Training Day

OT: -  118 Minuten -  Thriller / Drama
Training Day
Kinostart: 06.12.2001
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Training Day

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Jake Hoyt (Ethan Hawke)hat das große Los gezogen. Er war auf der Polizeiakademie der Beste des Jahres und bekommt nun die Chance beim Drogendezernat zu arbeiten. Nun muss er lediglich den „Training Day" überstehen: Er soll seine Boss Alonzo Harris (Denzel Washington) einen Tag lang begleiten. Jake rechnet mit einem ruhigen Tag im Büro, doch da hat er weit gefehlt: Alonzos Büro ist sein Wagen, also fährt er gemeinsam mit Jake die Straßen ab um ihm alles über diesen Job beizubringen. Schnell entdeckt Jake das Alonzo kein gewöhnlicher Cop ist. Er fängt die Verbrecher durch drastische und brutale Methoden. Dabei nimmt er auf niemanden Rücksicht. Er erklärt Jake seine Lebenseinstellung: Um die Schafe zu schützen musst du den Wolf töten. Um den Wolf zu töten musst du selbst zum Wolf werden. Nun folgt der brisanteste Tag in Jakes Leben...

 

Antoine Fuqua erzählt mit seinem Thriller Training Day eine klassische guter Bulle, böser Bulle Geschichte. Doch es gibt einiges das den Film aus der Masse hervorhebt: Zum einen wäre da die realistische Darstellung der Gangs, das wirklich gute Drehbuch und vor allem Denzel Washington. Um diese Art von Geschichte gut rüber zu bringen bedarf es einen Darsteller der sowohl sympathisch, als auch ausdruckstark ist. Denzel Washington, der für diese Rolle völlig zu Recht mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, ist fulminant und fesselt den Zuseher durch seine Unberechenbarkeit und seinen Charme.

 

Das Drehbuch ist ungewöhnlich, aber überzeugend. Es wird ein Tag im Leben der beiden Polizisten gezeigt. Dabei wird zu Beginn kein richtiger roter Faden geboten, sondern lediglich von einander unabhängige Situationen geschildert. Dies stört aber überhaupt nicht. Im Gegenteil, gerade dieses ungewöhnliche Drehbuch macht viel des Charmes des Films aus. Man wird in die Situation von Jake hinein versetzt und fiebert so umso mehr mit ihm mit. Genauso wie er fühlt man sich zwar von Alonzos Charme angezogen, wird aber durch seine drastischen Methoden abgeschreckt. Alonzo wandert stets am Grat zwischen Korruption, Gewalt und Gerechtigkeit. Ethan Hawke macht eigentlich in jeder Szene eine gute Figur, jedoch bleibt seine Leistung etwas im Schatten des grandios aufspielenden Denzel Washington. Die Nebendarsteller des Films bleiben ohne wirkliche Bedeutung. Sie bekommen nur sehr kurze Screen Time, da das Hauptaugenmerk der Geschichte im psychologischen Duell zwischen Denzel Washington und Ethan Hawke liegt.

 

Die Geschichte verzichtet am Ende darauf den Zuseher mit einer eindringlichen Moralpredigt seine Meinung aufzudrücken. Stattdessen wird uns einfach eine spannende Story, auf unkonventionelle Weise erzählt. Es wird weder wirklich auf Tiefgang, noch auf ausgeklügelte Sozialkritik gesetzt. Training Day ist ein unterhaltsamer Thriller, der sicher nichts weltbewegendes ist, aber den Zuseher dennoch fesselt. Denzel Washingtons stark spürbare Präsenz und seine unglaubliche Ausdruckskraft gemeinsam mit dem guten Drehbuch heben Training Day aus dem unüberschaubaren Pulk der Korruptionsfilme heraus.

 

Fazit

Training Day bietet kurzweilige Unterhaltung, ohne allzu viel Anspruch. Der Film wird von den tollen Darstellern getragen und sorgt für einen spannenden Filmeabend!

 

Wertung:

8/10 Punkte

Filmering.at
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Liste von Sch
Erstellt: 29.12.2014