Horton hört ein Hu! (2008)

OT: - 86 Minuten - Animation
Horton hört ein Hu! (2008)
Kinostart: 14.03.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Horton hört ein Hu!

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Vor vielen, vielen Jahren hat es einmal die Zeit gegeben, dass man als Kind quasi jeden ins Kino kommenden Zeichentrick- und Computeranimationsfilm sehen musste, da das Angebot noch überschaubar war und man sich im Wesentlichen auch darauf verlassen konnte, dass die Qualität stimmt. Heute ist das freilich anders, denn das Genre erlebt seinen zweiten Frühling, und Animationsfilme gibt es wie Sand am Meer. Dennoch sticht Horton hört ein Hu etwas hervor, denn immerhin kommt er von den Machern von Ice Age, und zusätzlich kann man sich über sehr stark auftrumpfende Synchronsprecher freuen. Das Ergebnis ist zwar von der Meisterklasse der Pixarfilme ein Stück entfernt, aber für gute Laune wird Horton garantiert sorgen.

Horton der Elefant genießt sein entspanntes Leben im Dschungel in vollen Zügen, doch alles verändert sich, als eines Tages ein Staubkorn an ihm vorbei fliegt und Horton einen leisen Ton hört, fast so als würde ein kleiner Mensch um Hilfe schreien. Horton beschließt das Staubkorn an einen sicheren Ort zu bringen um es so vor den Gefahren des Dschungels zu schützen. Und tatsächlich hat Horton recht, denn auf dem Staubkorn leben die Hus, angeführt von ihrem Bürgermeister, der zunächst ziemlich geschockt ist, als er von einer Stimme im Himmel erfahren muss, dass seine Welt nur ein Staubkorn ist. Doch auch Horton hat mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen...

Frei nach Theodor „Dr. Seuss“ Geisel, der bereits die Vorlage zum Jim Carrey Film Der Grinch verfasst hat, und in Amerika eine Legende ist, was Kinderbücher angeht, erzählt uns das Animationsteam von 20th Century Fox eine höchst amüsante, und vor allem sehr originelle Geschichte, die im innersten durch die Aussage „Ein Mensch ist ein Mensch, wie klein er auch sei“ vorangetrieben wird und dabei für alle Altersgruppen gleich interessant bleibt. Als familientauglicher Unterhaltungsfilm ist Horton hört ein Hu also wohl die perfekte Wahl, und dem Kinogang sollte nichts im Wege stehen.

Natürlich wirft der neue Genreprimus Ratatouille seinen Schatten weit voraus, und überflügelt den hier besprochenen Animationsfilm in allen Punkten, aber dennoch soll dies kein Hindernis sein, denn Horton hört ein Hu punktet vor allem durch sein sehr schräges Setting und die stets präsente Liebe zum Detail. Das Figurendesign ist sehr gelungen und weist auch einen nicht zu vernachlässigenden Niedlichkeitsfaktor auf, der die Kinderherzen erobern wird. Doch auch Erwachsenen wird die Geschichte vom sympathischen Horton und seinen kleinen Freunden nahe gehen.

Ein nicht zu unterschätzender Bonus, der ja schon bei Ice Age einen Großteil des Reizes ausmachte, ist der Humor, der auch auch bei Horton hört ein Hu wieder über Schenkelklopferqualitäten verfügt. Man legt ein äusserst präzises Timing an den Tag und so sorgt der Film beinahe über die gesamte Laufzeit für Lacher. Lediglich am Ende nimmt die Gagdichte etwas ab, da Horton hört ein Hu an dieser Stelle versucht die Geschichte typisch ausklingen zu lassen und man mehr Zeit in diese Aufgabe investiert. Wirklich schlimm ist dies zwar nicht, aber einen kleinen Dämpfer im Abgang beschert es dem Film dennoch.

Durch das sollte man sich allerdings keinenfalls abschrecken lassen, denn in der Zeit davor bietet Horton hört ein Hu so einiges zum Lachen. Besonders erwähnenswert ist die Szene in der Horton über die wackelige Hängebrücke tänzelt und paralell dazu der Bürgermeister von Hu-Heim beim Zahnarzt ist und natürlich durch Hortons etwas wackelige Odyssee so einiges durchmachen muss. Man schafft es in dieser Szene Bild und Ton auf höchst amüsante Weise zu verschmelzen und unterstützt durch die geniale Parallelmontage einen äusserst stimmigen Angriff auf die Lachmuskeln zu landen.

Auch die Synchronsprecher sind auf höchstem Niveau. Im englischen Original verzaubern die beiden Comedy-Schwergewichte Jim Carrey als Horton und Steve Carell als der Bürgermeister von Hu-Heim das Publikum, aber auch die Besucher der deutschen Synchronfassung bekommen einiges geboten: Denn Christoph Maria Herbst überzeugt in der Hauptrolle und unterstütz wird er durch Anke Engelke, die das Känguru spricht. Insgesamt bietet Horton hört ein Hu Unterhaltung für alle Altersgruppen und sorgt garantiert für einen spaßigen Familienabend.

Fazit:
Die Ice Age Macher beweisen auch mit Horton hört ein Hu was in ihnen steckt und servieren einen liebenswerten, charmanten und vor allem höchst unterhaltsamen Film für die ganze Familie, der es schafft eine hohe Gagdichte mit interessanten Charakteren und einer originellen Idee zu verbinden. Lediglich am Ende nehmen die Witze etwas ab und man gibt sich einer typischen Genreauflösung hin. Dies kann zwar dem nachhaltig positiven Eindruck nicht trüben, unterstreicht aber eindrucksvoll, dass das Animationsteam von Fox noch ein Stück von der puren Genialität bei Pixar entfernt ist.

Wertung:
7/10 Punkte








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