Flight Plan

OT: -  120 Minuten -  Thriller
Flight Plan
Kinostart: 20.10.2005
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Flight Plan

Von am

 

Das große Tabu Flugzeugfilme ist nun endlich gebrochen, und die Tragödie rund um den 11 September 2001 scheint zumindest halbwegs verarbeitet zu sein. Nun werden wir vom deutschen Regisseur Robert Schwentke in der beschaulichen Atmosphäre eines Jumbo Jets durch die Wolken gejagt um Kyle Pratt (Jodie Foster) auf der Suche nach ihrer Tochter zu begleiteten.

 

Der Ehemann von Kyle ist vor kurzem vom Dach gestürzt und sie will nun gemeinsam mit ihrer unter Angstzuständen leidenden Tochter Julia (Marlene Lawston) den Sarg von Berlin nach Amerika überstellen. Als sie an Bord, sind schläft Kyle kurz ein, doch als sie wieder aufwacht ist ihre Tochter plötzlich verschwunden. Sie durchsucht das ganze Flugzeug, doch die Kleine ist einfach nicht aufzuspüren. Mittlerweile werden die Flugbegleiter skeptisch, da sie beim Einsteigen in das Flugzeug gar kein Kind bemerkt haben. Als der Pilot (Sean Bean) über die beunruhigte Mutter informiert wird, überprüft er zunächst die Daten vom Flughafen. Dabei stellt sich heraus das die Tochter nie eingecheckt hat. Vom Krankenhaus erhält er weiters die Information dass Julia gemeinsam mit ihrem Vater vom Dach gesprungen ist und längst tot ist. Nun glaubt keiner mehr Kyle und sie wird einem mitreisenden Skymarschall (Peter Sarsgaard) übergeben. Doch so einfach gibt sie nicht auf....

 

Flight Plan wäre eigentlich ein guter Film. Die Schauspieler zählen alle zur ersten Liga Hollywoods, der Film besitzt teilweise ziemlich gute Wendungen und die plastische Atmosphäre des Flugzeuges ist sehr stimmig und zieht den Zuseher von Anfang an in seinen Bann. Doch leider hat Flight Plan einige gravierende Haken: Die Story ist alles andere als lückenlos und Logik sucht man vergebens. Das Ende ist leider ziemlich kitschig ausgefallen und die Spannung bleibt nicht den ganzen Film über konstant.

 

Man sieht dem Film deutlich an, dass er sich sehr viel Inspiration bei den Spätwerken des Spannungsmeisters Alfred Hitchcock geholt hat. Die Genialität des Großmeisters wird dabei natürlich nie erreicht. Peter Sarsgaard zeigt als Skymarschall nach Garden State erneut sein riesiges Talent und er weiß voll und ganz zu gefallen. Doch man hätte seiner Rolle etwas mehr Tiefe verleihen können. Er gibt sein bestes und verpasst seiner Rolle Facetten die wohl kaum ein anderer so präsent vermitteln hätte können.

 

Flight Plan zählt somit keinesfalls zu den Genrespitzenreitern, dennoch kann der Film für einen unterhaltsamen Abend sorgen. Die schauspielerische Leistung von Jodie Foster ist sehr gut und die Atmosphäre stimmt großteils auch. Man sollte dem Film vielleicht eine Chance geben, darf dabei aber keine großen Erwartungen haben, da man sonst garantiert enttäuscht wird.

 

Ein weiterer Nachteil ist das Sean Bean leider viel zu wenig Screentime bekommen hat. Man hätte von diesem Ausnahmeakteur ruhig etwas mehr zeigen können. Alles in allem verschenkt Flight Plan jede Menge Potential und wird dem Zuseher wohl nicht allzu lange in Erinnerung bleiben. Dafür ist die Konkurrenz einfach viel zu stark.

 

Fazit:

Trotz aller negativen Seiten bietet Flight Plan gute Unterhaltung für einen netten Abend mit Freunden. Im Kino muss man ihn aber nicht gesehen haben und Genreveteranen würde ich generell abraten, da sie die Wendungen sicher bald geknackt haben werden. Einsteigern in das Thrillergenre bietet Flight Plan jedoch alles was sie suchen.

 

Wertung:

5,0/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 5.8/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 6
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Erstellt: 23.09.2012