Saw 2

OT: - 95 Minuten -  Horror
Saw 2
Kinostart: 09.02.2006
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Saw 2

Von am

 

Knapp ein Jahr nach dem Überraschungshit des letzten Jahres folgt auch schon die Fortsetzung von  James Wans Horrorstreifen Saw in unseren Kinos. Sofort fällt auf dass vom ursprünglichen Team nicht mehr viel übrig geblieben ist. Die Regie übernimmt Darren Lynn Bousman und Leigh Whannel, der Drehbuchautor und Hauptdarsteller von Teil 1, tritt nur mehr in der Rolle des Co-Autors auf. Dieser Team Umbruch lässt sich einfach erklären: Die Geschichte von Saw 2 sollte ursprünglich ein völlig anderes Projekt unter der Führung von Darren Lynn Bousman werden. Kurzerhand entschied man sich das Drehbuch leicht zu modifizieren und den Film die Fortsetzung des heißesten Horrorfilms der letzten Jahre werden zu lassen. Diese behelfsmäßige Zusammenbastelei des Drehbuchs ist dem Selbigen auch deutlich anzumerken:

 

Der bisher noch nicht gefasste Serienmörder Jigsaw (Tobin Bell) treibt wieder sein Unwesen: Diesmal hat er es auf den Polizisten Eric Mathews (Donnie Wahlberg) abgesehen. Als dieser den Mörder festnimmt entdeckt er einen Monitor auf dem man eine Gruppe von Menschen in einem Haus eingeschlossen sieht. Jigsaw erklärt Eric das in zwei Stunden alle tot sein werden, da der Raum mit Nervengas gefüllt ist. Doch es kommt noch schlimmer: Einer der Eingeschlossenen ist Erics Sohn. Ein aufreibendes Katz und Maus Spiel mit dem Killer beginnt...

 

Ich nehme es gleich vorweg: Saw 2 kann keinesfalls in die Fußstapfen des ausgezeichneten ersten Teil treten. Das größte Problem ist dass die ausgesprochen dichte Atmosphäre des ersten Teils absolut nicht mehr erreicht wird. Die große Gruppe in dem gesamten Haus erreicht einfach nicht die beklemmende Ausstrahlung die sich von den zwei Opfern im Badezimmern ergeben hat. Man empfindet nicht mehr diese einsame Hoffnungslosigkeit, die einen großen Teil des Erfolges von Teil 1 ausmachte.

 

Der Film plätschert die ganze Zeit über einfach so dahin und überzeugt nur durch seine durchwegs gelungenen Splatterszenen, die den Film als Genrekost sicher eine gewisse Fangemeinde bringen wird. Gegen Ende gipfelt der eher lasche Film in einem wirklich gelungenen Story Twist, der beinahe so überzeugt wie das überraschende Ende des ersten Teils. Das Problem ist nur das ein wirklich gutes Ende eben nicht über einen schwachen Film hinwegsehen lässt.

 

Eine weitere riesige Schwäche sind die lieblosen Charaktere, die den Zuseher einfach nicht ans Herz wachsen wollen. Der überzeugendste Charaktere tritt im Serienkiller Jigsaw in Erscheinung, der zwar auf der einen Seite seine Rolle mit einer wirklich stark ausgeprägten Präsenz spielt, aber andererseits durch seine pseudomoralische Verteidigung seiner Morde und seinem Versuch wegen seines Krebses als Opfer zu gelten doch stellenweise nervt. Die Tatsache das der Mörder viel länger und öfter zu sehen ist als dies im ersten Teil der Fall war nimmt ihm viel von seiner Wirkung und raubt ihm viel von seiner Bedrohung. Die Hausbewohner selbst können sich überhaupt nicht profilieren. Zum Einen wird ihnen vom Drehbuch zugemutet gänzlich ohne Sympathieträger auszukommen und zum Anderen müssen die ohnehin schon unsympathischen Charaktere auch noch mit stellenweise stupiden und völlig unlogischen Aktionen aufwarten. Durch diese absolut miserable Figurenzeichnung fiebert man nicht mit den Leidtragenden mit, sondern sieht sich den Film vollkommen ohne Emotionen an was das Aufbauen einer Atmosphäre, die auch nur ansatzweise die Qualität derer aus Teil 1 erreicht natürlich gänzlich verhindert.

 

Saw 2 ist eine sehr lauwarme Fortsetzung, die in keinem Punkt die Qualität des ersten Teils erreicht. Lediglich der gekonnte Story-Twist am Ende des Films ist wirklich gelungen und die Hommage an den ersten Teil am Anfang und Ende des Films ist wirklich sehr gut und stimmig. Die Atmosphäre in Teil 1 war damals der große Pluspunkt und erzeugte von Anfang an beklemmende Spannung vom Allerfeinsten. In Teil 2 jedoch ist sie keinesfalls erwähnenswert und der Film schafft es vor allem wegen seiner lieblosen Figurenzeichnung und dem viel zu konventionellen Hauptteil nicht Spannung aufzubauen. Als Genrekost könnte der Film allerdings für Splatterfans ein Erfolg werden.

 

Fazit:

Schwache Fortsetzung die in keinem Punkt an den ersten Teil herankommt. Lediglich das Ende ist überzeugend.

 

Wertung:

5,0/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 5.3/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 26
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Liste von Al
Erstellt: 21.06.2014