Panic Room

OT: -  107 Minuten -  Thriller
Panic Room
Kinostart: 18.04.2002
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Panic Room

Von am

 

Meg Altman (Jodie Foster) ist nach der Scheidung von ihrem Ex-Mann (Patrick Bachau) gemeinsam mit ihrer Tochter Sarah (Kristen Stewart) auf der Suche nach einem neuen Haus. Mitten in New York finden sie etwas das ihnen gefällt. Ein verstorbener Millionär hatte früher hier gewohnt und das Haus erfüllt alle ihrer Erwartungen. Selbst ein sogenannter Panic Room ist in das Haus integriert. Ein Raum der durch dicke Stahlwände und separate Strom und Luftversorgung vom Haus abgeschottet ist. Eines Abends dringt eine Bande von Einbrechern in das neue Haus der Familie Altman ein. Angeführt von Junior (Jared Leto) wollen Burnham (Forest Whitaker) und Raoul (Dwight Yoakam) ausgerechnet in den Panic Room, in dem sich Meg mit ihrer Tochter versteckt hält. Nun müssen die beiden auf ihren Monitoren beobachten was die Verbrecher als nächstes vorhaben...

 

David Fincher ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Nach seinem Auftakt mit Alien 3 folgten seine Meisterwerke Sieben und Fight Club, die sich getrost zu den besten Filmen aller Zeiten zählen dürfen. Dann kam noch der brillante The Game, und nun folgt mit Panic Room der bei weitem konventionellste Film von ihm. Er bleibt auch hier seinen kompromisslosen Stil treu und setzt aufs Neue auf eine unglaublich dichte Atmosphäre, kombiniert mit nicht enden wollender Dunkelheit die in ihrem düsteren Stil eher an einen waschechten Film-Noir, als an einen gewöhnlich Thriller erinnert.

 

Seine bisherigen Filme teilten meisten das selbe Schicksal: Alle wurden von den Kritikern geliebt, aber vom Publikum übersehen. Dennoch findet man kaum negative Meinungen über Filme wie Fight Club. Das Problem ist einfach das Fincher jeden verfügbaren Cent in die Filme steckt, und deshalb kein Geld mehr für Marketing vorhanden ist. So entstanden viele ausgezeichnete Filme die leider nicht genug Aufmerksamkeit bekamen. Dies änderte sich mit Panic Room rapide. Aus geschätzten Produktionskosten von 50 Millionen Dollar spielte der Film 200 Millionen ein und war somit ein Erfolg auf ganzer Linie.

 

Dies lässt sich einfach durch David Finchers Sinn für aktuelle Themen begründen. In Amerika sorgte die zunehmende Kriminalitätsrate für Angst in der Bevölkerung und die Schreie nach einer Abhilfe wurden immer lauter. David Fincher wollte mit seinem Film Panic Room genau diese Angst aufgreifen und verarbeiten. Ähnlich wie in Fight Club wurde das ganze durch spektakuläre Kamerafahrten durch den Mikrokosmos visuell atemberaubend verwirklicht. Die Kamera schießt zum Beispiel durch Lüftungsanlagen oder durch Schlüssellöcher. Dies sieht im Film einfach nur fantastisch aus und gibt ihm eine gewisse optische Note.

 

Die Schauspieler in Panic Room sind allesamt ausgezeichnet und spielen ihre Rollen glaubhaft und wirklich sehr gut. Jodie Foster bildet den absoluten Höhepunkt des Filmes und trägt ihn über die volle Laufzeit.

 

Die Geschichte des Films an sich ist sehr konventionell geraten und Fincher untypisch ohne Kritik an unsere Gesellschaft versehen. Jedoch wird der Spannungsbogen stetig angezogen und es ist faszinierend mit anzusehen wie sich der Film entwickelt. Es ist sicher schwer aus dieser Ausgangslage einen zwei Stunden langen Film zu machen der die ganze Zeit über spannend ist. Fincher ist dies jedoch geglückt.

 

Die mangelnde Aussagekraft des Films ist jedoch sein größtes Manko. Man erwartet sich von einem grandiosen Regisseur wie David Fincher einfach mehr als eine konventionelle Thrillergeschichte ohne wirklichen Hintergedanken. Somit bleibt Panic Room zwar ein wirklich spannender Thriller der auch bestmöglich umgesetzt wurde, aber auf Grund der mangelnden Aussage und des fehlenden Anspruches ist es eindeutig der schlechteste Film von David Fincher. Seine vorigen Filme waren visionäre Meilensteine, Panic Room ist nur ein konventionell abgearbeiteter, aber deswegen nicht minder spannender, Thriller.

 

Fazit:

Spannend, düster und atmosphärisch dicht. Ein wirklich gelungener Thriller, der es jedoch in keiner Sekunde mit David Finchers Meisterwerken aufnehmen kann.

 

Wertung:

7/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 6.8/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 42
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