen Umzug von New York nach London wieder neue Kräfte gesammelt. Dem Big Apple hat er ja bereits durch zeitlose Meisterwerke wie Der Stadtneurotiker oder Manhatten seine Ehrbietung erwiesen und nun folgt mit Match Point die dementsprechende Beleuchtung von Londons moderner High Society und die kritische Auseinandersetzung mit dem moralischen Verfall dieser Gesellschaftsgruppe, sowie die Skrupellosigkeit die notwendig ist um in sie Aufzusteigen, bzw. sich in ihr zu halten.  

 

Der Hauptdarsteller des Films muss vor allem Heucheln um sich den Lebensstandart zu sichern den er sich wünscht. Zuerste muss er Chloe seine Liebe vorlügen und dann muss er sich zwischen seiner Liebe und seinem gesellschaftlichen Status entscheiden. Durch geschickte Wendungen die den Film am Anfang vom Gesellschaftsportrait zur Liebesgeschichte, dann zum Thriller und zur Tragödie bewegen lässt Woody Allen seine Geschichte sehr abwechslungsreich werden und somit bleibt Match Point von Anfang bis zum Ende spannend.

 

Durch die wundervolle von italienischer Opernmusik getragenen Musikuntermalung, die kühlen Bilder und der unglaublichen emotionalen Wucht der Geschichte erscheint Match Point als sehr opernhaftes und theatralisches Werk, welches unglaublich Mitreissend ist und vor allem durch sehr großen Abwechslungsreichtum glänzt. Dabei ist es interessant zu sehen dass der Film trotz sehr langer Laufzeit nie langweilig ist. Jede einzelne Szene hat seine Berechtigung und nichts ist dem Zufall überlassen.

 

Match Point kann im wesentlichen als Woody Allens eigene Interpretation von Schuld und Sühne betrachtet werden und die Spannung steigert sich von Minute zu Minute um am Ende in einem gigantischen Knall zu explodieren. Match Point ist eine fabelhafte Parabel über den moralischen Verfall und als Film absolut zu empfehlen.

 

Fazit:

Meisterhaft inszeniertes Filmerlebnis!

 

Wertung:

9/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 8.1/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 38
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