Poseidon

OT: - 99 Minuten - Katastrophenfilm
Poseidon
Kinostart: 12.07.2006
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Poseidon

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Wolfgang Petersen, der deutsche Exportschlager nach Hollywood, der nach Filmen wie Das Boot und Die Unendliche Geschichte den Sprung nach Amerika schaffte widmet sich in seinem neustem Film Poseidon, wieder einmal dem Thema: „Katastrophe auf Hoher See". Bereits in Das Boot und Der Sturm hatte er dieses Thema und die Zuseher können sich offenbar noch immer dafür begeistern. Finanziell konnte Petersen mit allen seiner Filme erfolge feiern und auch Poseidon wird hier keine Ausnahme machen, auch wenn die Qualität manchmal doch zu wünschen übrig lässt.

 

In der Sylvesternacht feiern die Passagiere der Poseidon den Anbeginn eines neuem Jahres. Unter ihnen sind der Ex Bürgermeister von New York Robert Ramsey (Kurt Russel), seine Tochter Jennifer Ramsey (Emmy Rossum), ihr Freund Christian (Mike Vogel) und der Falschspieler Dylan Johns (Josh Lucas). Auf hoher See wird das Schiff von einer Riesenwelle getroffen und kippt über. Nun beginnt für die Passagiere ein Wettlauf mit der Zeit: Während der Grossteil der Menschen beim Kapitän im Ballsaal bleibt um auf Hilfe zu warten, zieht eine kleine Gruppe unter der Führung von Dylan Johns los um nach oben zu kommen...

 

Poseidon bietet gewöhnliches Katastrophenszenario mit einigen guten Ideen, aber insgesamt bleibt Petersens neustes Machwerk ein durch und durch mittelmäßiger Film, der gelegentlich für Spannung sorgt, aber nicht wirklich etwas besonderes ist. Das größte Problem ist vielleicht dass uns 95% der Passagiere egal sind, weil Petersen sich nur auf die kleine Gruppe beschränkt die nach oben kommen will. So wird ein unnatürliches Szenario erschaffen das mit heroischen und wagemutigen Szenen aufgepeppt wird. Dieser Weg ist total falsch und somit ist Poseidon nicht wirklich ein Katastrophenfilm, der die gesamten Auswirkungen einer solchen Tragödie zeigt, sondern viel mehr ein kleines, kurzweiliges Heldenabenteuer.

 

Bei den Effekten allerdings kann man Petersen nicht wirklich kritisieren. Die Tragödie wurde tricktechnisch wirklich gut in Szene gesetzt und kann optisch sehr überzeugen. Ein besonderer Augenschmaus ist die Kamerafahrt zu Beginn des Films rund um das Schiff. Aber auch ansonsten ist der Film technisch auf hohem Niveau gehalten.

 

Doch leider ist nicht alles so gut gelungen wie die technische Seite des Films. Es wird leider viel zu viel auf unnötigen Kitsch gesetzt und Petersen bedient sich einem Klischee nach dem anderen. Die drei einzig wirklich überzeugenden und haarsträubend spannenden Szenen des Films sind die im Lüftungsschacht, als die Hauptprotagonisten im Schacht sind, das Wasser ständig ansteigt und sie das Lüftungsgitter nicht aufbekommen, die nachfolgenden Szenen im Ballasttank und die Szenen im Aufzugsschacht. Hier wird gezeigt was dieser Film hätte sein können wenn man mehr auf die intensive Beklemmung Wert gelegt hätte und nicht die Dramatik des Films in der teilweise maßlos übertriebenen Heldenhaftigkeit verpufft hätte.

 

Viele Zuseher werden nach Ende des Films zweifellos den Vergleich mit James Camerons Titanic anstellen, was sich der Film auch gefallen lassen muss. Doch so sehr Titanic auch von der Oscarjury überbewertet wurde, Poseidon kann sich in 1000 Jahren nicht mit diesem Film messen. Alleine der hektische Anfang, welcher den Charakteren nur 10 Minuten Einführung lässt und sie dann schon in die Katastrophe schickt ist kein Vergleich zu Camerons epischer Inszenierung und seinen beiläufigen Effekten.

 

Poseidon ist ein Film der als reine Effekthascherei in Erinnerung bleibt. Zwar ist er durchaus kurzweilig und an manchen Stellen auch wirklich spannend, aber Meisterwerk ist Poseidon keines. Und Wolfgang Petersen ist kein James Cameron.

 

Fazit:

Kurzweiliger Film, der einiges an Potential verschenkt.

 

Wertung:

5,0/10 Punkte

Filmering.at
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