Daddy ohne Plan

OT: -  110 Minuten -  Familien / Komödie 
Daddy ohne Plan
Kinostart: 27.03.2008
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Daddy ohne Plan

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Dwayne "The Rock" Johnson ist einer der wenigen modernen Wrestler, die tatsächlich von sich behaupten können den Nischensport hinter sich gelassen zu haben und auf der Filmleinwand eine erfolgreiche Karriere gestartet zu haben. Das erste Mal machter er als "Scorpion King" im Blockbuster Die Mumie 2 auf sich aufmerksam und kam dabei so gut an, dass er kurz darauf mit The Scorpion King seinen eigenen Film bekam. Da der Film seine Kosten vervielfältigte und die Beliebtheit von The Rock so hoch wie nie war, durfte er seinen Weg als Actionstar weitergehen. 2005 versuchte er sich schließlich in Be Cool das erste Mal in einer komödiantischen Rolle und überzeugte auch auf diesem Gebiet. Mit Daddy ohne Plan folgt nun eine weitere humoristische Darbietung und obwohl der Film an einigen Punkten schwächelt, kann der Sympathieträger The Rock erneut punkten.

Joe Kingman (Dwayne "The Rock" Johnson) hat es geschafft: Er ist der erfolgsverwöhnte Quarterback der Boston Rebels. Geld, Ruhm, Frauen, Joe hat einfach alles, nur keine Familie. Zwar hat er durchaus seinen Spaß am Junggesellenleben, und genießt den Luxus und die Partys in vollen Zügen, aber wenn er nach Hause kommt, dann wartet nur sein Hund auf ihn. Eines Tages steht jedoch die achtjährige Peyton Kelly (Madison Pettis) vor seiner Tür, und behauptet sie wäre seine Tochter, die er gemeinsam mit seiner Ex-Frau hat. Als Beweis bringt sie ihm die Geburtsurkunde mit, auf der er als Vater vermerkt ist. Weiters teilt sie ihm mit, dass er das nächste Monat auf sie aufpassen muss, weil ihre Mutter in Afrika ist. Joe wehrt sich zunächst dagegen, lässt sich aber dann doch auf Peyton ein, und entdeckt, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, dass ihm immer etwas im Leben gefehlt hat...

Scheinbar finden Hollywoods Produzenten einen gewissen Reiz darin Schauspieler entgegen ihres angestammten Rollentypus zu besetzen. Besonders interessant scheint es, wenn man Actiondarsteller in komödiantischen Rollen besetzt, da man dies auch häufig damit kombiniert, dass die Actiondarsteller ihre harten Rollen beibehalten dürfen, nur eben in einem neuen Umfeld zurechtkommen müssen. So z.B. bei Arnold Schwarzenegger, der als knallharter Cop im Kindergarten klarkommen musste, oder Vin Diesel der als Ex-Marine den Babysitter geben musste. Natürlich darf sich auch The Rock als Footballspieler seine Männerdomäne bewahren, und muss mit seiner Tochter klarkommen.

Man braucht hier auch gar nicht lange um den heißen Brei herumreden: Daddy ohne Plan ist eine von vorne bis hinten durchschaubare, reichlich unoriginelle und klischeebeladene Familienkomödie, die keinem weh tun will sondern nur bekannte Situationen leicht variiert darbietet. Keine einzige Figur wäre in dieser Konstellation denkwürdig, da sie alles nur platte Abziehbilder sind. Der einzige Grund warum Daddy ohne Plan dennoch bedingt unterhaltsam bleibt, ist Dwayne "The Rock" Johnson, der voller Selbstironie sein eigenes Image aufs Korn nimmt und den Zuseher mit seinem Charisma bei der Stange hält.

Relativ mehr wird auch schon nicht mehr geboten. Madison Pettis obliegt es süß zu wirken und sie erfüllt diese Aufgabe auch mit Bravour und Kyra Sedgwick hat als kinderscheue, knallharte Managerin auch einige Lacher auf ihrer Seite. Als Sidekick wird The Rock nicht wie üblich ein notorischer Sprücheklopfer, sondern gleich ein ganzes Footballteam zur Seite gestellt. In diesem erfüllt jeder Spieler ein anderes Klischee. Vom Strohdummen, über den Muskelprotz, bis zum klassischen Familienvater und den Partylöwen ist jedes Stereotyp vertreten. Einen Preis für Originalität gewinnt diese Vorgehensweise zwar nicht, aber seine Wirkung beim Mainstreampublikum wird sie auch nicht verfehlen.

Somit ergeben sich eine Vielzahl von Komponenten, die allesamt nicht besonders schmackhaft sind, aber das starke Zugpferd The Rock hält das brüchige Konglomerat aus verschiedenen mittelprächtigen Ideen mit seinem vollen Einsatz doch zusammen und sorgt für einen durchaus unterhaltsamen Kinoabend. Natürlich bleibt Daddy ohne Plan immer glatt und wird wohl relativ schnell nach dem Kinobesuch wieder vergessen werden, aber wer an Filmen wie Der Kindergartencop seine Freude hatte, und auch einen gewissen Zugang zu Dwayne "The Rock" Johnson hat, der kann einen Blick riskieren, wenngleich man sich keine allzu hohen Erwartungen machen sollte, denn das Prädikat Mittelmäßig erhält dieser Film nur durch einen kräftigen The Rock Bonus.

Fazit:
Daddy ohne Plan ist ein glatter, oberflächlicher und vor allem klischeehafter Unterhaltungsfilm, der das Prädikat Mittelmäßig nur erreicht weil sich Dwayne "The Rock" Johnson von seiner besten Seite zeigt und als selbstironischer, aber vor allem sympathischer Football-Daddy das Publikum bei der Stange hält. Ansonsten sollte man sich nichts großartiges von diesem Film erwarten: Die Figuren sind platt, die Geschichte vorhersehbar und natürlich bleibt alles schön glatt, sodass man nur keinem weh tun könnte. Als Familienfilm, für alle die einen Zugang zum Hauptdarsteller haben, kann man allerdings einen Blick riskieren.

Wertung:
5/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 5.8/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 4
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