![]() ![]() 10.000 B.C. OT: 10.000 B.C. Regie: Roland Emmerich Drehbuch: Roland Emmerich, Harald Kloser Filmstart: 07.03.2008 | Laufzeit: | Fantasy-Abenteuer |
Im Jahre 10.000 vor Christus beginnt jeder Tag mit einem neuen Kampf ums Überleben. Der junge Jäger D'Leh (Steven Strait) hat sich unsterblich in Evolet (Camilla Belle) verliebt, doch eines Tages wird ihr Bergdorf von einer Gruppe mysteriöser Krieger überfallen, die den Großteil der Jäger und auch Evolet entführen. D'Leh will das natürlich nicht hinnehmen, und beginnt mit einer kleinen Gruppe die Verfolgung. Gemeinsam reisen sie durch die verschiedenen Vegetationen und sammeln dabei Menschen auf, die auch unter den mysteriösen Entführern leiden. Bald schon hat D'Leh eine ganze Armee an seiner Seite, und als sie am Ende ihrer Reise ankommen, bahnt sich im Schatten der Pyramiden eine große Schlacht an...
Roland Emmerich hat ja bekanntlich noch nie besonders viel Wert auf Authentizität gelegt, man erinnere sich nur an seine Alieninvasion in Independence Day, oder sein Klimawandlungsszenario in The Day After Tomorrow. Man braucht somit auch nicht verwundert sein, dass er auch in seinem neuen Film 10.000 B.C. keinen Wert auf solche Dinge legt. Seine Schauspieler scheinen ein gutes Fitnessprogramm bekommen zu haben, sodass sie der Körperästhetik unserer Zeit entsprechen, die Zähne sind natürlich glänzend weiß, der Schmutz der Steinzeit wird durch ein dezentes Make-up angedeutet und natürlich reden alle Darsteller ein perfektes Englisch, das lediglich durch einen peinlichen Dialekt verfremdet wurde.
Da das Zentrum des Films nicht unbedingt die Action ist, sondern die Figur des D'Leh werden die Unzulänglichkeiten des Regisseurs in diesem Bereich leider sehr spürbar. Doch die größte Schwäche von 10.000 B.C. ist eindeutig sein schwaches Drehbuch, das sich nicht nur logische Fehltritte leistet, sondern auch auf dramaturgischer Ebene reichlich unausgegoren ist. Man schafft es nicht das Publikum für das Schicksal der Figuren begeistern zu können, und so wirkt die Jagd durch die verschiedenen Zonen des Planetens reichlich langatmig und uninteressant.
Hinzu kommen noch die vollkommen beschränkten Dialoge und der unmotivierte Off-Kommentar, bis der Film schließlich auf eine höchst seltsame Begegnung mit einem Säbelzahntiger hinausläuft. Wie man sich also sicher bereits denken kann, hat es Emmerich mit Sicherheit nicht geschafft einen flüssigen Unterhaltungsfilm zu erschaffen, aber zumindest belohnt er das Publikum am Ende mit einem spektakulären Sklavenaufstand der, obwohl er an einer Stelle kräftig aus 300 zitiert (Stichwort Gott und Speerwurf), insgesamt gesehen doch überzeugt. Dieses Ende und die gelungenen Effekte heben den Film schlussendlich doch noch ins Mittelmaß.
Fazit:
Leider muss an dieser Stelle gesagt werden, dass sich Roland Emmerich mit 10.000 B.C. leider etwas verschätzt hat. Denn er ist ein Krawallfilmer, und kein Geschichtenerzähler, und dies sollte allen spätestens nach diesem Film klar werden. Das Emotionskino das uns Emmerich zeigt beschränkt sich auf triefenden Pathos, die Figuren auf Abziehbilder und das Ganze garniert er auch noch mit einer Ansammlung von Peinlichkeiten die den Filmgenuss gehörig dämpfen. Lediglich am Ende, wenn sich die Sklaven zum Aufstand erheben, kann Emmerich wieder mit seinen Qualitäten punkten, und rettet seines Film ins Mittelmaß.
Wertung:
5/10 Punkte
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