Oceans Twelve

OT: -  125 Minuten -  Komödie
Oceans Twelve
Kinostart: 16.12.2004
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Oceans Twelve

Von am

 

3 Jahre ist es jetzt her, seit Danny Ocean (George Clooney) und seine 11-Mann Crew den Safe des Casinobesitzers Terry Benedict (Andy Garcia) geplündert haben. Ein anonymer Anrufer, hat Terry verraten wo sich die Truppe die ihn ausgeraubt hat versteckt hält, und so sucht er alle auf um ihnen ein einfaches Angebot zu machen: Sie haben 2 Wochen Zeit um ihm sein gesamtes Geld plus Zinsen zurückzuzahlen, ansonsten werden sie getötet. Doch da das Geld bei allen schon um einiges weniger geworden ist, müssen sie wieder zu Dieben werden.

 

Bei ihren ersten Einbruch offenbart sich ihnen ein weiteres Problem: Der berüchtigte Dieb, der sich selbst "Der Nachtfuchs" (Vincent Cassel) nennt hat es auf sie abgesehen, und raubt jeden Tresor den sie im Visier haben vor ihnen aus, also begeben sich Danny und Rusty (Brad Pitt) zu besagtem Gegner um herauszufinden was er damit bezwecken will. "Der Nachtfuchs" wurde gekränkt, als sein Mentor Le Marc behauptet hat, dass der Raub der Ocean´s Eleven, der größte Diebstahl aller Zeiten war. Ihr Kontrahent schlägt ihnen also einen Wettkampf vor: Wenn es ihnen gelingt vor ihm das Fabergé-Ei zu stehlen, das in Rom ausgestellt wird, dann bezahlt er ihre Schulden bei Benedict, ansonsten müssten sie zugeben das "Der Nachtfuchs" der größte Dieb aller Zeiten ist und würden von Benedict getötet werden.... 

 

Steven Soderbergh wurde, nach seinen Filmen Traffic, Erin Bronkovic und Oceans Eleven, die sowohl von Kritikern als auch dem Publikum nur gelobt wurden, bereits als neuer Messias der Regisseur Welt abgestempelt. Doch nach seinen fulminanten Karrierehöhepunkt, dem Oscar als Bester Regisseur für Traffic, ging es steil bergab mit dem jungen Amerikaner. Er lieferte nur mehr Flops, wie Full Frontal oder Solaris, die leider auf ganzer Linie versagt hatten. Nun im Jahre 2004 gelobte Steven Soderbergh Besserung und wollte seine Karriere mit der lang erwarteten Fortsetzung zu Ocean´s Eleven, wieder in die richtigen Bahnen lenken.

 

Leider ist dieses Unterfangen nicht wirklich gelungen, dies ist aber großteils dem viel zu konfusen Drehbuch zuzuschreiben. Ocean´s Twelve weiß durch witzige Dialoge und vor allem grandiosen Schauspielern zu überzeugen, denen man den Spaß den sie beim Drehen hatten deutlich ansieht. Dabei hat Steven Soderbergh weder Kosten noch Mühen gescheut, um das vielleicht beeindruckende Ensemble der Filmgeschichte vor die Kamera zu holen. George Clonney und Brad Pitt geben wieder das Hirn der Räuberbande, und ihre Coolness, gekoppelt mit dem fantastischen Wortwitz den uns Soderbergh liefert, ist der Höhepunkt des Films.

 

Catherine Zeta-Jones, die neu zur Gruppe gekommen ist, weiß leider nicht ganz zu überzeugen. Zu fremd und distanziert wirkt ihr sehr ernsthaft angelegte Darstellung von Rustys Ex-Freundin. Matt Damon, weiß als naiver Linus Caldwell zu gefallen, der unbedingt in die Fußstapfen von Rusty und Danny steigen will. Don Cheadles Rolle ist leider etwas zu kurz ausgefallen. Er zeigt sich hier, ganz im Gegensatz zu seiner hochdramatischen Darstellung in Hotel Ruanda, von seiner witzigen, und coolen Seite, und als Zuseher wünscht man sich mehr von ihm zu sehen. Einen weiteren Glanzauftritt bietet uns Vincent Cassel, der als Gegenpart zur Ocean Truppe, voll und ganz überzeugt. Seine fantastische Ausstrahlung, reicht zwar nicht ganz an Brad Pitt, oder George Clooney heran, aber sie ist dennoch außergewöhnlich beeindruckend.  

 

Ocean´s Twelve ist ganz im Stil der alten europäischen Filme gedreht, und wirkt beim betrachten als krasses Gegenteil zu Ocean´s Eleven. Während Ocean´s Eleven voll und ganz auf die schillernde Glitzerwelt von Las Vegas setzt, zur Visualisierung schöne Steady-Cam Aufnahmen benutzt wurden, und als ganzes eher im Pop Art Stil der neuen Generation angelegt ist, zeigt uns Ocena´s Elven Schauplätze, die auf Grund des europäischen Stil ziemlich farbarm und deshalb kalt wirken. Weiters setzt Soderbergh vor allem auf ruhige, unbewegte Aufnahmen, die den Zuseher zurück in eine andere Zeit der Filmkunst versetzen sollen. Was am Anfang sehr ungewohnt wirkt, zieht den Betrachter aber nach einiger Zeit in seinen Bann und weiß zu gefallen. 

 

Nun zu dem einzigen wirklichen, aber dafür umso verheerendem Kritikpunkt: Der Story. Während der große Raub in Ocean´s Eleven den ganzen Film auf einen, dafür aber großartigen,  Spannungshöhepunkt hintreibt, setzt Ocean´s Twelve auf viele, dafür deutlich schwächere Spannungsballungspunkte. Der große Clou bleibt aus, und der Zuseher fühlt sich auf Grund der vielen schlechten Wendungen des Films zunehmend vor den Kopf gestoßen. Die abschließende Auflösung des Rätsels ist genau wie der letzte Einbruch des "Nachtfuchsen" sehr unrealistisch und gefällt ganz und gar nicht. Vor allem der Tanz von Vincent Cassel durch die zufallsgesteuerten Laserschranken ist, obwohl anmutig und fein dargestellt, einfach realitätsfremd und wird höchstens für Gelächter, anstelle von Bewunderung sorgen.

 

George Nolfi ist beim Drehbuch schreiben leider einen viel zu abstrakten Wege gegangen. Er schrieb zum Beispiel eine Szene in der sich Danny´s Ehefrau Tess (Julia Roberts) in einem Hotel als Julia Roberts ausgeben soll weil sie ihr so ähnlich sehe. Dort trifft sie auf Bruce Willis, der das einzig gute an dieser viel zu seltsamen Szene ist. Somit kommt Ocean´s Twelve zu keiner Sekunde an den wirklich ausgezeichneten Vorgänger heran, der sowohl durch die Story als auch in allen anderen Relevanten Punkte restlos überzeugte.

 

Fazit:

Trotz der schwachen Story bleibt Ocean´s Twelve ein unterhaltsamer Film, der ausgezeichnete Situationskomik und Wortwitz kombiniert mit den vielleicht bestem Ensemble der letzten 30 Jahre bietet. Alleine schon die sympathische Leistung aller Darsteller ist einen Blick wert. 

 

Wertung:

6,0/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 6.3/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 4
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