Reine Nervensache

OT: - 103 Minuten - Romantik / Komödie
Reine Nervensache
Kinostart: 20.05.1999
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Reine Nervensache

Von am

 

Paul Vitti (Rober de Niro) ist einer der ganz Großen in New Yorks Unterwelt. Das erste Mal seit vielen Jahren ist ein Treffen der großem Bosse geplant. Dort hat Paul Vitti die Chance der Boss aller Bosse zu werden. Das passt natürlich seinen Gegenspieler Primo Sidone (Chazz Palminteri) überhaupt nicht, und so beschließt er Paul umbringen zu lassen. Doch das ist nicht Pauls einziges Problem. Seit geraumer Zeit leidet er unter Schlafstörungen, Erektionsproblemen und Panikattacken. Bei einem Mafiosi, der eigentlich Panik verbreiten und nicht unter ihr leiden soll führt dies natürlich zu gewissen Problemen. Auch seine Crew wundert sich schon über das zaghafte Verhalten ihres Bosses. Paul beschließt sich seelische Unterstützung zu holen. Die hofft er im Provinzpsychiater Dr. Ben Sobel (Billy Cristal) zu finden...

 

Regisseur Harold Ramis hat schon des öfteren bewiesen das er imstande ist geniale Komödien hervorzubringen. Immerhin hat er uns den wirklich komischen Film Teuflisch und den brillanten Und täglich grüßt das Murmeltier gebracht. Nun versucht sich der Komödienregisseur an einem Thema das in Hollywood selten für Komödien verwendet wird: Die Mafia.

 

Wenn man das Stichwort Mafia hört fallen einem sofort gewisse Namen ein: Al Pacino, Marlon Brando, Martin Scorsese und natürlich der Größten von allen: Robert de Niro. Vor allem bekannt durch seine knallharten Rollen, die nicht selten im Gangstergenre angesiedelt waren gilt Robert de Niro sicher nicht als erste Wahl für eine Komödie. Doch gerade der Umstand dass wir ihn nur aus beinharte Rollen kennen lässt diese Komödie so gut funktionieren. Nach seiner brillanten sympathischen Leistung in Reine Nervensache bekam er weitere Auftritte im Komödienfach und nutzte sie alle zu brillanten Leistungen. Manche mögen behaupten dass die große Zeit des Robert de Niro vorbei ist. Sein letzter wirklich außergewöhnlicher Film liegt mit Heat über 10 Jahre zurück, doch an seiner darstellerischen Leistung ändert dies nichts.

 

Der zweite große Star dieses Films ist Billy Cristal der sich im Komödienfach längst einen Namen gemacht hat. Zusätzlich versüßt er jährlich die Oscarverleihung durch seine geniale, humorvolle Moderation. Er harmoniert perfekt mit de Niro und die beiden liefern köstliche Szenen wie am Fließband ab.

 

Vor allem ist es genial zu sehen wie de Niro die Rollen parodiert mit denen er groß geworden ist. Besonders amüsant ist der Traum von Billy Cristal in dem er die Ermordungsszene von Marlon Brando aus Der Pate nachträumt und sich de Niro nur mit der Rolle des Fredo zufrieden geben muss.

 

Jeder der ein Fan von Mafiafilmen ist wird viele Szenen wiedererkennen. Der Film entspricht jedoch allen Mustern einer klassischen Komödie und verzichtet deshalb naturgemäß auf besondere Innovation und lässt die Story in den Hintergrund rücken. Deshalb ist Reine Nervensache nur eine gewöhnliche Komödie, die eine außergewöhnliche Hommage an das Gangstergenre hätte werden können.

  

Fazit:

Ein genialer Selbstironischer de Niro der perfekt mit Billy Cristal harmoniert und eine wirklich amüsante Gagparade ohne Tiefgang serviert.

 

Wertung:

6/10 Punkte

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 7.3/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 11
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